Glossar - Web - Webdesign - Webapplikationen
22. Februar 2008 ute
Dieses Glossar zum Thema Web und Begriffe in diesem Zusammenhang, soll denjenigen helfen, die bei Artikeln zu diesem Thema auf unbekannte Begriffe stossen. Begriffe zum Thema Blogs gibt s im Glossar Blogs, zur Informatik ganz allgemein im Glossar Informatik. Das Glossar werde ich jeweils nach Bedarf aktualisieren. Die folgende Liste ermöglicht es direkt zu den einzelnen Themen springen.
- Acid2 Test
- Anker, Links
- Barrieren, barrierefrei, barrierearm, zugänglich, Zugänglichkeit
- Browser, Webbrowser, User Agent (Benutzeragent)
- CMS (Content-Management-System), Redaktionssystem
- CSS (Cascading Style Sheets)
- Designfragen: Hinweise für Auftraggeber von Webseiten
- Doctype, Dokumenttyp
- Flash
- Grafikprogramme
- Homepage, Webseite, Website, Webauftritt, Internetseite
- HTML (HyperText Markup Language), XHTML (Extensible HyperText Markup Language)
- IP
- Meta, Metadaten
- miradlo
- Multimedia
- PHP (Hypertext Preprocessor)
- Quelltext
- Quirks- und Standardmodus
- Rendering-Engine
- Screenreader
- Suchmaschine, Suchroboter, Spider, Webcrawler
- Usability, Benutzerfreundlichkeit, Gebrauchstauglichkeit, Software-Ergonomie
- Validator
- W3C (World Wide Web Consortium)
- Web 2.0
- Webautor, Webdesigner…
- Webdesign : hilfreiche Programme…
- Workaround, Umgehungslösung, Würgaround
- www (World Wide Web) HTTP, URL…
- WYWIWYG (What You See Is What You Get)
Acid2 Test
Test, der zeigt, wie standardkonform sich Browser verhalten, mehr dazu siehe im bebilderten Bericht Webdesign mit Webstandards
Anker, Links
Anker und Links werden mit dem Element <a> eingefügt. Ein Anker ist ein seiteninterner Verweis, hier z.B. die Links zum Seitenanfang, die am Ende jeder Seite stehen oder die Liste am Anfang des Glossars, die es ermöglicht direkt zum gewünschten Begriff zu springen.
Barrieren, barrierefrei, barrierearm, zugänglich, Zugänglichkeit
Der Begriff barrierefrei kommt ursprünglich aus der Behindertenbewegung und bezog sich zunächst eher auf physikalische Hindernisse. Inzwischen wird der Begriff auch im Web benutzt. Ich persönlich ziehe die Begriffe barrierearm und zugänglich vor, da barrierefrei im Web nicht möglich ist. Ein Beispiel ist die Sprache des Webauftritts, barrierefrei würde heißen, dass alle Menschen die Inhalte verstehen müssten, das klappt nicht, wenn nicht alle Sprachen angeboten werden. Selbst wenn man es darauf reduziert, dass es nur in der gewählten Sprache barrierefrei wäre, dann gibt es kaum Auftritte, die für alle verständlich erstellt werden. Denn sowohl Kinder, als auch Analphabeten, als auch Menschen mit Lernstörungen brauchen Texte in anderer Form als die meisten Erwachsenen.
Barrierearme, für die meisten Besucher zugängliche Webauftritte sind jedoch durchaus möglich und bis zu gewissen Grenzen sogar ohne zusätzlichen Aufwand realisierbar. Es ist nicht so schwer einen Auftritt so zu gestalten, dass auch diejenigen die mit anderen Technologien, als einem grafischen Browser und einer Maus darauf zugreifen die Inhalte ohne größeren Aufwand erreichen können. Ein Artikel von Eva Papst, die Amazon mit dem Screenreader nutzte, verdeutlicht einige Schwierigkeiten.
Browser, Webbrowser, User Agent (Benutzeragent)
Ein Webbrowser und eine Internetverbindung sind essenziell nötig, um eine Webseite anzeigen zu können. Die Internetverbindung müssen wir, als Webautoren beim Webdesign berücksichtigen, bezüglich der Ladezeit unserer Webseiten. Den gewählten Browser, das Betriebssystem und die gewählte Auflösung kennen wir normalerweise nicht, daher müssen wir unsere Seiten so bauen, dass wir ein möglichst breites Spektrum berücksichtigen, mit dem unsere Seiten optimal nutzbar sind. Bei einer Schulung zu Webdesign habe ich eine kurze, nicht repräsentative Umfrage gemacht, mit welchen Voraussetzungen, wer das letzte Mal im Internet war. Schon hierbei fielen die Unterschiede auf, genutzt wurden:
- verschiedene Betriebssysteme (Windows, Linux, Windows Mobile)
- verschiedene Browser (Internet Explorer, Opera, Firefox, Safari, Konqueror…)
- unterschiedliche Auflösungen (von 200*120 bis 1680*1050)
- verschiedene Fenstergrößen (manche nutzen ein Vollbild, andere lassen sich beispielsweise die Lesezeichenleiste mit anzeigen
- verschiedene Schriftgrößen (manche kommen auch bei hohen Auflösungen noch mit der Standardgröße klar, andere nutzen eine größere Schriftart)
Es gibt viele weitere mögliche Unterschiede, bereits bei den wenigen Teilnehmern gab es eine Person mit Farbsichtproblemen (Rot-Grün-Schwäche). Andere mögliche Voraussetzungen wären:
- nicht-grafischer Browser (Browser, der ausschließlich die Texte einer Seite anzeigt, keine Bilder, kein Flash usw.)
- Browser mit angeschlossenem Screenreader (die Seiteninhalte werden vorgelesen)
- browsen ohne Anzeigen von Grafiken (z.B. bei schlechte Internetverbindungen, noch immer gibt es Modemnutzer)
- browsen mit speziellen Designs, um besser oder überhaupt lesen zu können
Die Konsequenz dessen ist, dass die Webseiten, so gebaut sein müssen, dass diese möglichst vielen dieser unterschiedlichen Voraussetzungen gerecht werden. Das Hauptaugenmerk gilt dabei sicherlich zunächst den grafischen Browsern, da der größte Teil der Anwender diese nutzt. Es gibt jedoch keinen nachvollziehbaren Grund nicht weitere Nutzer zu berücksichtigen.
Ein gute erste Möglichkeit um zu testen, wie eine Seite von Screenreadern oder Suchmaschinenrobotern gelesen wird, ist sich diese Seite in einem Textbrowser anzeigen zu lassen. Lynx und Links sind Textbrowser, einer der beiden ist bei Linux meist bereits Teil der Standardinstallation. Lynx ist inzwischen für alle Betriebssysteme verfügbar.
Die Bezeichnung User Agent wird von einigen Analysetools verwendet, wenn sie die verschiedenen Browser unterscheiden. Zur Zeit gängige Browser sind:
- Internet Explorer in den Versionen 6 und 7
- Mozilla Firefox in den Versionen ab 1.5x bis 2.0x
- Mozillas wie Bon Echo, Seamonkey, Iceweasel usw.
- Opera 9.x
- Safari meist noch in Version 2.0 und auf Apple Macintosh
- Konqueror meist in Version 3.5.x der Standardbrowser und Dateimanager auf Linux
Alle anderen Browser werden nur selten verwendet. Je nach Webauftritt und Thema können jedoch auch häufige Zugriffe mit anderen Browsern vorkommen. Bei standardkonformen Browsern ist das kein Problem, da diese eine Webseite so anzeigen, wie gewünscht. Bei vielen Zugriffen mit älteren Internet Explorern sollten diese vorm Veröffentlichen eines Layouts ebenfalls gründlich getestet werden.
CMS (Content-Management-System), Redaktionssystem
Mit einem Redaktionssystem können Teile eines Webauftritts auch von Laien selbst aktualisiert werden. Bekannte Content-Managementsysteme sind z.B. Typo3, Joomla u.ä. diese sind jedoch häufig viel zu umfangreich und aufwendig zu nutzen, um bei kleineren Homepages eingesetzt zu werden.
Daher wird inzwischen auch Wordpress von manchen als CMS eingesetzt. miradlo hat ein Redaktionssystem erstellt, dass bereits für kleine Webauftritte, sinnvoll genutzt werden kann. Häufig möchten Anwender nur eine Seite ihrer Website regelmäßig selbst pflegen, um z.B. aktuelle Termine und Hinweise einstellen zu können. Dafür genügt es, wenn nur diese eine Seite mit dem Redaktionssystem bearbeitet werden kann.
CSS (Cascading Style Sheets)
Wie eine Seite nachher aussehen soll, ob die Navigation links, rechts oder oben ist, ob die Schrift schwarz, blau oder grau ist, wie Bilder angezeigt werden usw. Das alles wird in der CSS-Datei festgelegt. Hier stehen, z.B. die Angaben, wie ein Absatz angezeigt werden soll:
p{
color:red;
background-color:fff;
}
Die Standardeinstellung der meisten Browser, um eine Seite anzuzeigen ist ein weißer Hintergrund, mit schwarzer Schrift und blauen, unterstrichenen Links. Enthält die *.html keine weiteren Informationen zum Design, so wird sie genau so angezeigt. Mit Hilfe von CSS ist eine klar strukturierte Trennung von Inhalt und Layout möglich. Eine Übersicht der CSS-Eigenschaften von CSS 1 bis CSS 3 gibts bei Jens Meiert.
Designfragen: Hinweise für Auftraggeber von Webseiten
Auf unserer Hauptseite www.miradlo.com gibt es unter Web Hinweise zu Webdesign, Redaktionsssytemen, den Anforderungen, der Konzeption und unseren Prinzipien. Eine sehr schöne Version in Form einer Frage-Antwortseite bietet die Domain designfragen.de. Dort gibt es unter anderem Neffenfragen, am Ende des Artikels und den Hinweisen warum Profis sinnvoll sind, gibt es das Zitat: “Aber überlassen Sie Ihre Steuererklärung auch einem Neffen? Oder Ihre Vertragsgestaltung? Nicht? Ach.”, daher lesenswert nicht nur für Auftraggeber.
Doctype, Dokumenttyp
Jede gut geschriebene HTML-Datei startet mit dem Doctype. Dieser gibt an welche HTML-Version genutzt werden soll. Bei miradlo nutzen wir wenn möglich immer XHTML 1.0 Strict. In wenigen Ausnahmefällen verwenden wir XHTML 1.0 Transitional.
<!DOCTYPE html PUBLIC “-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN” “http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd”>
Doctype Switching
Mit dem Doctype Switching können Browser unterscheiden wie ein HTML-Dokument angezeigt werden soll. Hat das Dokument keine Doctype-Deklaration dann wird der Quirks-Mode genutzt, sonst der Standardmodus. Im Quirks-Mode wird eine Webseite so dargestellt, wie es ältere nicht standardkonforme Browser gemacht haben. Im Standard-Mode wird eine Seite gemäß den W3C-Empfehlungen angezeigt. Aktuelle Gecko- und Opera-Versionen unterscheiden einen weiteren Modus, den Almost-Standards-Mode um in möglichst allen Fällen die jeweilige Webseite so anzuzeigen, wie vom Webautor gewünscht.
Flash
Flash ist ein grafisches Format der Firma Adobe, mit dem auch Animationen realisiert werden. Zur Zeit wird Flash sehr häufig eingesetzt und leider häufig für Anwendungsfälle, für die es nicht geeignet ist. Flash kann nicht immer angezeigt werden, viele Anwender haben trotz grafischer Browser keine Möglichkeit mit Flash erstellte Webseiten anzuschauen. Anwender mit Textbrowsern werden mit Flash sowieso ausgeschlossen.
Flash sollte daher nicht für den gesamten Webauftritt eingesetzt werden, auf keinen Fall für essenzielle Elemente wie z.B. die Navigation. Denn sonst werden nicht nur viele menschliche Besucher sondern auch Suchmaschinen ausgeschlossen, bisher ist es nur eingeschränkt möglich Flashinhalte auch barrierearm zu gestalten. Flash ist daher ein Format für zusätzliche Angebote einer Webseite, insbesondere für Animationen oder vertonte Inhalte bietet es sich an.
Grafikprogramme
Grafikprogramme, wie Gimp, Scribus und Inkscape können die Marktführer, wie Photoshop ersetzen.
Homepage, Webseite, Website, Webauftritt, Internetseite
Für Laien scheinen diese unterschiedlichen Begriffe meist alle dasselbe zu bedeuten. Unter Fachleuten gibt es jedoch durchaus unterschiedliche Definitionen:
- Homepage: die Startseite eines Webauftritts, das ist auch die Seite, die angezeigt wird, wenn nur die Domain ohne weitere Angaben aufgerufen wird, z.B. www.miradlo.net
- Website, Webauftritt, Internetauftritt: der gesamte Auftritt, das gesamte auf einer Domain (z.B. www.miradlo.net) erreichbare Angebot
- Webseite, Internetseite: eine einzelne Seite, eines Auftritts, z.B. die Startseite oder jede andere Unterseite, die durch einen Link oder direkte Eingabe in die Adresszeile aufgerufen werden kann.
HTML (HyperText Markup Language), XHTML (Extensible HyperText Markup Language)
Jede Webseite enthält HTML, damit sie überhaupt angezeigt werden kann. Selbst rein als Flash realisierte Seiten (siehe auch den Beitrag zu Webdesign Trends) benötigen etwas HTML. Ein Ausschnitt der Struktur, einer HTML-Seite, innerhalb des body-Elements steht der eigentliche Seiteninhalt.
<body>
<h1>Überschrift</h1>
<p>Absatztext</p>
</body>
Wird keine bestimmte Seite angegeben, also z.B. www.miradlo.net/irgendwas.html gibt es Standardvorgaben, welche Seite angezeigt werden soll. Diese Standards erwarten meist eine Seite, die index heißt. Zunächst wird gesucht, ob es eine index.html gibt. Ist diese vorhanden, so wird sie zum Browser gesendet, dieser zeigt sie an.
Die Struktur des HTML sollte ähnlich aufgebaut sein, wie ein Aufsatz: Überschriften (header: h1, h2, …) Textpassagen und Absätze (paragraphs p), Listen (z.B: unordered list ul, Listenelement li), Bilder (images img) usw.
Dieser Aufbau hat nichts mit dem Design zu tun und soll daher ausschließlich auf den Inhalt bezogen sinnvoll strukturiert sein. Das bedeutet beispielsweise, dass jede Seite mit einer Hauptüberschrift h1 beginnt. Rundum den Inhalt werden weitere HTML-Elemente gesetzt, die beispielsweise den Pfad zur CSS-Datei enthalten.
XHTML 1.0 wird zur Zeit meist ebenfalls als HTML ausgeliefert, da einige Browser, z.B. der Internet Explorer mit der Auslieferung als XML nicht zurecht kommen. XHTML 1.1 darf nur als XML ausgeliefert werden und kann aus diesem Grund im Moment nicht für Webauftritte verwendet werden, außer innerhalb eines Intranets in welchem die genutzten Browser damit zurecht kommen. Eine ausführliche Erläuterung zu den Vor- und Nachteilen von XHTML und HTML bietet Christoph Schneegans in seinem XHTML-Einmaleins.
Wer genauer wissen möchte welche Elemente es in HTML gibt und wie sich die Elemente unterscheiden, je nachdem um welche HTML/XHTML-Version es geht, sollte einen Blick auf die Übersicht aller HTML-Elemente von Jens Meiert auf seiner Website werfen.
IP
Nach Eintippen einer Adresse in Adresszeile des Browsers, z.B. www.miradlo.net sendet der Browser eine Anfrage an den DNS-Server. Dieser übersetzt die Adresse in eine IP, z.B. 85.131.171.218, diese eindeutige Adresse identifiziert den Server, auf dem die gewünschten Inhalte liegen. Da die als Zahl aufgebaute IP für Menschen schwer zu merken ist wurden die Domainnamen entwickelt.
Meta, Metadaten
Wikipedia schreibt zu Metadaten: “Als Metadaten oder Metainformationen bezeichnet man allgemein Daten, die Informationen über andere Daten enthalten.” Im Zusammenhang mit dem Web sind meist die meta-Tags genannten HTML-Elemente gemeint, die im Kopfbereich von HTML-Seiten stehen können. Die Daten in den Meta-Tags sind für Besucher der Webseite nicht sichtbar, sie befinden sich im Quelltext und waren ursprünglich für Suchmaschinen gedacht.
Durch den massiven Missbrauch der Meta-Tags von Spamseitenbetreibern werden diese Tags inzwischen nur noch von wenigen Suchmaschinen überhaupt berücksichtigt, Google ignoriert fast alle Meta-Tags. Die meisten dieser Tags müssen daher nicht mehr angegeben werden. Sinnvoll ist es jedoch nach wie vor, die Beschreibung der Seite anzugeben, da auch Google diese nutzt, wenn Suchergebnisse angezeigt werden.
miradlo
miradlo ist ein kleines Softwareunternehmen in Konstanz am Bodensee, das sich vor allem mit Webapplikationen, Webdesign und Informatikdienstleistungen, wie z.B. Schulungen befasst. Mehr über unsere Angebote siehe auch www.miradlo.com
Multimedia
Der Begriff Multimedia fasst die unterschiedlichsten Inhalte zusammen, insbesondere alles, was nicht nur Text oder Grafik ist, sondern Audio, Video usw.
PHP (Hypertext Preprocessor)
Um eine Funktion in einer Webseite nutzen zu können, gibt es verschiedene server-seitige Sprachen. Die gebräuchlichste und im Moment bei miradlo ausschließlich genutzte Sprache für diesen Zweck ist PHP. PHP ist ein rekursives Backronym für PHP: Hypertext Preprocessor, ursprünglich Abkürzung für Personal Home Page Tools. Der Begriff Hypertext Preprocessor enthält die Tatsache, dass zuerst (pre) die *.php Datei verarbeitet, interpretiert (process) wird, um daraus wieder Hypertext, also HTML zu erzeugen). PHP ist eine Skriptsprache.
Mit PHP können dynamische Inhalte auf Webseiten erzeugt werden, z.B. ein automatisch generiertes Datum, eine Navigation, die nur an einer Stelle und nicht in jeder Datei geschrieben werden muss und vieles mehr.
Quelltext
Der Quelltext ist ein Begriff für den, auch für Menschen lesbaren, in einer Programmiersprache geschriebenen Text eines Computerprogramms. Im allgemeinen Sprachgebrauch und bezogen aufs Web ist damit meist der HTML-Quelltext einer Webseite gemeint. Da HTML keine Programmiersprache ist, gibt es keinen Unterschied zwischen dem geschriebenen “Code” und dem Quelltext. Bereits bei der Skriptsprache PHP ist das anders, die Anweisungen in PHP werden auf dem Server interpretiert und dieser liefert an den Browser nur noch HTML aus.
Quirks- und Standardmodus
Alle aktuellen Webbrowser kennen zumindest zwei Modi, um eine Webseite darzustellen: den Quirks-Modus und den Standardmodus. Ursprünglich war es so, dass alle Seiten mit einer Doctype-Angabe, so behandelt wurden, als wären sie standardkonform und alle anderen Seiten wurden so dargestellt, als seien sie für ältere Browser entwickelt, die noch nicht mit den Webstandards klar kamen. Damit wurde gewährleistet, dass bei Erscheinen einer neuen Browserversion nicht alle, für ältere Browser optimierte, Webseiten nicht mehr korrekt angezeigt würden.
Durch einen Fehler im IE6 interpretiert diese allerdings manche Seiten, als im Quirks-Modus darzustellen, die standardkonform entwickelt wurden. Das gilt immer dann, wenn vor dem Doctype noch etwas steht, ein Leerzeichen, eine korrekte XML-Deklaration oder ähnliches.
Inzwischen werden leider viele Seiten mit einem Doctype ausgeliefert, die keineswegs standardkonform erstellt sind, unter anderem deshalb, weil einige WYSIWYG-Editoren immer einen Doctype einfügen. Diese Unterscheidung funktioniert daher nicht mehr, deshalb sucht man nach anderen Lösungen, siehe auch den Artikel zu Webstandards und dem Internet Explorer.
Rendering-Engine
HTML-Rendering ist ein Teilbereich eines Webbrowsers, der der semantisch orientierten Dokumentstruktur eine visuelle Darstellung zuordnet. Dafür wird eine Rendering-Engine genutzt, diese interpretiert das mittels CSS definierte Layoutmodell, und befüllt dieses Layout mit dem durch HTML definierten Text. Jeder Browser benötigt eine Rendering-Engine, um die HTML- und CSS-Dokumente einzulesen. Es gibt jedoch mehr Browser als Rendering-Engines, Browser, die dieselbe Rendering-Engine nutzen stellen Webseiten auf die gleiche Weise dar. Das Wissen über die gleichen Rendering-Engines erspart manche Tests. Die wichtigsten Rendering-Engines sind:
- Gecko wird z.B. von den Browsern Mozilla, Firefox und Camino verwendet.
- KHTML, Webkit: Webkit entstand aus KHTML es gibt Bestrebungen die beiden wieder zusammenzuführen. Genutzt von Konqueror und Safari.
- Trident wird von den Internet Explorern genutzt, obwohl diese sich als Mozilla beim Server anmelden (z.B. der IE7 in der Form: Mozilla/4.0 compatible; MSIE 7.0)
Screenreader
Ein Screenreader liest die Inhalte einer Webseite vor oder gibt sie auf einer Braillezeile (Texte in Blindenschrift) aus. Meistens verwenden sehbehinderte Anwender einen Screenreader. Vorgelesen oder ausgegeben werden können logischerweise nur Texte, keine Bilder und keine Animationen. Ein wichtiger Grund um für inhaltlich relevante Bilder sinnvolle Alternativtexte anzugeben.
Suchmaschine, Suchroboter, Spider, Webcrawler
Eine Suchmaschine ist ein Programm, welches in Dokumenten, die in einem Computer oder einem Computernetzwerk wie dem World Wide Web gespeichert sind, recherchiert. Die Dokumente können somit durch die passenden Suchbegriffen in den Suchergebnissen zur Verfügung gestellt werden. Meist wird bei Anzeige der Suchergebnisse der Beschreibungstext der Webseite mitgeliefert. Die zur Zeit meistgenutzte Suchmaschine Deutschlands ist Google.
Um Ergebnisse zu sammeln werden Suchroboter, auch Spider oderWebcrawler verwendet. Ein Suchroboter ist ein Programm, das die Inhalte von Websites automatisch und rekursiv einliest und auswertet. Mittels der in Webseiten enthaltenen Links gelangt der Suchroboter von einer Webseite zur anderen.
Usability, Benutzerfreundlichkeit, Gebrauchstauglichkeit, Software-Ergonomie
Benutzerfreundlichkeit ist laut Wikipedia: “die vom Nutzer erlebte Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einem System” Software-Ergonomie ist laut Wikipedia: “die Wissenschaft von der Benutzbarkeit von Computerprogrammen“. Diese Definitionen beschreiben bereits den Zusammenhang der Begriffe. Speziell aufs Web bezogen gibt es außerdem den Begriff Web-Ergonomie. Unabhängig vom genutzten Begriff geht es darum anwenderfreundlich, leicht und intuitiv benutzbare Webseiten zu erstellen.
Das Ziel jedes Webauftritts sollte sein: die Darstellung der Inhalte an die menschliche Aufnahmefähigkeit anzupassen, kurz gesagt: „Don’t make me think.“ Dies ist auch der Titel eines guten Buchs von Steve Krug zu diesem Thema: “Don’t make me think! Web Usability: Das intuitive Web“. Gemeint ist nicht, dass die Besucher nicht denken dürfen; das dürfen und sollen sie natürlich. Aber sie sollen über die Inhalte der Webseite, des Themas nachdenken, nicht darüber, wie die Webseite zu bedienen ist oder was sich vielleicht noch irgendwo versteckt.
Validator
Ein Validator ist ein freier und kostenloser Service, über den Webautoren Dokumente wie HTML- und XHTML-Dokumente auf die Konformität zu W3C-Empfehlungen und anderen Standards überprüfen können. Der bekannteste Validator für HTML ist der W3C HTML-Validator, für CSS gibt es den CSS-Validator, für RSS den RSS-Validator, (mehr zu RSS im Glossar Blogs) um Links automatisch zu prüfen den Linkchecker, wer wissen will ob ein XHTML-Dokument korrekt ist nutzt am besten den XHTML-Schema-Validator von schneegans.de.
Es gibt noch einige weitere Validatoren, die meist ähnliche Ergebnisse liefern. In Details können sich diese jedoch unterscheiden, mancher vermeintliche Fehler im CSS liegt daran, dass auf CSS 2, statt auf CSS 2.1 geprüft wird. Mehrere Tests mit nur einmaliger Domaineingabe gibts z.B. bei monstercheck.
W3C (World Wide Web Consortium)
Das W3C wurde 1994 u.a. von Tim Berners-Lee gegründet, der auch heute noch Vorsitzender ist. Dieser Verband verschiedener Interessensgruppen, empfiehlt neue Webstandards, bzw. macht Vorschläge dazu. Die Mitglieder des W3C sind Fachleute aus IT-Unternehmen und Forschungsinstituten, daher werden deren Empfehlungen (Recommendations, da diese nicht-staatliche Organisation keine verbindlichen Standards festlegen darf) meist in kurzer Zeit zum verbindlichen Standard. Mit Hilfe dieser Standards für HTML, XHTML, CSS usw. ist es möglich Webseiten so zu erstellen, dass sie von den verschiedensten Browsern auf unterschiedlichen Betriebssystemen les- und bedienbar angezeigt werden.
Webautor, Webdesigner…
Die Person oder die Personen, die HTML-Dokumente, Stylesheets (sowie weiteres, wie z.B. PHP) für Webseiten schreiben, haben keine verbindliche Berufsbezeichnung. Der Beruf kann auch dann ausgeübt werden, wenn jemand keinerlei einschlägige Ausbildung in diesem Bereich hat. Keine der Bezeichnungen ist geschützt, daher haben Kunden leider keine Möglichkeit bereits an der Berufsbezeichnung zu erkennen, ob jemand über Fachwissen verfügt. Manche Webautoren kommen aus ganz anderen Fachgebieten, manche aus dem grafischen Bereich, andere, wie die meisten Mitarbeiter bei miradlo aus der Informatik. Eine Auswahl der gängigen Berufsbezeichnungen:
- Webautoren
- Webdesigner
- Entwickler
- Suchmaschinenexperten
- Online-Redakteure
- Mediendesigner
- Mediengestalter
- Informationsarchitekten
- Usability-Experten
- Web-Ergonomen
- XML-Evangelisten
- Webworker
Je nach Schwerpunkt und Geschmack bezeichnen sich diejenigen, die mit dem Web arbeiten, mit einer der genannten Berufsbezeichnungen. Mir persönlich gefällt Webautorin gut, da diese Bezeichnung meines Erachtens am besten die gesamte Tätigkeit beschreibt.
Webdesign und Webentwicklung : hilfreiche Programme
Fürs Erstellen von Webseiten gibt es einige hilfreiche Programme, für viele gibt es keine Alternative zum marktführenden Dreamweaver. Jedoch wer Alternativen sucht, kann einiges anders finden. Hilfreich sind beispielsweise das Firefox Add-On Screengrab und die Webdeveloper-Toolbar; speziell unter Linux, gibt es neben Quanta unter anderem Ergänzungen wie KSnapshot, den KColorChooser (bei Gentoo im Paket kde-base) die IEs4Linux, und den KRuler. Mehr zu Browsern, siehe: Browser, Webbrowser, User Agent (Benutzeragent).
Web 2.0
Der vielfach eingesetzte Begriff Web 2.0 fasst einige sehr unterschiedliche Themengebiete zusammen, die in etwa im gleichen Zeitraum verstärkt gestartet wurden. Das sind einerseits die Blogs meist mit RSS-News. Blogs werden meist, erst dann, erfolgreich, wenn die Kommunikation mit den Besuchern stattfindet. Noch stärker gilt das für Wikis und Webforen, nur wenn sich die Leser und Besucher beteiligen, ergeben sich spannende Projekte. Klappt das nicht, dann sieht man an vielen traurig leeren Webseiten, dass sie zwar viele Möglichkeiten haben, die jedoch nicht genutzt werden. Ein weiterer sehr wichtiger Teilbereich des Web 2.0 sind die sozialen Netzwerke, angefangen von öffentlichen Lesezeichen, über Kontaktmöglichkeiten, eingebaute Foren und ähnliches. Führend in Deutschland sind zur Zeit Xing, Studi-VZ und Schüler-VZ.
Workaround, Umgehungslösung, Würgaround
Ein Workaround ist meist eine provisorische Lösung die das gewünschte Ergebnis bringt, ohne den eigentlichen Fehler zu beheben. Für Endanwender ist ein Workaround bei Softwarefehlern, oft die einzige Möglichkeit, das Problem zu lösen. Im Webumfeld werden Workarounds genutzt, um bekannte Schwächen mancher Browser in der CSS-Implementierung zu umgehen. Bei Lösungen, die sehr unschön sind oder nur mit großem Aufwand zum Ziel führen, spricht man umgangssprachlich auch von einem Würgaround.
www (World Wide Web)
Das heutige Web (www) wurde 1989 von Tim Berners-Lee an einem Forschungsinstitut in Genf als Dokumentationssystem entwickelt. Das World Wide Web basiert auch heute noch auf den drei Kernstandards HTTP (HyperText Transfer Protocol), HTML (HyperText Markup Language) und URL (Uniform Resource Locator, ein URI [Uniform Resource Identifier] bezogen auf HTTP), ohne die keine Webseite angezeigt werden kann. Inzwischen haben sich als weitere Standards CSS, JavaScript und HTTPS (HyperText Transfer Protocol Secure), etabliert.
WYWIWYG (What You See Is What You Get)
WYSIWYG-Programme sollen Dokumente bereits während der Bearbeitung am Bildschirm exakt so angezeigen, wie diese später aussehen. In der Webentwicklung funktioniert das für den einen vom Programm genutzten Browser sehr gut. Allerdings ist das Ganze ein Trugschluss, denn gerade Anfänger glauben, dass diese eine korrekte Ausgabe ihnen eine funktionierende Webseite beschert. Die Programme, wie z.B. Dreamweaver können jedoch nicht automatisch alle Browserbesonderheiten berücksichtigen, daher ergeben sich später häufig Anfragen, wie: “Warum stellt der Browser XY meine Seite nicht so dar wie der Browser Z.”
Ein umfangreiches Glossar zur Webentwicklung gibt es bei Michael Jendryschik, dort gibt es außerdem die sehr gute Einführung in Webdesign. Empfehlenswert zum Thema Webdesign ist immer auch SelfHTML, meines Erachtens am besten nutzbar, indem man bei Google eingibt: selfhtml gesuchter_Begriff. Ich freue mich auf Kommentare und Hinweise.
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 22. Februar 2008 um 00:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter css, tipps, web abgelegt.
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