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Blogroll und Archiv aktualisiert ::: Links in Artikeln

Ich habe inzwischen mal die Blogroll geputzt. Einige Links passten thematisch besser an anderen Stellen, beispielsweise die zu Wordpress stehen jetzt im Glossar Blogs. Wieder mal ergänzt habe ich auch das Glossar zu Webapplikationen, dieses Mal unter anderem um einige Links.


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IE8 und das Metatag für Internet Explorer ::: geniale Neuigkeiten von Microsoft : I.

Im Artikel Webdesign mit Webstandards habe ich ja bereits über die Diskussion bezüglich des geplanten Metatags berichtet. Der Grund für dieses Tag ist, dass gewährleistet werden muss, dass auch ältere Webseiten von aktuellen Browsern, in diesem Fall, dem IE8 (Internet Explorer 8), noch korrekt angezeigt werden können. Das neue Metatag ermöglicht explizit anzugeben, ob eine Seite so angezeigt werden soll, wie sie der, wohl tatsächlich standardkonforme, IE8 darstellt oder ob sie so ausgegeben wird, wie es eine ältere Version getan hätte.

Warum IE8 Webseiten darstellen wie soll IE7 oder IE6

Der größte Teil der Diskussion dreht sich meist darum, dass doch alle, die noch einen IE6 nutzen, stattdessen einen anderen standardkonformeren Browser nutzen könnten. Da der IE6 der arbeitsaufwändigste Browser für alle Webautoren ist, gab es in letzter Zeit auch Kampagnen, diesen, zumindest zeitweise, gar nicht mehr zu unterstützen. Wie bei allen heißen Diskussionen schießen manche am Ziel vorbei und werden unsachlich. Sobald es im Webdesign um Microsoft geht, passiert das besonders schnell. Alle Webautoren, die standardkonforme Webseiten erstellen, haben sehr viel Zeit extra für den IE6 investieren müssen, um diesen davon zu überzeugen, ihre Seiten korrekt anzuzeigen. Meines Erachtens ist es wichtig, alle Beteiligten zu berücksichtigen. Wie auch in einem Kommentar bei macx zur neuen Entscheidung von Microsoft beschrieben wird: es geht nicht nur um die Nutzer, die zu Hause auf ihrem Rechner ebensogut z.B. einen Firefox installieren könnten, oder eine aktuellere Version des Internet Explorers. Es geht auch um die vielen Webapplikationen, die auf dem IE6 oder IE7 basieren und die nicht lauffähig wären mit dem IE8, wenn es keine Möglichkeit gäbe, diesem mitzuteilen, dass er sich wie eine ältere Version verhalten soll. Nicht vergessen sollte man darüber hinaus, dass manche Geräte, wie Screenreader meist auf älteren Versionen eines IE basieren und nach einem Update nicht mehr genutzt werden könnten. Tja, und auch wenn manche es nicht gern haben, es gehört auch Microsoft dazu, das Unternehmen muss bei seinen Entscheidungen auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen.

Geniale Neuigkeiten von Microsoft zum IE8

Inzwischen hat Microsoft entschieden, und im IE-Blog veröffentlicht, dass sich der IE8, wie ein IE8 verhalten wird, falls nichts anderes definiert wurde. Erfreulicherweise wurde damit die Idee verworfen, dass sich IE8 und alle weiteren Versionen ohne zusätzliche Angaben der Webseitenersteller, so verhalten, als wären sie ihre Vorgängerversion. Wie schon bei allen vorigen Versionen gilt das zumindest solange, wie sich der Browser im Standardmodus befindet, im Quirks-Modus verhält er sich selbstverständlich wie sein Vorgänger, dafür wurde dieser Modus ja erfunden. Wie immer habe ich versucht möglichst allgemein verständliche Begriffe zu nutzen, an einigen Stellen geht es nicht ohne Fachbegriffe, manche sind nicht selbsterklärend. Weitere Erklärungen zu den genutzten Begriffen siehe Glossar zhref="http://miradlo.net/bloggt/index.php?60-s"" title="Glossar">Glossar zu Web, Webdesign und Webapplikationen. Dieser Artikel ist der erste Teil einer dreiteiligen Serie, die sich mit den Aspekten rundum den IE8, Webstandards und Diskussionen über Microsoft befasst.

Blog für Mobiles, Handys und PDA usw optimieren ::: Blog4Mobile.de-Rezension

Diese Rezension befasst sich mit dem Online-Dienst Blog4Mobile.de, den es nicht mehr gibt. Kaputte Links habe ich entfernt, den Bericht lasse ich sonst so stehen, wie er ursprünglich war. Die Idee damals war gut, ist mittlerweile jedoch überholt.


Der Dienst bietet an, ein existierendes Blog für Mobiles, wie Handys und PDAs anzupassen, eins von mehreren Layouts zu wählen und das eigene Logo zu nutzen. Anschließend bekommt das Blog, in diesem Fall miradlo bloggt, eine Adresse auf handyblogger.mobi. Außerdem wird das Blog einer Kategorie zugeordnet und im Verzeichnis dort geführt, für dieses Blog unter Technik. , damit ist das Blog dann für Mobiles optimiert erreichbar. Zumindest vorerst ist der Dienst kostenlos. Die Einrichtung war recht einfach.

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Softwareprojekte Episode 2 ::: Ein möglicher Versuch

Die Vorgeschichte und Episode 1 ::: Episode 1 ::: So klappts nicht mit der Software beschrieben die Problematik, hier folgt ein möglicher Versuch. Die drei Nachfolger von Fred lernten sich, mehr schlecht als recht, in den von Fred erzeugten Code ein und das Familienunternehmen konnte weiter operativ tätig sein. Karl, einer der drei Nachfolger, formulierte seine täglichen Problemstellungen wie folgt: „Wir nehmen den nächsten Auftrag entgegen und skizzieren den möglichen Ablauf. Dann schauen wir welche Daten wir aus dem Altsystem benötigen und versuchen, wann immer möglich, nur lesend auf die Daten zuzugreifen. Wenn das nicht geht, kopieren wir die benötigten Daten in einen neuen Datenspeicher und replizieren in regelmäßigen Abständen die Originaldaten. Auf diese Weise müssen wir am bestehenden System nichts ändern. Die neuen Datenstrukturen beschreiben wir, damit wir später noch verstehen was die Komponenten tun.“ In gewachsenen Strukturen wird häufig das bestehende System nicht weiter entwickelt, da niemand genau weiß, welche Auswirkungen eine Änderung am System haben wird. Karl und seine Kollegen setzen auf diese Vorgehensweise. Ein Problem dabei ist, dass die Systeme permanent anwachsen und nicht mehr benötigter Code stehen bleibt. Es handelt sich um den Ansatz eines Anti-Patterns das Lava Code genannt wird. Alter, nicht mehr gewarteter Code bleibt bestehen und im Fehlerfall kann nicht nachvollzogen werden was von diesem Code noch benötigt wird.

Mögliche Symptome für das Bestehen von Lava Code sind:

  • Die Kosten für Wartung und Fehlerkorrektur steigen stetig an.
  • Die Integration neuer Funktionalitäten wird immer komplexer und risikoreicher.
  • Code ist vorhanden, der im eigentlichen Sinn keine Aufgaben mehr wahrnimmt.
  • Ein Technologiewechsel wird immer unwahrscheinlicher, da das Migrieren von der alten Technologie auf die Neue zu gefährlich und teuer wäre. Viele Firmen müssen daher steinalte, nicht mehr supportete Hard- und Software einsetzen, um ihre IT-Systeme weiter betreiben zu können. Die Folge sind Systemausfälle, hohe Wartungskosten und kaum noch Weiterentwicklung der Systeme.
Die Idee, Freds suboptimalen Code einfach stehen zu lassen und neue Funktionen parallel aufzubauen, gibt Karl und seiner Gang die Möglichkeit schnell aus dem Schlammassel zu kommen. Auf Dauer werden sie sich mit dieser Vorgehensweise nicht retten, sondern ebenfalls im Familienteich enden. Da nicht jeder ins Wasser fallen soll, werde ich weitere mögliche Szenarien vorstellen.

phpbb Forum installieren und einrichten auf dem Server

Wie bei aller Software für einen Webauftritt, ist der Start einer Installation die lokale Umgebung. Nach dem Herunterladen des phpbb-Forums ins passende lokale Verzeichnis des Webauftritts, auf dem es laufen soll, beginnt die Installation.

Lokale Installation des Forums

  • entpacken des Pakets in ein neues Verzeichnis, z.B. forum
  • Rechte ändern für folgende Verzeichnisse und Dateien:
    • cache
    • files
    • store
    • config.php
    • falls eigene Avatare genutzt werden sollen auch images/avatars/upload
  • im Webbrowser aufrufen: http://localhost/forum dort die Installationsanleitung durchlaufen und die entsprechenden Einträge machen, lokal meist:
    • Datenbankhost: localhost
    • Datenbankname: name_des_webauftritts
    • Datenbankuser: root
    • Datenbankpasswort: leer lassen
    • alle anderen Einträge, wie Datenbanksystem, Prefix usw. klappten mit der Voreinstellung bzw. sind selbsterklärend wie die eigene E-Mailadresse und ähnliches
  • Design ändern
    • je nachdem wie das angepasste Design aussehen soll, bietet sich ein anderes Theme als Grundlage an
    • für das von mir gewünschte Design bot sich subsilver2 an
    • einige Bilder liessen sich besser aus dem prosilver Theme anpassen
    • Vorgehen der Anpassungen
      • alle nötigen Bilder in ein Sicherheitsverzeichnis kopieren, im gewünschten Grafikprogramm, in meinem Fall Gimp, wie gewünscht anpassen, jedoch die Größe beibehalten, die die Grafiken im gewählten Theme haben.
      • unter: forum/styles/subsilver2/theme/ findet man die Datei stylesheet.css
        • von oben nach unten durch die Datei gehen und zunächst auf den eigenen Formatierungsstil anpassen hilft einen ersten Überblick zu bekommen.
        • die im Stylesheet genutzten Farben betrachten und überlegen welche Farben mit ähnlichen Helligkeitswerten passen dazu aus der gewünschten Farbenpalette. In einem weiteren Durchlauf diese Farben nach und nach anpassen. (Bei Designs in negativen Farben, also z.B. helle Schrift auf dunklem Hintergrund muss sorgfältiger auf die Abstufungen geachtet werden, sonst erschwert es das Lesen)
        • nach Einfügen der Bilder und den Farbänderungen können erste Foren und Nutzer angelegt werden usw. Dabei fallen nebenbei die Farbfehler auf, die noch angepasst werden müssen.
    • wenn alles passt wie gewünscht, kann anschließend live installiert werden:
  • endgültiges Installieren auf dem Webserver
    • nach dem Hochspielen der Daten müssen die Rechte meist nochmals angepasst werden, siehe lokale Installation
    • die Installationsroutine erneut durchlaufen, dieses Mal die fürs Web korrekten Daten eingeben
    • das Design muss natürlich nicht erneut angepasst werden
    • eine Überprüfung im Validator sollte ergeben, dass alles ok ist
    • spätestens jetzt muss das Design und die Funktion des gesamten Forums in verschiedenen Browsern geprüft werden
Herzlichen Glückwunsch, jetzt hast du ein Forum mit angepasstem Design installiert, viel Spaß und Erfolg damit. Das Ergebnis des Beispiels, das ich hier beschreibe kann man sich im Börsenfrau-Forum anschauen.

Softwareprojekte Episode 1 ::: So klappts nicht mit der Software

Diese recht umfangreiche Einleitung soll, nach der Vorgeschichte, auf das Problem gewachsener Softwaresysteme hinführen. Ein monolitisches, nicht wartbares System entsteht nicht innerhalb von wenigen Tagen sondern wird durch viele Einflussfaktoren gebildet. Gründe hierfür können unter anderem sein:
  • Schlechte oder nicht vorhandene Dokumentation
  • Keine Architektur und keine Planung für eine durchgängige Architektur
  • Nicht verstandene Konzepte
  • Stolz
  • Keine Betriebskonzepte
Die folgende Kurzgeschichte zeigt einen möglichen Verlauf, wie es zu einer nicht wartbaren und teuren Softwarelösung kommen kann, auf. Die Giuseppe Connection Ltd. ist ein durchaus erfolgreiches Familienunternehmen. Die Familienmitglieder halten zusammen und ein Austritt aus der Familie ist bisher noch keinem Familienmitglied lebend gelungen. Fred war ein junger, dynamischer Softwareentwickler, der von der Familie für ihr Geldwäschesystem eingestellt wurde. Ihr müsst wissen, dass in so einer Familie viel Geld in den Taschen der schweren Jungs steckt. Und da die schweren Jungs beim Geldeintreiben arg schwitzen wird das Geld schmutzig. Um nun einigermaßen koordiniert das Geld waschen zu können, hat die Familie ihr Geldwäsche System erstellt. Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Ein schwerer Junge liefert das schmutzige Geld ab. Es wird dokumentiert wer wieviel Geld gebracht hat. Das Geld wird anderen Familienmitgliedern zugesteckt und die kaufen davon nette Kleinigkeiten beim Kollegen um die Ecke. Der gibt ihnen die Kleinigkeiten und eine Quittung. Das Geld wird dann vom Kollegen auf eine Bank gebracht und die Kleinigkeiten werden vom Kollegen wieder sehr günstig zurückgekauft. Und schon ist das Geld sauber verstaut in einem Banktresor. Naja, mit Geldwäsche kenne ich mich nicht sonderlich gut aus, aber auf alle Fälle hat dieser Ablauf einige Prozeduren, mit denen ein dynamischer Softwareentwickler schnell ein Programm zusammensetzen kann. Fred sollte am Geldwäschesystem eine Änderung vornehmen, die ihm von Giuseppe mit seiner väterlichen und ruhigen Stimme wie folgt erläutert wurde: „Du musst verstehen, es ist nicht leicht den schweren Jungs ihren Anteil zuzustecken. Du musst jedem Jungen das Geld abnehmen und je nach Gewicht des Jungen ihm seinen Anteil gutschreiben. Sonst ist der Junge nicht mehr glücklich und wird untreu. Und dann geht es der Familie nicht gut. Wir wollen glückliche Familienmitglieder, musst du wissen. Deine Aufgabe ist nun, eine Eingabe zu erstellen mit der ich, der Vater der Familie, die Höhe des Anteils jedes schweren Jungen festsetzen kann. Wenn der Junge brav war und sein Geld abgibt, möchte ich ihm seinen zustehenden Anteil geben. Einfache Aufgabe capische?“ Diese Aufgabe erschien Fred wirklich furchtbar einfach. „Kein Problem Giuseppe, das mach ich dir in drei Tagen!“ ,rief Fred freudig aus und schnappte sich seine Kaffeemaschine, eine Pizza und drei Kilo Schokolade und schloss sich im Keller ein.

Er überlegte kurz wie er das lösen will:

„Ich baue eine Eingabemaske mit der Giuseppe seine schweren Jungs erfassen kann. Da gibt er einen Namen, das Gewicht des Jungen und seine ihm zustehenden Prozente ein. Das Ganze speichere ich ab. Wenn Geld reinkommt, wird der Betrag dem jeweiligen schweren Jungen zugewiesen und über eine einfache Prozentrechnung bekommt der schwere Junge seinen Betrag.“ Gesagt, getan. Keine vierhundert Zeilen Code später hatte Fred sein System fertig. Er gab es Giuseppe und der war hell begeistert. „Eccelente! Ich kann endlich meine schweren Jungs sinnvoll verwalten. Jetzt habe ich aber noch ein Problem. Ich kann gar nicht sehen, welche schweren Jungs bisher bei mir arbeiten. Mach mir noch eine Anzeige um alle Jungs darstellen zu können.“ Und wieder war Fred glücklich, dass IT so einfach ist. Dreihundert weitere Zeilen Code und er lieferte eine Liste, mit der Giuseppe alle Jungs anzeigen lassen konnte. „Hm, das ist nicht schlecht. Aber ich möchte auch wissen wieviel jeder Junge im vergangenen Monat an Geld eingebracht hat.“ Also wieder in den Keller und schnell noch eine Liste basteln in der die Gelder der Jungs aufgelistet wurden. „Ja das ist schon brauchbar. Ich habe aber ein Problem. Ein paar der schweren Jungs fühlen sich ungerecht behandelt. Ich möchte jetzt wissen wann ich bei welchem Jungen die Prozentsätze angepasst habe.“ Fred setzte mittlerweile wegen der Schokoladenzufuhr an Gewicht an und glich sich allmählich an die schweren Jungs an. Sein System war nun schon recht komplex. Er musste aus dem bestehenden Code nun die Prozentsätze herausziehen und in eine Historie einbauen. Da Giuseppe ziemlich ungeduldig war, arbeitete er zwei Nächte durch und sah nun aus wie ein geübter Hacker auszusehen hat: Bleich, blutunterlaufene Augen und sich irgendwie nur noch am Kaffeebecher haltend. Die Zusammenarbeit mit Giuseppe ging ein paar Monate in diesem Modus weiter. Giuseppe stellte eine Aufgabe, Fred setzte sie um. Das Geldwäschesystem hatte nun mehrere hundert Komponenten, die Programmteile waren sehr unübersichtlich und Fred baute mehr Fehler ein, als er korrigieren konnte. Kurz vor Giuseppes Geburtstag machte Fred einen fatalen Fehler. Giuseppe wollte eine neue Funktion und Fred sagte: „Ich arbeite jetzt schon seit einem Jahr für dich. Ich möchte mehr Geld von dir haben. Ich bin der einzige der dein Geldwäschesystem versteht und bin somit sehr wichtig für deine Familie.“ Giuseppe antwortete: „Mein Junge, du verstehst das nicht ganz richtig. Niemand droht mir und niemand fordert von mir etwas. Ich verteile die Gaben, niemand sonst.“ Fred kam nicht mehr zur Arbeit und eine Woche später trat im Geldwäschesystem ein Fehler auf. Keine Gelder konnten mehr an die schweren Jungs ausgezahlt werden. Die fanden das nicht sonderlich nett und steckten Fred in Betonschuhe. Fred versank im Familienteich und konnte nicht lange genug die Luft anhalten. Er liegt vermutlich immer noch am Grund und isst heute keine Pizza mehr. Für die Familie waren die Probleme jedoch nicht gelöst. Wer sollte das Geldwäschesystem wieder zum Laufen bringen? Wie können die schweren Jungs bezahlt werden? Giuseppe organisierte drei neue Familienmitglieder die sich um das Geldwäschesystem von Fred kümmern sollten. Sie erreichten, dass das System wieder Gelder auszahlte. Aber sie klagten über diverse Probleme:
  • Die Programmstrukturen sind unübersichtlich
  • Der Code ist nur unzureichend dokumentiert
  • Eine Architektur ist nicht festzustellen
  • Jede Änderung verursacht irgendwo anders einen Fehler
  • Es ist besser neue Funktionen mit neuen Datenstrukturen zu schreiben als die alten zu verwenden
  • Wichtige Komponenten, wie Zugriffskontrolle und Backup, sind nicht vorhanden
Was ist hier schief gegangen? Giuseppe und seine Familie haben diverse Fehler begangen:
  • Die Familie ist im Prinzip von Freds Wissen abhängig. Die erstellte Software kann als Legacy Code angesehen werden. Fred kann die Software aus begreiflichen Gründen nicht mehr warten.
  • Die Familie hat sich in eine Abhängigkeit begeben, da sie nicht dafür sorgte, dass das Wissen von Fred auf andere Familienmitglieder übertragen wurde.
  • Durch die nicht vorhandene Dokumentation und Architektur wird es den drei neuen Familienmitgliedern sehr schwer fallen neue Funktionen anzubringen und das System zu warten.
Fred hat ebenfalls diverse Fehler begangen:
  • Offensichtlich ist es nicht sehr ratsam sich gegen Giuseppe aufzulehnen ;)
  • Er war stolz und sich nicht darüber im Klaren das jeder Mitarbeiter ersetzbar ist.
  • Seine Vorgehensweise ohne Dokumentation und Betriebskonzept ein komplexes System zu erstellen, war definitiv nicht brauchbar, um das System für längere Zeit betreiben zu können.
Es ist somit nicht ratsam darauf zu vertrauen, dass die Software ohne sinnvolle Strukturen erstellt und gewartet wird. Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, Anforderungen an bestehende Systeme ändern sich und der Betrieb einer Software muss durch geeignete Maßnahmen gesichert werden. In der nächsten Episode will ich beginnen zu erläutern, wie ein mögliches Projekt aussehen kann, um auf dem bestehenden Legacy Code aufzubauen und wie eine Migration auf einen wartbaren Code durchgeführt werden kann.

Glossar Informatik und Begriffe rundum die Informatik

Dieses ist das dritte Glossar auf miradlo bloggt, nach dem Glossar zu Blogs und dem Glossar zu Begriffen aus dem Web, starte ich jetzt ein weiteres Glossar mit Begriffen rundum die Informatik. Ergänzend hierzu gibt es die Liste zum Requirements Engineering mit weiterführenden Informationen in  in Büchern und Links. Zumindest vorerst werde ich in diesem Glossar auch auf die Begriffe aus dem Projektmanagement und dem Requirements Engineering eingehen. Sollte das Glossar im Lauf der Zeit zu umfangreich werden, dann lagere ich diese Bereiche aus. "Glossar Informatik und Begriffe rundum die Informatik" vollständig lesen

Quellen zu Softwareentwicklung und Requirements Engineering

Vor einigen Jahren habe ich meine Diplomarbeit zur Einführung von systematischem Requirements Engineering in Softwareprojekten geschrieben. Manches in der Arbeit war sehr speziell bezogen auf das Unternehmen, für das ich die Arbeit erstellte, die Siemens Dematic AG in Konstanz, die heutzutage wieder nur unter dem Namen Siemens geführt wird. Vieles jedoch handelte von den ganz allgemeinen Grundlagen der Softwareentwicklung und des Requirements Engineering.

Teile der Arbeit nutze ich bis heute regelmäßig, um etwas zu erklären oder zu verdeutlichen. Diese Kapitel werde ich nach und nach hier veröffentlichen. Innerhalb der Arbeit nutze ich einige Fachbegriffe und da ich den Text nur überarbeiten, aber nicht neu schreiben möchte, beginne ich diese Serie mit den weiterführenden Informationen zu diesem Thema. Um diese Serie unabhängig von den Vorkenntnissen zu den Themen rundums Requirements Engineering für alle Interessierten verständlich zu halten, folgt diesem Beitrag als nächstes das Glossar zu Softwareentwicklung und Requirements Engineering.

Quellennachweise und weiterführende Informationen

Die Nachweise sind für Bücher und Dokumentationen, bzw. Links jeweils extra aufgeführt.

Bücher und Dokumentationen zu Softwareentwicklung und Requirements Engineering

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Kürzel Autor Titel Verlag Jahr
[CASE] Hruschka, Peter Mein Weg zu CASE Hanser 1991
[DB Systeme] Lötzbeyer, Werner Skript zur Vorlesung Datenbanksysteme an der FH Konstanz   2002
[DIN] DIN Produkt­information Information zu DIN EN ISO 8402 Norm zum Qualitäts­management Beuth Verlag 2001
[Duden1] Dudenredaktion DUDEN Die deutsche Rechtschreibung Bedeutungserklärung Duden 2000
[Duden5] Dudenredaktion DUDEN Fremdwörterbuch Duden 1982
[Echtzeit] Ward, Paul/ Mellor, Stephen Strukturierte Systemanalyse von Echtzeit-Systemen Hanser und Prentice Hall 1991
[IT-effizient] Fuchs, Emmerich /Fuchs, Karl H./ Hauri, Christian H. Requirements- Engineering in IT effizient und verständlich Vieweg Friedr. & Sohn 2002
[Managing SW-Reqs] Widrig, Don / Leffingwell, Dean Managing Software Requirements 2. Edition A Use Case Approach Addison Wesley 2003
[MSA] Yourdon, Edward Moderne strukturierte Analyse Wolfram's Fachverlag 1992
[OO-Analysis] Coad, Peter/ Yourdon, Edward Object-Oriented Analysis Prentice Hall 1990
[OO-Design] Coad, Peter/ Yourdon, Edward Objekt-orientiertes Design Prentice Hall 1994
[OO-Modellieren] Rumbaugh, J./ Blaha, M./ Premer-lani, W./ Eddy, F./ Lorensen, W. Objektorientiertes Modellieren und Entwerfen Hanser und Prentice Hall 1993
[OOAD dt.] Booch, Grady Objektorientierte Analyse und Design Addison Wesley 1994
[OOAD engl.] Booch, Grady Object-Oriented Analysis and Design with Applications 2. Edition The Benjamin/ Cummings 1994
[RE systematisch] Partsch, Helmuth Requirements Engineering systematisch Springer 1998
[RE und Manage–ment] Rupp, Chris/ SOPHIST Gesellschaft Requirements Engineering und -Management: professionelle, iterative Anforderungsanalyse für IT-Systeme Hanser 2001
[SE mit UML] Zuser, W./ Biffl, S./ Grechening, T./ Köhle, M. Software Engineering mit UML und dem Unified Process Pearson Studium 2001
[Spiral] Boehm, Barry A Spiral Model of Software Development and Enhancement Software Enginee­ring Notes 11:22-42 1986
[Strategien] Hatley, Derek/ Pirbhai, Imtiaz Strategien für die Echtzeit-Programmierung Hanser 1993
[SW Economics] Boehm, B.W. Software Engineering Economics Prentice Hall 1981
[SW-Technik] Balzert, Helmut Lehrbuch der Software-Technik Band Software-Management Spektrum Akadem. 1998
[UML Benutzer] Booch, Grady/ Rumbaugh, Jim/ Jacobson, Ivar Das UML-Benutzerhandbuch Addison-Wesley 1999
[UML kurz] Oesterreich, Bernd Die UML-Kurzreferenz für die Praxis Oldenbourg 2002
[UML SW] Stevens, Perdita/ Pooley, Rob UML Softwareentwicklung mit Objekten und Komponenten Pearson Studium 2000
[UML UP] Arlow, Jim/ Neustadt, Ila UML and the Unified Process Pearson Education 2002
[Verify] Boehm, B.W. Verifying and Validations SW-Requirements IEEE Comp Society Press 1984
[Vorgehens­modelle] Bunse, Christian/ von Knethen, Antje Vorgehensmodelle kompakt Spektrum Akadem. 2002
[Wasserfall] Royce, Winston W. Managing the development of large software systems Proceedings of IEEE WESCON 1970
[XP] Beck, Kent extreme Programming explained Addison Wesley 2000

Links zu Softwareentwicklung und Requirements Engineering

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[Glinz] Martin Glinz Link zu den Publikationen, da die ursprünglich genutzte Quelle nicht mehr verfügbar ist. Veröffentlichungen
[IEEE] IEEE-STD 982.2-1988 IEEE Standard Dictionary of Measures to Produce Reliable Software http://standards.ieee.org/reading/ieee/std_public/description/se/982.2-1988_desc.html
[Rational] Link nicht mehr wie verwendet erreichbar, vergleichbare Informationen siehe: IBM Rational Developer Network http://www.ibm.com/developerworks/rational/
[ROI] Dean Leffingwell ROI siehe ebenfalls: IBM Rational Developer Network http://www.ibm.com/developerworks/rational/
[SD Aushänge] Informationen über die Geschichte des Unternehmens kommen von den Informationsaushängen des Jahres 2004 in der Empfangshalle der damaligen Siemens Dematic AG weitere Quellenangaben sind nicht sinnvoll, da sich die Webadressen zu häufig ändern. Die Siemens an sich, zu der der Standort Konstanz gehört ist unter: http://www.siemens.de/ zu erreichen.
[SE Glossar] Das Glossar ist so nicht mehr online, weitere Infos über Requirements Engineering gibt es jedoch nach wie vor unter: http://www.melchisedech.net/index.php?Requirements_Engineering
[Standish] http://www.standishgroup.com/ Originallink nicht mehr erreichbar
[UML deutsch] http://www.jeckle.de/uml.de die Seiten werden nicht mehr erweitert, da der Autor verstorben ist, sind jedoch in unveränderter Version seit Mitte 2004 online.
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Softwareprojekte ::: von Zitronenfaltern, dicken Programmen und fools with tools

Wer glaubt das Projektleiter Projekte leiten der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten. Ich weiß zwar nicht, von wem dieser Spruch ist, aber der stimmt schon ziemlich gut. Ein weiterer Spruch den ich wirklich super finde, ist: „Die dümmsten Programmierer haben die dicksten Programme.“ Und dann ist da noch „a fool with a tool is still a fool“ Ich arbeite meistens als Zitronenfalter, habe viel mit dicken Programmen zu tun und setze die lustigsten Werkzeuge ein. Wenn ich zwischendurch von der Projektbaustelle nach Hause komme erzähle ich meiner Frau, was ich so den ganzen Tag über an lustigen, spannenden, unsinnigen und merkwürdigen Erlebnissen habe. Da ich sie jetzt schon mehrere Jahre mit all den verschiedenen Anekdoten zutexte hat sie gemeint: „Schreib doch deine Erfahrungen in einem Blog, dann können Andere auch noch damit etwas anfangen.“ Die Idee fand ich lustig. Zuerst hatte ich mir noch überlegt ob das überhaupt jemand lesen will. Dann habe ich nachgedacht, was ich überhaupt erzählen darf. Schließlich sind die Projekte in Firmen durchgeführt worden und die haben bekanntlich etwas dagegen, wenn man interne Abläufe, Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten im Internet veröffentlicht. Damit hier niemand zu schaden kommt (und ich nicht am Ende gegen einen Arbeitsvertrag verstoße) habe ich mir eine kleine Story überlegt, die ich hier im Blog, im Lauf der Zeit zusammensetzen werde. Sämtliche Namen, Firmen und Gegebenheiten sind frei erfunden. Die Erkenntnisse habe ich aus meinen Projekten zusammen gesammelt und die sind echt. Ich werde euch diese Episoden in loser Reihenfolge hier erzählen. Viel Spaß beim Lesen und Anwenden!

Firefox diverse Plugins für Multimedia-Webseiten

Meistens nutze ich vor allem Webseiten, die sauber in HTML und CSS erstellt wurden und vor allem aus Text und Bildern bestehen. Ab und zu möchte ich jedoch mal ein Video oder ähnliches anschauen oder ausprobieren. Die Standardinstallation des Firefox auf Gentoo enthält nicht alles, was für spezielle Multimedia-Anwendungen benötigt wird. Beispielsweise für den Test einer Webseite auf dem Simulator Opera Mini braucht man, ein, von Firefox erkanntes, Java. Java an sich, genügt nicht, weil Firefox es nicht als solches erkennt. Für Gentoo hilft dabei die Anleitung zu Java und Firefox. Damit lassen sich bereits viele derartige Anwendungen und Videos ansehen.

ZDF-Mediathek

Die ZDF-Mediathek-Videos sind etwas hartnäckiger, aber mit dem VLC-Player, der Anleitung von VLC für Gentoo und den passenden Gentoo Use-Flags, welche das sind steht bei den Download-Anweisungen für Gentoo, klappt auch das. Für Gentoo gibts den Player im Portage, er kann mit emerge vlc installiert werden. Weitere Hinweise im Gentoo-Wiki unter ZDFmediathek. Vorher sollte in der Datei package.use im /etc/portage/ Folgendes eingetragen werden: media-video/vlc dvd ffmpeg mpeg mad wxwindows aac dts a52 ogg flac theora oggvorbis matroska freetype bidi xv svga gnutls stream vlm httpd cdda vcd cdio live nsplugin Das nlsplugin nicht vergessen, wenn man die Mediathek, z.B. im Firefox anschauen möchte.

Weitere Plugins

Ich nutze somit insgesamt die folgenden Plugins:
  • mplayerplug-in
  • Kaffeine Starter Plugin
  • Adobe SVG Viewer plug-in
  • VLC Multimedia Plugin
  • OpenOffice.org Plug-in
  • Helix DNA Plugin: RealPlayer
  • Shockwave Flash
  • Java(TM) Plug-in
  • VLC Multimedia Plugin
Bei mir funktionieren damit bisher alle Videos und sonstigen Anwendungen, die ich nutze. Inklusive dem direkten Öffnen von PDFs aus dem Firefox heraus.

miradlo Webapplikationen und Webdesign in Konstanz ist in neuer Version online

Seit einiger Zeit hatten wir es geplant, aber aus Zeitgründen wurde es immer wieder verschoben; jetzt ist sie online: miradlo Informatikdienstleistungen, Webapplikationen und Webdesign in Konstanz steht in vollständig überarbeiteter Version. Das Design ist luftiger und leichter geworden und passt jetzt optisch besser in die Zeit des Web 2.0. Unsere Unternehmensseite ist ansonsten keine echte Web 2.0-Seite, da sie nicht interaktiv auch von Besuchern gestaltet wird. Dafür gibt es dieses Blog, in dem Besucher kommentieren können. Aus unseren bisher rund zehn, teils sehr langen, Seiten sind inzwischen über dreißig geworden. Die ungefähre Seitenangabe bedeutet nicht, dass ich nicht weiß, wieviele Seiten wir haben, sondern liegt daran, dass ich die individuellen Fehlerseiten nicht zu den eigentlichen Informationsseiten zähle. Unsere Inhaltsseiten wurden stärker miteinander verlinkt, um Besuchern, die für sie relevanten Inhalte möglichst leicht zugänglich zu machen, egal auf welcher Seite des Webauftritts sie gerade sind. Die inzwischen zweistufige Navigation ermöglicht es leichter die einzelnen Themen zu finden. Die Hauptinhalte sind nach wie vor insbesondere die Bereiche Web, Webapplikationen und Webdesign. Damit zusammenhängende Themen, wie Suchmaschinenoptimierung haben wir ergänzt, klarer strukturiert und genauer beschrieben. Völlig neu ist der Bereich Druckerzeugnisse, da wir seit Februar Roman, unseren Mediendesigner, im Team haben. Ab sofort können wir jetzt alles aus einer Hand anbieten: Vom Logo über die Visitenkarte, den Webauftritt oder die Webapplikation bis hin zu den passenden Schulungen. Kleine Spielereien, die ich schon lange wollte, sind jetzt ebenfalls enthalten. Das Bild auf der Startseite wechselt je nach einstellbarer Uhrzeit, ebenso wie der Begrüßungstext. Bisher gefällt die neue Version nicht nur uns, sondern auch den ersten Besuchern, sehr viel besser.

Der Winter geht ::: neues Design auf miradlo bloggt

Auch wenn "Emma" noch unangenehm stürmt, bei uns in Konstanz blühen seit Wochen Schneeglöckchen, und inzwischen auch die Narzissen und Hyazinthen. Für mich passt somit das Winterdesign nicht mehr, es geht in Richtung Frühling. Mich faszinieren Amaryllis schon immer, diese, die das aktuelle Design beherrscht, war besonders schön und blühte zweimal sehr lang mit mehreren Blüten. Die Amaryllis passt für mich als Zwischenstufe vom Winter zum Frühling sehr gut.
  • Screenshot Winterdesign miradlo bloggtWinterdesign
Ab sofort also nicht mehr das winterliche Webdesign wie noch auf dem Bild, sondern mit Blüten in Richtung Frühling. Im Laden bleibt es noch bis morgen winterlich, weil am Dienstag die Handwerker kommen, die ein Abwasserrohr austauschen, welches durchs Schaufenster läuft. Wir hoffen, dass damit dann auch das Tropfen im Schaufenster behoben wird... Sobald die Reparaturen abgeschlossen sind, werden wir neu dekorieren.
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