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Barcamp Bodensee in Friedrichshafen am kommenden Wochenende

In der Anfahrtsbeschreibung zum Barcamp steht:

"Difficult because lake in the way :-) Chose to drive around and then use either western or eastern approach."

Das stimmt natürlich nur bedingt, denn es gibt die Fähre Romanshorn-Friedrichshafen, siehe Bild und nicht ganz direkt, aber für diejenigen, die aus Richtung Konstanz starten, existiert die Fähre Konstanz-Meersburg, auch "schwimmende Brücke" genannt. ;-)

  • fähre friedrichshafen romanshornFähre
  • blick von friedrichshafen auf den bodenseeBodensee von Friedrichshafen aus
  • konstanz rheinbruecke mit zeppelinZeppelin über Konstanz
Einen Artikel zum Barcamp mit Bild des Veranstaltungsortes gibts bei doubleslash. Wir berichteten ja bereits im April davon, dass wir hingehen im Artikel übers Barcamp. Weitere Berichte liefert die Google-Blogsuche. Das Barcamp Bodensee findet am Wochenende des 31. Mai und 1. Juni in Friedrichshafen statt. Wer noch nie am Bodensee war, kann sich anhand der Bilder einen ersten Eindruck verschaffen. Die Bilder sind aus verschiedenen Jahreszeiten, See und Himmel können jedoch auch innerhalb eines Tages so unterschiedlich aussehen. Inzwischen sind fast 200 Teilnehmer angemeldet und viel mehr wären auch nicht zugelassen, maximal wohl 220. Dabei ist mit einkalkuliert, dass es noch kurzfristige Absagen gibt. Wer Interesse hat mal zu sehen, was bisher an Themen angeboten wird, bzw. gewünscht wird erfährt das und mehr auf den Seiten des Barcamps Bodensee.

Projektleiter der Welt vereinigt euch! ::: Blogparade

Vor dem letzten 1. Mai bin ich an einem Schild vorbei gekommen, auf dem stand „Proletarier der Welt vereinigt euch!“ Dummerweise habe ich das nicht richtig gelesen und dachte dann; es heißt „Projektleiter der Welt vereinigt euch!“ Im Prinzip ist es das Gleiche :) In Firmen ist der gemeine Projektleiter ein Einzelkämpfer. Firmen haben im Normalfall mehr Projekte als Mitarbeiter. Also muss darum gestritten werden, wer die wertvollen Mitarbeiter bekommt. Und oft gilt dabei, dass der lauteste Brüllaffe die Ressourcen zugeteilt bekommt. Ok, bisher hatte ich Glück und war der beste Brüllaffe. Aber eigentlich müsste das auch anders möglich sein, oder? Also warum vereinigen sich die Einzelkämpfer nicht und bringen die Projekte „gemeinsam“ durch? Häufig ist das so, weil die Projektleiter so erzogen worden sind und glauben nur dann ihre Projekte zum Ziel führen können, wenn sie die anderen Projekte aus dem Weg räumen. Ich habe es schon ein paarmal probiert und es klappt auch ohne gegeneinander zu kämpfen. Wie es überall im Leben so ist, oft geht es auch einfach besser, wenn man die Mitarbeiter gemeinsam einplant und managed. Das ist zumindest meine Meinung. Man muss zwar aufpassen, dass die Projekte fair mit Mitarbeitern ausgestattet werden und die einzelnen Projektleiter ihren Job durchführen können, jedoch das Einzelkämpferdasein halte ich für ziemlich idiotisch.

Blogparade zu folgenden Fragen

  • Was sind eure Erfahrungen?
  • Arbeitet ihr mit euren Projektleiterkollegen zusammen oder führt ihr ein Einzelleben?
Eine kleine Diskussion zu diesem Thema fände ich toll... Teilnehmen könnt ihr an der Blogparade bis einschließlich 16. Juni, sowohl in den Kommentaren, als auch mit Beiträgen auf eurem Blog. Ich bin gespannt auf eure Berichte.

Verlängerung bis  24. Juni

Wer noch mitdiskutieren möchte, kann bis noch bis einschließlich zum 24. Juni, teilnehmen.

Bücherliste zu Webdesign, Projektmanagement, Informatik usw.

Hier im Blog gibts ja bereits die Quellenliste zu Requirements Engineering. Inzwischen ist auch unsere Bücherliste, mit den bei miradlo genutzten, Büchern online. Ganz vollständig ist sie noch nicht, aber wir arbeiten dran. Da es einfacher ist, diese Liste als eigenständige Seite, laufend zu aktualisieren, habe ich mich entschlossen, sie außerhalb des Blogs im allgemeinen Bereich unterzubringen. Die Bücherliste enthält die Titel, die in unseren Bücherregalen zu finden sind. Angefangen haben wir bereits mit Kurzkommentaren zu den Büchern, so dass ihr nachschauen könnt, welche Bücher wir für besonders empfehlenswert halten. Die Kommentare werden wir im Lauf der Zeit noch ergänzen, die Liste als solche natürlich ebenfalls. Wir haben Bücher aus folgenden Bereichen aufgeführt:
  • CSS
  • Webdesign
  • Linux
  • Projektmanagement
  • Informatik
  • Programmieren (PHP, Java...)
  • Usability, Barrierefreiheit usw.
  • Design
Darüber hinaus haben wir eine kleine Serie der diversen Versionen des Dudens. Das Kochbuch für Geeks ist ebenfalls dabei, eine gute Freundin hat mir das geschenkt. Sicherlich nicht in der Hoffnung, dass ich deshalb koche, sondern eher als Anregung, was ich mir von den kochenenden Menschen in meiner Umgebung wünschen könnte und einfach so zum Amüsieren. Ja, es stimmt, was ihr daraus schließt: ich koche nicht, auch nicht ein bisschen, auch nicht ab und zu. Zumindest dann nicht, wenn es nicht zählt, Tiefkühlgemüse in der Mikrowelle zu erhitzen und wenn die Definition ist, dass Salat nicht gekocht wird. ;-)

miradlo bloggt mit weißen Narzissen im Hintergrund

Einige Zeit passten die Abendwolken, die von einem Bild aus dem Hotelzimmer in Wien stammten, für mich ganz gut. Solange das Wetter häufig kühl und trüb war, fand ich die Stimmung prima. Jetzt nach den ersten Tagen mit Sonnenschein und Temperaturen, die auch abends auf den Balkon lockten, mochte ich die eher melancholische Stimmung nicht mehr sehen...
  • Screenshot letztes DesignAbendwolken über Wien
Nein, "alles neu macht der Mai" nicht, die Struktur von miradlo bloggt hat sich nicht geändert, aber ein bisschen was habe ich angepasst. Je nach Monitor und Browser waren die Links im Text schlecht lesbar und der hover bei den Schlagwörtern passte nicht so, wie ich das wollte, das habe ich repariert. Neu ist auch wieder mal das Hintergrundbild, welches aus meiner Sicht die Optik stark verändert und deshalb wie immer in einem Beitrag angesprochen wird. Um jedoch auch denen gerecht zu werden, die sich von der Ankündigung einer Designänderung eine vollständige Umstellung erwarteten, werde ich in diesem Zusammenhang, ab sofort eher von Optik, als von Design schreiben. Die weißen Narzissen blühten vor kurzem auf meinem Balkon. Wer von euch sich wundert, dass ich so häufig Pflanzen als Hintergrund bevorzuge, dem sei gesagt, dass da die Gärtnerin durchkommt, mein erster Ausbildungsberuf vor langer Zeit.

Webentwicklung mit Linux und seinen Programmen

Teil III der Artikelserie zu Linux in der Webentwicklung von Peter Kröner, befasste sich mit den Programmen. Beim Vorschlag Gimp brandete in den Kommentaren die übliche Diskussion auf, dass Gimp nicht wie Photoshop sei. Nun, ich kann zu Photoshop nichts sagen, ich habe es ein- zweimal bei jemand gesehen aber nie benutzt. Allerdings kann ich zu Gimp manches sagen. Ob das Argument stimmt, dass Gimp mit Photoshop-Dateien nicht klar käme, kann ich nicht beurteilen, da wir bisher selten Daten austauschen mussten. Für Logos, bekamen wir bisher noch jedes Mal ein Format, z.B. PDF, welches sich nutzen ließ. Denn es gibt ja nicht nur Gimp, auch Scribus und Inkscape sind durchaus hilfreich, je nach Anforderung. Was meines Erachtens absolut nicht stimmt, ist die Unübersichtlichkeit von Gimp, die alle Windows-Nutzer anführen. Gimp funktioniert hervorragend und sehr übersichtlich, wenn man es mit den Mitteln von Linux entsprechend nutzt. "Webentwicklung mit Linux und seinen Programmen" vollständig lesen

Linux mit KDE: Schriftgrößen und Optik in Firefox, Gimp und Eclipse

Ich nutze Gentoo mit KDE, damit lassen sich normalerweise alle Schriftgrößen komfortabel übers Kontrollzentrum einstellen. Das gilt allerdings nur für die Programme, die auf KDE basieren.
  • eclipse in StandardeinstellungEclipse ohne weitere Konfiguration
  • eclipse mit Schriftanpassung mittels gtkEclipse mit angepasster Schrift
Damit wirken sich die Einstellungen nicht auf Programme aus, die mit gtk zusammenarbeiten, z.B. Firefox, Gimp und Eclipse. Im Firefox liessen sich die meisten Einstellungen schlussendlich über die userChrome.css, die in /home/username/.mozilla/firefox/profilname/chrome angelegt wird, lösen. Im Gimp waren die Schriften nicht toll, aber akzeptabel. Leider gilt das nicht für Eclipse, Eclipse lässt zwar einige Einstellungen zu, unter: Window/Preferences/General/Appearance/Colors and Fonts das betrifft jedoch nicht das Menü, den Navigator und die Meldungen unter Console, Problems usw. Je nach Rechner passen die Standardeinstellungen ganz gut, auf meinem Mini-Laptop waren diese Angaben jedoch so riesig (siehe Screenshot von Eclipse ohne weitere Konfiguration), dass sich damit nicht arbeiten ließ. Laut Eclipse-Hilfe lässt sich für motif folgendes nutzen, mit der Angabe in .Xdefaults
  • eclipse*fontList:-misc-fixed-medium-r-normal- -6-100-75-75-c-60-iso8859-1
  • danach xrdb ~/.Xdefaults
Damit war es ein bisschen besser, aber noch immer sah es nicht so aus, wie ich wollte. Daher ging ich auf die Suche nach weiteren Möglichkeiten, ebenfalls aus der Eclipse-Hilfe gab es einen Hinweis zum Editieren der .gtkrc-2.0, aber auch das klappte nicht. Die weitere Recherche brachte mich zum Gentoo-Wiki da gehts jedoch vor allem um Schriftarten, die waren jedoch alle ok, ich hatte "nur" ein Größenproblem. Im Gentoo-Forum half einem Eclipse mit gtk zu emergen, das war bei mir jedoch bereits der Fall.Wieder aus dem Gentoo-Forum kam der Tipp:

emerge gtk-chtheme

Eine kurze Recherche ergab, dass dieses kleine Programm sowohl Schriftart, als auch Schriftgröße :-) ändert und sofort auch anzeigt. Damit klappte das mit der Größe in Eclipse. Für den Firefox ist meine zusätzliche userChrome.css bezogen auf Schriftgrößen so:

/ Schriftgröße für Dialoge und ähnlichen Text*/ window{ font-size:1em !important; font-family: bitstream-vera-sans, dejavu sans condensed, sans-serif ; color:#0c2940; } / Schriftgröße für die diversen Leisten / toolbar, urlbar, menubar, menubutton, menulist, menu, menuitem{ font-family: bitstream-vera-sans-mono, dejavu sans condensed, helvetica, sans-serif ; font-weight: bold !important; font-size: 1em !important; color:#0c2940 !important; } #toolbar-menubar{ font-family: bitstream-vera-sans-mono, dejavu sans condensed, helvetica, sans-serif ; font-weight: bold !important; font-size: 1em; color:#0c2940 !important; } / Schriftgröße fürs Menü / menu{ color:#0c2940 !important; font-size:1.2em !important; } Einige Größen musste ich nochmal anpassen, die waren jetzt in Kombination mit der gtk-Änderung doch sehr klein; naja, eher unlesbar ;-) Insgesamt jedoch hatte ich nun bei Firefox und Eclipse eine lesbare und übersichtliche Darstellung.

Gimp, Firefox und Eclipse: Oberfläche anpassen

  • eclipse mit angepasstem gtk-Themeneues gtk-Theme in Eclipse
Ich wollte da schon aufhören und war gerade dabei die Bilder für diesen Artikel in Gimp anzupassen, als mir auffiel, dass Gimp ebenfalls auf gtk basiert. (Ja, ja bei Gnu Image Manipulation Programm hätte ich dran denken können) Die Schriften in Gimp waren gut, aber die Oberfläche war hässlich dunkelgrau. Offensichtlich hatte die Änderung da irgendwas überschrieben. Also gut, nochmal ins Netz gekrabbelt und ein bisschen recherchiert. Bei den Tipps zu passenden Themes für gtk empfahl einer auch eine gtk-engine zu installieren, da viele Themes sonst nicht funktionieren. Die Suche im Portage (managt in Gentoo Pakete) ergab als ersten Eintrag eine Kombination aus einigen Grund-Themes und einer gtk-engine. Das klang gut, damit hätte ich mehr als ein Theme, da würde schon was passendes dabei sein. Tatsächlich nach der Installation von x11-themes/gtk-engines gabs mehrere Themes und eins war dabei, was meinem Geschmack entsprach und in allen drei Programmen ein angenehmes, helles, gut lesbares Erscheinungsbild lieferte, siehe den Screenshot für Eclipse mit diesem Theme. Hinweis: Die gesamte Beschreibung bezieht sich auf KDE 3.5, zumindest bei den ersten Tests mit KDE 4.04 klappt es so nicht, die Umstellung zeigt keine Wirkung. Eine erste ungetestete Recherche ergab, dass es mit gtk-kde4 klappen sollte, mehr dazu bei phorolinux.com.

Episode 8: Vorstudie strukturieren ::: Softwareprojekte

Ein Projekt ist einmalig. Es ist mit gewissen Risiken verbunden und ist, da es einmalig ist, nicht mit einem anderen Projekt direkt vergleichbar. Das ist eine in allen Lehrbüchern beschriebene Tatsache. Wenn Projekte einmalig sind, wieso geht man dann immer mehr oder weniger gleich an Projekte heran? Ganz einfach: Projekte können anhand bestimmter Eigenschaften klassifiziert werden. Und so ist die Herangehensweise natürlich pro Projekttyp sehr ähnlich. Wenn ich hier jetzt beschreibe, wie die Vorstudie zu strukturieren ist, kann das keine allgemeingültige Beschreibung sein. Es ist eine mögliche Art die Vorstudie zu strukturieren. Wenn man nichts hat, kann man sich hier ein paar Ideen herausfischen. Andere Themengebiete sind nicht relevant oder durch diese Vorstudie nicht abgedeckt. Also: Selber kreativ sein und Hirn einschalten! Nicht alles was Roland sagt stimmt. Normalerweise laber ich sogar ziemlich viel Mist. Das kommt daher, dass es keine einzige Wahrheit gibt. Die Projektmanagementwelt ist bunt und nicht schwarz- weiß. Thomas befragte in der ersten Woche die Entwickler, Giuseppe, den Familienvater der anderen Firma und einige schwere Jungs. Thomas ist (so wie ich) ein bisschen schwer von Begriff. Aber nach der Woche war ihm klar, dass er sich mit einer kriminellen Vereinigung eingelassen hatte und so schnell da nicht mehr herauskommen wird. Welchen Zweck die Betonschuhe und der Familienteich haben wurde ihm auch klar. „Was solls, wenn man schon Mist baut, dann wenigstens Spaß dabei!“, sagte er sich. Da an kündigen nicht zu denken war, entschied Thomas sich das Projekt durchzuführen. Er erstellte eine Vorlage für eine Vorstudie mit folgenden Kapiteln (zu den Begriffen siehe Glossar Informatik):

Einleitung / Management Summary

Hier wird auf maximal einer Seite beschrieben was mit dem zu erstellenden System erreicht werden soll. Es soll den Auftraggebern eine Zusammenfassung geben, was sie erhalten und die wichtigsten Eckpunkte auflisten.

Systemübersicht

Falls möglich, sollte gleich eine sehr grobe Systemübersicht dargestellt werden.

Anforderungen

Auflistung der Eigenschaften die dieses System haben soll. Die Anforderungen werden in funktionale und nicht-funktionale Anforderungen aufgegliedert. Hier kann schon mit Usecases gearbeitet werden. Wie die Anforderungen zusammen gesammelt werden ist im Prinzip nicht wichtig. Hauptsache sie sind eindeutig identifizierbar und so vollständig wie möglich. Beispielsweise kann man jeder Anforderung eine Nummer geben. Diese Nummer kann man später wieder verwenden.

Funktionale Anforderungen

Hier wird beschrieben was man mit dem System später machen kann. Zum Beispiel „Anf#82: Verwalten der schweren Jungs“ oder „Anf#98 Auflistung wie viel Schmuggelware abgegeben wurde“ Weiterhin sind funktionale Anforderungen die Beschreibung der Schnittstellen und anzubindenden Systeme.

nicht-funktionale Anforderungen

Wie der Name schon sagt- handelt es sich hier um Anforderungen, die nichts direkt mit der Funktion zu tun haben. Im Prinzip ist es egal ob eine Berechnung 100 Tage benötigt. Wenn nach 100 Tagen das Ergebnis der Berechnung vorliegt, hat die Funktion funktionert. Eventuell sind 100 Tage aber ein bisschen lange um 20+30 zu rechnen ;)

Sicherheitsanforderungen

Welche Personen dürfen auf welche Daten zugreifen? Wie schützen wir uns vor anderen Familien oder der Steuerbehörde?

Geschwindigkeit

Wie lange darf eine Bearbeitung dauern?

Mengengerüste

Wie viele Mitarbeiter, Daten und Zugriffe sind zu erwarten?

Betreibbarkeit

Welche Service Levels müssen vereinbart werden? Vor allem bei einem System, indem Personen direkt betroffen sind, muss man sich hier besonders viel Gedanken machen. Wie viel Wartungsfenster sind zu erwarten? Welche weiteren Kriterien sind hier zu beachten? (Rechenzentrumeigenschaften usw.)

Rechtliche Fragen

Was erlaubt das Gesetz? Im Fall der Familie: was ist erlaubt und was wird geahndet?

Desaster Recovery

Wie schnell müssen welche Funktionen nach einer Katastrophe wieder verfügbar sein? Welche Vorgaben sind in der Firma vorhanden?

Business Continuity

Wie wird gewährleistet das im Katastrophenfall die Geschäfte weiter getätigt werden können? Von welchen IT-Systemen ist die Firma abhängig?

Wartbarkeit

Gibt es spezielle Anforderungen an die Wartbarkeit der Systeme? Beispielsweise sind die Legacy Systeme weiterhin zu warten. Wie soll das gewährleistet werden?

Erweiterbarkeit

Jedes System muss erweiterbar sein. Wo sind die Grenzen? Woran kann erkannt werden, dass diese Grenzen erreicht werden?

Dokumentation

Welche Dokumentation (Betriebsdokumente, Sourcecode Beschreibung usw.) muss erstellt werden?

Stakeholder

Welche Personengruppen sind im späteren Projekt zu beachten? Je politischer ein Projekt ist, desto wichtiger ist es zu wissen, wen man alles informieren muss. Dieser Punkt kommt zwar später wieder in der Projektbeschreibung, doch schadet es nichts, sich schon sehr bald darüber klar zu werden, wer alles betroffen ist.

Abgrenzungen

Was ist nicht Aufgabe dieses Systems? Diese Frage ist sehr wichtig. Ansonsten wird man mit ungeplanten Anforderungen zugeschüttet. Beispielsweise ist das bestehende System deshalb so komplex, da während des Erstellens immer neue Anforderungen hinzugefügt wurden. Hier kann erkannt werden, dass die Vorstudie unter Umständen schon ein eigenes Projekt ist. Bei großen Systemen wird daher die Vorstudie schon als Evaluationsprojekt durchgeführt. Egal wie groß ein Projekt ist, ich kann nur empfehlen eine gewissenhafte Vorstudie durchzuführen. Jede Überlegung in diesem Bereich spart euch hinterher das Vielfache an Ärger, Fehlern und Aufwänden!

Episode 7: Requirements für die Vorstudie ::: Softwareprojekte

An einem verregneten Morgen kam Giuseppe mit einem Fremden zur Türe herein. Hans, Karl und Orlando waren sofort ziemlich nervös. Nie kam Giuseppe persönlich zu ihnen in die Häckerecke. „Ich möchte euch über unsere neuesten Familienaktivitäten unterrichten“, begann Giuseppe. „Wir haben mit einer Familie in einer anderen Stadt funssioniert. Unsere Geschäftsfelder passen optimal zusammen. Die neue Familie hat sich auf die Verteilung von bewusstseinserweiternden Mitteln spezialisiert. Wir sind gut im Geld waschen und zusammen können wir sehr viel Profit für die Familien erwirtschaften. Die andere Familie hat ebenfalls ein Verwaltungssystem und wir müssen unsere Systeme miteinander verschmelzen.“

Orlando war begeistert

„Das ist ja toll! Da können wir sicher voneinander profitieren und neue Integrationsmethoden lernen.“ Hans und Karl standen etwas abseits und ihre Gesichtsfarbe glich der Wand. Sie waren schneeweiß. Hans stotterte: „Das bedeutet nicht nur neue Funktionalität sondern eine Erweiterung der Basisfunktionalität. Wir haben kein System erstellt das mandantenfähig oder auf Austausch mit anderen Systemen ausgelegt ist.“ Giuseppe grinste: „Bevor wir weiter reden möchte ich euch Thomas vorstellen. Thomas ist ein Softwarearchitekt und Projektleiter der im Bereich der Fusionierung von Firmen schon mehrmals wahre Wunder vollbracht hat. Wir haben ihn eingestellt um die beiden Firmen sicher miteinander verbinden zu können. Weiterhin haben wir diverse Expansionspläne erarbeitet. Dem Familienrat ist klar, dass unsere heutigen Verwaltungssysteme uns nicht weiter optimal unterstützen können. Das bedeutet wir werden investieren und ihr braucht euch vorerst keine Sorgen um Betonschuhe und Tauchgänge machen.“ Giuseppe verabschiedete sich und Thomas ließ sich von den Dreien in die bestehende Umgebung einführen.

Eintrag in das Projekttagebuch von Thomas

Wie immer endete der erste Tag mit „das schaff ich nie“ Gedanken. Davon lass ich mich natürlich nicht abschrecken. Die drei Kollegen sind ziemlich eingeschüchtert und haben Angst. Ich bin neu in der Firma und werde das Problem hoffentlich bald erkennen. Was Giuseppe mit den Betonschuhen und Tauchgängen gemeint hat, verstehe ich noch nicht. Folgende Punkte habe ich bereits erkannt:
  • Giuseppe scheint ein ziemlich unstrukturierter Auftraggeber zu sein. Seine Ziele sind unklar und müssen genauer analysiert werden.
  • Die Firma befindet sich in einer Fusionierungsphase und das bedeutet einen enormen Change, sowohl bei der Infrastruktur wie auch bei den Mitarbeitern.
  • Die Fähigkeiten der drei Entwickler schätze ich als ausreichend ein. Sie sind Bastler und müssen zuerst an eine vernünftige Vorgehensweise gewöhnt werden.
  • Das Verwaltungssystem ist monolitisch aufgebaut.
  • Es besteht aus Eigenentwicklung ohne offenen Standards
  • Die Strategie und die Pläne der Firma sind nicht klar beschrieben. Hier muss eine umfassende Anforderungsanalyse durchgeführt werden.
  • Projektmanagement-Prozesse und -Vorlagen sind nicht vorhanden

Was hat Thomas an seinem ersten Tag gemacht?

Er hat begonnen sich ein allgemeines Bild der Lage zu machen. Er hat die vorhandenen Rahmenbedingungen abgesteckt. Am ersten Tag ist es unmöglich schon alles zu überblicken. Er muss sich an das Thema herantasten. Mit seiner Aufzählung hat er weiterhin begonnen eine Schwachstellenanalyse durchzuführen. Die Eckpunkte werden ihm helfen die Vorstudie erstellen zu können. Das bedeutet, dass man eine Vorstudie erst erstellen kann, wenn man hierfür schon diverse Anforderungen zusammengestellt hat. Diese Aussage klingt logisch, doch einige Kollegen erstellen Vorstudien ohne das tatsächliche Problem zu beschreiben. Vor allem bei Projekten die ähnlich aussehen wie bereits erstellte, verfällt der Projektleiter gerne in den Modus „Hey das kenne ich, das mach ich gleich nochmal!“ Ich kann davon nur abraten. Ein paar Stunden, oder gar Tage, Anforderungen zusammen tragen, spart im Projektverlauf das vielfache an Ärger und Kosten. Einen Nachteil hat diese Vorgehensweise: Niemand bekommt hinterher mit, dass sinnvolle Vorarbeit geleistet wurde. Das kann manchmal ziemlich frustrierend sein. Aber so ist das Projektleben. Wenn es gut läuft wird niemand etwas vom Projekt mitbekommen. Dann ist es einfach fertig gestellt worden.

Wordpress sicherer machen ::: ohne den sonst existierenden admin

Wordpress-Attacken häufen sich insbesondere in den vergangenen Wochen. Anders als sonst oft, sind dieses Mal wohl auch aktuelle Versionen betroffen. Einige empfehlen daher, den von Wordpress grundsätzlich angelegten admin, umzubenennen. Im Web fanden sich Anleitungen, teils auch auf deutsch (jedoch inzwischen nicht mehr erreichbar, deshalb Link gelöscht) und von Wordpress, wie dazu auf die Datenbank zugegriffen werden muss. Klar, auf diesem Weg geht es ganz sicher, andererseits fand ich, ist das nicht gerade anfängertauglich. Für viele ist die Hemmschwelle da zu groß, es zu versuchen.

Einfacher Würg-around (siehe Glossar ) ::: admin löschen

Das Ganze geht auch einfacher: Den Benutzer admin kann man löschen. Halt, Moment, langsam, nicht gleich ausprobieren! 

"Wordpress sicherer machen ::: ohne den sonst existierenden admin" vollständig lesen

Bilder und Grafiken nur mit CSS erstellt

  • Grafik nur mit Cascading StylesheetsEule nur mit CSS
  • Grafik nur mit Cascading StylesheetsHaus nur mit CSS
  • Grafik nur mit Cascading StylesheetsHerz nur mit CSS
  • Grafik nur mit Cascading StylesheetsHomer nur mit CSS
Vieles lässt sich mit CSS machen, zumindest wenn Bilder, Grafiken und Fotos für das Layout eingesetzt werden. Tolle Beispiele bietet der css Zen-Garden auf den ich ja nicht zum ersten Mal hinweise. Beispielsweise gibt es dort bei den neuen Designs die folgenden beiden: Kyoto Forest und Under the Sea! Nicht jedes Design im Zen Garden ist in genau dieser Form praxistauglich einsetzbar, jedoch zeigen die vielen verschiedenen Layouts, welche immensen Möglichkeit CSS bietet. Denn nach wie vor gilt für den Zen Garden, dass das HTML bei allen Layouts identisch ist. In sehr viel kleinerem Umfang haben wir das mit unserem Styleswitcher auf miradlo.info umgesetzt, auch dort ist das HTML identisch, die Layouts jedoch keineswegs. Einen Überblick über die Layouts dort, gibt es im Abschnitt Layoutgalerie in verlinkten Bildern. Noch beeindruckender finde ich jedoch, Spielereien, die ganz ohne Bilder und Grafiken auskommen und trotzdem ein Bild ergeben, wie die Beispiele, die ich als Screenshots eingebunden habe.
  • Eule nur mit CSS der Autor Román Cortés hat diesen Entwurf bereits vor einigen Jahren erstellt, das Original hat bei mir, wie auf dem Screenshot einen Zeichensatzfehler. Im Code habe ich diesen korrigiert, damit sieht der Code dazu so aus:
<div id="logo"> <span style="left: 40px; top: 22px; font-size: 270px">`</span> <span style="left: 125px; top: 22px; font-size: 270px">´</span> <span style="left: 77px; top: 79px; font-size: 150px">(</span> <span style="left: 198px; top: 79px; font-size: 150px">)</span> <span style="left: 116px; top: 208px; font-size: 91px">^</span> <span style="left: 163px; top: 208px; font-size: 91px">^</span> <span style="left: 156px; top: 144px; font-size: 60px">V</span> <span style="left: 112px; top: 94px; font-size: 80px; color: #A4BF05">O</span> <span style="left: 177px; top: 94px; font-size: 80px; color: #A4BF05">O</span> <span style="left: 134px; top: 119px; font-size: 40px; color: #A4BF05; font-weight: normal">o</span> <span style="left: 199px; top: 119px; font-size: 40px; color: #A4BF05; font-weight: normal">o</span> <span style="left: 301px; top: 145px; font-size: 103px; color: #A4BF05; font-weight: normal">SIGT.net</span> <span style="left: 305px; top: 248px; font-size: 26px; font-weight: normal">Historias de bloggers con insomnio</span> </div>
  • Haus nur mit CSS das Haus ist ein ein ganzes Stück mehr Code, daher nicht praktikabel einsetzbar, aber eine klasse Spielerei
  • Herz nur mit CSS, mit diesem Beispiel kann man dank JavaScript selbst ein bisschen rumprobieren, der Text und die Textfarbe lassen sich ändern, ebenso die Qualität des Bilds, je klarer die Linien, desto mehr Code ist nötig.
  • Homer nur mit CSS, den Homer und damit die Idee zu diesem Artikel fand ich bei webstandard.kulando.de der Homer stammt ebenfalls von Román Cortés.
Sehenswert ist auch das Kontaktformular im Blog des Autors. Versucht doch mal es auszufüllen, wenn ihr nicht auf die Briefmarke klickt, wird es nicht abgeschickt. Ich mag solche Insprirationen, die mir immer wieder zeigen, dass sich trotz mancher Browserfehler, fast jede Idee in CSS umsetzen lässt.

Aktualisiert am 8.5.08

Wer es sich genauer ansehen will, sollte die animierte JavaScript-Version nehmen, die Ned Batchelder erstellt hat, insbesondere in der langsamen Animation, sieht man sehr schön, wie Homer entstand. Román Cortés war ebenfalls fasziniert davon. Bei Perun gabs den Link auf die Animation, daher diese Aktualisierung.

Webentwicklerinnen/ Webentwickler und Webdesignerinnen/ Webdesigner 2008

Im Artikel zur Umfrage der Webkrauts habe ich auf die Umfrage hingewiesen, inzwischen sind die Ergebnisse online. Eine Zusammenfassung gibts auf der Seite der Webkrauts, die ausführlichen Ergebnisse auf Michael Jendryschiks Seiten, die auch schon die Umfrage selbst beherbergten. Teilgenommen haben 2803 Webworker, die sich selbst meist eher als Webentwickler oder Webdesigner bezeichnen. Wenn wir gefragt werden, was miradlo vor allem macht, dann lautet unsere Antwort bezogen darauf: miradlo befasst sich vor allem mit Webapplikationen und dem Erstellen von Webseiten. Unsere weiteren Tätigkeiten sind in diesem Fall nicht relevant. Als Tätigkeitsbezeichnung sagen wir, so wie die Mehrheit, dass wir Webdesigner und Webentwickler sind. Teilbereiche wie z.B. Softwarearchitektur, Usability und Grafikdesign erwähnen wir in diesem Zusammenhang nicht explizit. Sicherlich liegen die guten Werte, dass sich rund dreiviertel der Webentwickler um das Einhalten von Webstandards bemühen auch daran, dass die Umfrage im Bereich derjenigen, die sich für Webstandards interessieren stärker beworben wurde. Denn schaut man sich sonst im Web um, müssten daraus folgend ja rund dreiviertel der Webauftritte standardkonform sein. Leider konnte ich keine Statistik finden, wieviele deutschsprachige Internetauftritte sich an die Webstandars halten. Ich befürchte jedoch es sind bisher kaum mehr als ein Drittel.

Webentwicklerinnen und Webdesignerinnen

Laut den persönlichen Angaben liegt der Frauenanteil mit 270 "Webworkerinnen" (den Begriff nutzt Michael Jendryschik) von 2803 Teilnehmern insgesamt bei 9,63% also unter 10%. Die Webkrauts vergleichen diesen Anteil mit dem in Informatikstudiengängen. Aus meiner Erfahrung kann ich das nicht bestätigen, ich habe häufig morgens gehört: "Guten Morgen meine Herren, guten Morgen Frau Hauth". Manchmal gab es zwei Frauen in einem Semester mit rund fünfzig Studierenden, insgesamt waren es im Bereich der technischen Informatik eher noch deutlich kleinere Anteile als 10%. Insofern finde ich es schon erfreulich, dass in der Webentwicklung immerhin schon fast jede zehnte eine Frau ist.
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