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Webseiten-Relaunch Teil II

Ich habe vor kurzem unter anderem den Relaunch des Südkuriers erwähnt. Nach einem Kommentar schaute ich mir das Ganze nochmal etwas genauer an:

Validator zum Südkurier-Webauftritt

Wie leider viele Seiten, sind auch diese nicht valide, hier allerdings sehr sehr deutlich: 635 Errors, 188 warnings

Ein Blick in den Code:

<div class="all"> <div class="content_container"> <div class="box1 head_schattenbox"> <div class="intro"> <div class="cell1"> <div class="cell2"> <div class="cell3"> </div> </div> </div> </div> <div class="head_schattenbox_content_schatten_li"> <div class="head_schattenbox_content_schatten_re"> <div class="head_schattenbox_content"> <div class="topnavi_container"> <div class="topnavi">

Dieser Code zeigt überdeutlich, dass hier ein keineswegs durchdachtes Layout umgesetzt wurde, hier werden Tabellen imitiert, und dargestellt, die gar keinen Inhalt haben.
Sonstiges zum Code
Meines Erachtens wird im Web grundsätzlich viel häufiger JavaScript genutzt, als nötig und sinnvoll. Wenn es jedoch eingesetzt wird, dann wäre es sinnvoll es so zu nutzen, dass es für möglichst viele Besucher funktioniert, das heißt:
  • onmouseover="reset_timer();"
    • Funktionen, die sich auf die Maus beziehen, wie in diesem Fall beim Südkurier, sind ausschließlich auf die Navigation per Maus bezogen
  • onfocus
    • Funktionen, die sich darauf beziehen, ob etwas im Fokus steht beziehen auch den über Tastatur entstehenden Fokus mit ein und sind daher von einer größeren Zahl Besuchenr nutzbar.

Verhältnis Quellcode zu relevantem Text

Es gibt einen Automat, der prüft wie das Verhältnis von Quellcode zu relevantem Text aussieht. Damit lässt sich die Ladezeit einer Seite verbessern, oft ist es Hinweis auf die Qualität des Codes. Generell ist bei Content-Managementsystem (CMS, Redaktionssystem) das Verhältnis immer schlechter, als bei handgeschriebenem Code, da einige Möglichkeiten berücksichtigt werden müssen, die nicht immer gebraucht werden. Auch WordPress ist ein solches System, bei dem das Verhältnis von Code zu Text nicht ganz optimal ist. Die Startseite dieses Blogs z.B. bringt folgendes Ergebnis:

http://miradlo.net/bloggt/

Gesamtgröße in Bytes: 78799 (ohne Bilder, Skripte, CShref="http://miradlo.net/bloggt/index.php?3206-s"">http://miradlo.net/bloggt/ Gesamtgröße in Bytes: 78799 (ohne Bilder, Skripte, CSS, also nur der ausgegebene HTML-Code) Anteil Text: 44138 Bytes Prozentualer Textanteil am Code: 56.01 % Bei von Hand geschriebenen Seiten ist der Anteil meist besser, ansonsten kommt es natürlich noch auf die Seite an. Ein einzelner Blogbeitrag hat einen schlechteren Wert als die Startseite, die sehr viel Text enthält, z.B: http://miradlo.net/bloggt/tipps/webstandards-und-webseiten-relaunch hat nur noch einen Textanteil von 34.59 %

http://www.suedkurier.de/

Gesamtgröße in Bytes: 174531 (ohne Bilder, Skripte, CSS, also nur der ausgegebene HTML-Code) Anteil Text: 18048 bytes Prozentualer Textanteil am Code: 10.34 % Ein so geringer Anteil spricht allerdings dafür, dass es deutliches Verbesserungspotenzial gibt.

Weiteres bezogen auf verschiedene Anwender

Es gibt noch immer einige Nutzer des Internet Explorers 6, dieser kann die Schriftgröße nur dann ändern, wenn sie nicht in Pixeln angegeben wird. Um auch Besuchern mit diesem Browser die Chance zu geben, die Schriftgröße anzupassen, sollte es die folgende Definition nicht geben:
  • font-size:12px;
Diejenigen, die andere Browser nutzen, können die Schrift zwar vergrößern, sehr viel Lesbares bleibt jedoch nicht, denn einiges geht durch die fixen Definitionen der Gesamtbreite, bzw. der einzelnen Bereiche dann verloren und ist somit auch nicht lesbar, z.B. durch diese Definition der Gesamtseitenbreite:
  • width: 855px;
Diese feste Breite ist sehr ungewöhnlich, denn wie schon Oliver in seinem Kommentar erwähnte, wer nur eine kleine Auflösung hat sieht nicht die ganze Seite.

Fazit Relaunch des Südkuriers

Aus meiner Sicht wirkt diese Neugestaltung alles andere als professionell. Schade auch, dass manches keinen Kommentar im hauseigenen Blogartikel wert ist. Nein, ich meine nicht, dass niemand den letzten Artikel kommentierte, das habe ich nicht erwartet. Mein Hauptkritikpunkt steht in deren Blog auch als Kommentar, nämlich dass der regionale RSS-Feed nicht funktioniert. Dazu gab es keine Antwort, aber "welch ein Zufall" am nächsten Tag gabs wieder Nachrichten von dort... ;-) Ich halte den RSS-Feed auf Seiten, die sich sonst kaum an Webstandards halten für besonders wichtig, denn sie ermöglichen einigen Besuchern die Informationen zu bekommen, selbst wenn die Webseite selbst für sie unzugänglich ist. Schade, dass auch der Südkurier nur die jeweiligen Anreißer der Artikel im Feed veröffentlicht.href="http://miradlo.net/bloggt/index.php?273-s"">http://miradlo.net/bloggt/tipps/webstandards-und-webseiten-relaunch hat nur noch einen Textanteil von 34.59 %

http://www.suedkurier.de/

Gesamtgröße in Bytes: 174531 (ohne Bilder, Skripte, CSS, also nur der ausgegebene HTML-Code) Anteil Text: 18048 bytes Prozentualer Textanteil am Code: 10.34 % Ein so geringer Anteil spricht allerdings dafür, dass es deutliches Verbesserungspotenzial gibt.

Weiteres bezogen auf verschiedene Anwender

Es gibt noch immer einige Nutzer des Internet Explorers 6, dieser kann die Schriftgröße nur dann ändern, wenn sie nicht in Pixeln angegeben wird. Um auch Besuchern mit diesem Browser die Chance zu geben, die Schriftgröße anzupassen, sollte es die folgende Definition nicht geben:
  • font-size:12px;
Diejenigen, die andere Browser nutzen, können die Schrift zwar vergrößern, sehr viel Lesbares bleibt jedoch nicht, denn einiges geht durch die fixen Definitionen der Gesamtbreite, bzw. der einzelnen Bereiche dann verloren und ist somit auch nicht lesbar, z.B. durch diese Definition der Gesamtseitenbreite:
  • width: 855px;
Diese feste Breite ist sehr ungewöhnlich, denn wie schon Oliver in seinem Kommentar erwähnte, wer nur eine kleine Auflösung hat sieht nicht die ganze Seite.

Fazit Relaunch des Südkuriers

Aus meiner Sicht wirkt diese Neugestaltung alles andere als professionell. Schade auch, dass manches keinen Kommentar im hauseigenen Blogartikel wert ist. Nein, ich meine nicht, dass niemand den letzten Artikel kommentierte, das habe ich nicht erwartet. Mein Hauptkritikpunkt steht in deren Blog auch als Kommentar, nämlich dass der regionale RSS-Feed nicht funktioniert. Dazu gab es keine Antwort, aber "welch ein Zufall" am nächsten Tag gabs wieder Nachrichten von dort... ;-) Ich halte den RSS-Feed auf Seiten, die sich sonst kaum an Webstandards halten für besonders wichtig, denn sie ermöglichen einigen Besuchern die Informationen zu bekommen, selbst wenn die Webseite selbst für sie unzugänglich ist. Schade, dass auch der Südkurier nur die jeweiligen Anreißer der Artikel im Feed veröffentlicht.

Eindrücke vom Barcamp Stuttgart

Am Wochenende war die miradlo Mannschaft auf dem Barcamp Stuttgart. Ich berichte erst jetzt darüber, da wir zuhause eine Baustelle haben und ich die Telekom- Zuleitung abklemmen musste. Wir waren also nicht nur auf dem Barcamp sondern hatten vor- und danach keinen Internet Zugang.

Was hab ich am Barcamp so gemacht?

Zuerst habe ich natürlich versucht meinen kleinen Asus Eee 900 PC an das Wireless anzubinden. Ich habe ja schon darüber geschrieben, dass ich ein Gentoo auf der Maschine installiert habe. Blöderweise kann meine Netzwerkkonfiguration nur mit einer ESSID, die keine Bindestriche (-) beinhaltet, umgehen. Und da gab es nur einen Accesspoint der ohne Bindestriche auskommt. Den Fehler muss ich demnächst dringend korrigieren. Nach diesen ersten zehn Minuten des Schocks und des Zitterns hatte ich das langersehnte Internet wieder, zumindest in einem Raum. (Deshalb auch kein Kommentar während des Camps, da meine Sessions nicht in dem Raum stattgefunden haben ;) ) So jetzt aber zu den Sessions.

Learning und Collaboration in virtuellen Welten

Eine Session, die mich auf neue Ideen gebracht hat, war die von Sophie Lee. Sie zeigte, wie IBM im Second Life Schulungen durchführt. Mit den Schulungen sollen die verteilten Teams, also Teams die an verschiedenen Orten der Welt lokalisiert sind, die Zusammenarbeit erlernen. Jedes Teammitglied erhält dabei einen Avatar und wird zusammen mit seinen Kollegen auf Inseln gebracht. Dort müssen sie diverse Aufgaben in Teamarbeit erledigen. Beispielsweise muss ein Team sich in zwei Gruppen aufteilen. Die eine Gruppe hat die Aufgabe eine möglichst schöne Burg zu designen. Die zweite Gruppe muss diese Burg bauen. Die Designergruppe muss der Baugruppe beschreiben wie die Burg auszusehen hat. Hierzu können sie via Chat oder mit Voice over IP zusammen kommunizieren. Hierbei können die Schwierigkeiten des globalen Zusammenarbeitens erkannt und die nötigen Skills erlernt werden. In der Diskussion fragten wir uns, ob diese Art des Lernens wirklich zielführend ist. Weiterhin hatten einige Teilnehmer Zweifel daran, ob hierfür im Arbeitsleben Zeit vorhanden ist. Ich glaube, gut eingesetzt, kann man mit diesem Medium virtuell verteilte Teams etwas mehr zusammen führen und somit die Zusammenarbeit fördern.

Organisation von Webinhalten. Sammeln, verteilen mit moderierter Diskussion

Bei einer anderen Session wurde zootool vorgestellt. Die Idee dahinter ist, dass man zwar seine Webcontents irgendwann einmal gefunden hat, jedoch sehr häufig das Problem hat dass man sie nicht wiederfindet. Den Ansatz von Zootool finde ich wirklich gut. Man kann seine Bilder, Texte usw. auswählen und nach verschiedenen Kriterien sortieren. Wir diskutierten darüber welche Arten der Suche und Darstellung für die Wiederauffindung von Elementen benötigt werden. Zootol ist als Studienarbeit entstanden. Der Entwickler hat ein wirklich tolles Tool in drei Monaten gezaubert. Respekt! Das Thema Auffinden von Inhalten ist sehr vielschichtig. Wie können die Verweise geordnet werden? Bookmarks sinds nur sehr begrenzt. Grafische Darstellungen (z.B. als Mindmaps oder als Systemlandschaften) halte ich für geeigneter, da der Mensch nunmal einfacher mit Bildern umgehen kann. Ich glaube hier ist noch viel Potential für Ideen und sinnvolle Werkzeuge.

Einsatz von Web 2.0 Werkzeugen im Unterricht

Die letzte Session hatte ich selbst moderiert. Thema war der Einsatz von Web 2.0 Werkzeugen im Unterricht. Ich berichtete über meine bisherigen Erfahrungen und wie FHs und Schulen meines Wissens mit diesem Thema umgehen. Wir diskutierten über Einsatzmöglichkeiten, Risiken und Schwierigkeiten. Einig waren wir uns dabei, dass der Einsatz von Web 2.0 Werkzeugen nur dann sinnvoll ist, wenn Lehrer und Schüler ihre Arbeitsweisen ändern. Die Schüler müssen selbstständig und in Gruppen gemeinsam die Ziele erreichen. Die Lehrer müssen bereit sein die Kontrolle abzugeben. Die Teilnehmer meiner Session hatten bereits gute Erfahrungen mit Gruppenarbeiten. Die Risiken, dass sich z.B. die Faulenzer mit der Gruppe durchschummeln, sind recht gering. Man muss jedoch die Gruppen kontrollieren und, falls man den Unterricht öffentlich präsentiert, muss man darauf achten dass keine Rechtsverletzung stattfindet. Die Ansätze sind jedoch ziemlich spannend zum Einsetzen. Es ist zwar für den Lehrer etwas anstrengender, aber die Ergebnisse und der Lernerfolg können deutlich größer sein als beim Frontalunterricht. Daniel, einer der Teilnehmer berichtet recht ausführlich und lässt eigene Gedanken einfließen.  Die noch die schnell zusammengesteckte Präsentation, die ich für die Einleitung verwendete, folgt in Kürze.

TYPO3 für Einsteiger

Am Sonntag war ich bei der Einführungsveranstaltung zu Typo 3 installieren. Der Präsentator zeigte schnell und sehr kompetent innerhalb von 45 Minuten wie man Typo 3 installiert und die ersten Templates schreibt. Natürlich konnte das nur eine Einführung sein. Typo 3 ist ein extrem mächtiges Werkzeug und entsprechend komplex zu verwalten. Ich bin mir wieder einmal deutlich sicherer dass sich Typo 3 erst bei wirklich komplexen und großen Projekten mit vielen Redakteuren usw. eignet. Natürlich kann man es für alles einsetzen, wenn man es kennt. Jedoch bringt man hiermit seine Kunden in Abhängigkeiten, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Wenn ein Kunde nur seine Öffnungszeiten ändern will, ist Typo 3 höchstwahrscheinlich der Overkill. Aber sei es drum. Die Einführung hat mir einen sehr guten Eindruck von der Komplexität gegeben und ich danke Harald dafür!

Zend Framework / PHP

Meine zweite Session bezog sich auf das Zend Framework. Es wurde der Umfang und der Einsatz des Zend Frameworks beschrieben. Der Moderator ist begeisterter User des Zend Frameworks und hat es geschafft, dass ich mich ebenfalls mit diesem Framework beschäftigen möchte. Vielen Dank für die Einführung! Den Rest vom Tag verbrachte ich mit losen Diskussionen. Das finde ich bei Barcamps eigentlich immer wieder das Schönste. Man muss nicht zu jeder Session und man findet dutzende interessante Gesprächspartner. Links zu weiteren Berichten übers Barcamp Stuttgart gibts im Wiki. Die Organisation empfand ich wieder einmal sehr gut. Das Orgateam hat tolle Arbeit geleistet und so das Barcamp zu einem wirklich tollen Event gemacht. Auch hierfür möchte ich mich bedanken.
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