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Projekt im Hauruckverfahren : Nein zum Konzerthaus auf Klein Venedig

In Konstanz geht es manchmal ein bisschen hektischer zu. Letzten Mittwoch war ich beim ersten öffentlichen Treffen, denn da es im Web nichts an Informationen gab, wollte ich dort mehr erfahren. Sonntagnachmittag hatte ich den Auftrag ein Blog mit einigen statischen Seiten einzurichten. Nach und nach kamen Logo, Texte und weitere Infos. Ich schob deshalb so ziemlich alles was ich geplant hatte und kümmerte mich um die Seite: nein-zu-klein-venedig.de Das Ganze ist mit Serendipity aufgebaut, ist also ein Blog für die jeweiligen Neuigkeiten und hat außerdem statische Seiten zu einigen Hauptthemenpunkten: Ein bisschen mehr Zeit hätte nicht geschadet, doch da der Bürgerentscheid bereits am 21. März stattfindet, war es sehr dringend so schnell wie möglich die wichtigsten Infos und Grundlagen online zu haben. Worum es geht steht auf der Seite und auch wir haben bereits privat darüber gebloggt: Schön, wenn es bei solch zeitkritischen Projekten nur ein bisschen was schief geht. Hier fing es mit der Umleitung von Strato aus an, da klappte trotz oder gerade wegen DNS-Umleitung nicht alles auf Anhieb. Aber Serendipity war überwiegend gut zu handhaben und ließ sich meist recht problemlos so anpassen, wie ich das wollte. Einfacher wurde das natürlich auch mit einem bekannten schon mehrfach genutzten Grund-Theme und vielen Einstellungen, die ich mehrfach schon genutzt und angewendet hatte.

Notebook, Laptop, Schläppi, Rechner...

  • 17" Laptop an Utes Arbeitsplatz
Aktuell ist mein Hauptrechner ein Fujitsu Siemens Amilo XI 1554, mehr zu den Daten schrieb ich ja schon mal. Die Leistung der Kiste ist teilweise noch immer nicht so schlecht, aber vieles wird doch allmählich sehr gemütlich. Das Verhalten ist unter (K)Ubuntu noch schlimmer als es unter Gentoo war. Als direkten Vergleich habe ich meinen kleinen Fujitsu, Devika weigerte sich mit Ubuntu klarzukommen, deshalb läuft sie wieder auf Gentoo mit einem KDE. Manch ein Fehler in KDE, der unter Kubuntu auftaucht, kommt dort einfach nicht vor und die Maschine ist insgesamt flotter. Ein Rechnerwechsel bei einem drei Jahre alten Laptop ist ja nicht völlig ungewöhnlich. Aus Leistungsgründen käme ich jedoch durchaus noch einige Monate zurecht. Doch leider gibt's ein nerviges Problem:

Lüfter lärmt

Der Lüfter lief anfangs ab und zu mal, dann immer häufiger und inzwischen läuft er selbst dann noch, wenn grad nur der Bildschirmschoner läuft. Je nach Lautstärke eines Lüfters könnte ich damit leben, aber das Ding lärmt so extrem, dass ich nur mit Radio nebenbei überhaupt noch an der Maschine arbeiten kann. Abends wenn es rundum ruhiger wird, hört man auch in gut zehn Metern Entfernung über ein Stockwerk den Lüfter noch deutlich. Deshalb suche ich grad intensiver nach einem neuen Laptop.

Meine Anforderungen an ein Notebook

Ein Notebook - kein Desktop - ist absolut sicher, alles andere wackelt noch. Im Moment geht arbeiten halt nur mit ausreichend lauter Musik, sonst ist das Dauergeföne des Lüfters unerträglich, siehe auch die 45,8 Dezibel laut Testbericht. Laut Wikipedia ist 40 db tagsüber bzw. 30 db nachts Zimmerlautstärke... ;) Mein Vorgängerrechner war ein Samsung M70 mit 19" und einem Lüftergeräusch von 25 DB unter Last... Ein Notebook  soll es sein aus folgenden Gründen:
  • ab und zu mal mit außer Haus jedoch sehr selten
  • im Alltag wechsle ich meinen Arbeitsplatz mehrfach täglich das geht mit einem Desktop einfach nicht
  • mindestens 17"
  • Auflösung von 1920 x 1200 hätte ich schon gern, es müsste schon sonst eine Supermaschine sein, damit ich bereit wäre auch 1600 x 1050 zu akzeptieren
  • am liebsten vorinstalliertes Linux um sicherzugehen, dass alles klappt
Bis hierhin gibt es schon das erste Problem, vorinstalliertes Linux gibt's für 17" Laptops einfach nicht. Gut dann halt möglichst einen Hersteller, bei dem gute Chancen bestehen, dass nichts verbaut ist, was Probleme macht.  Mal zu den technischen Daten:
  • Quadcore oder i7 oder so
  • 4096 MB RAM
  • 320 GB Festplatte
  • Gewicht bis zu 4,5 kg
  • Lüftergeräusch bei Volllast
weil:
  • Bildbearbeitung auch mit größeren Datenmengen
  • selten weniger als sechs Applikationen gleichzeitig offen
  • häufig zeitgleich dicke Applikationen oder recht ausgelastete, wie z.B. Firefox meist mit zwanzig bis vierzig offenen Tabs
  • viele Tätigkeiten die mehrfache Wechsel zwischen z.B. Gimp und  Quanta oder OpenOffice.org und Firefox erfordern
Diskutiert habe ich darüber auch schon reichlich, unter anderem per  identi.ca, Dirk führte die Diskussion in einem Artikel weiter, auch Roland schrieb darüber, welche Probleme bei der Notebookwahl heutzutage entstehen.

Notebooks die zur Wahl stehen

  • lenovo Thinkpad w700 das Ding ist schon gut, aber mit über 2000.- € alles andere als günstig vom Prozessor her eins der "schwächeren" in meiner Auswahl, dafür mit 36 Monaten Garantie
  • Dell Studio 17 mit ATI-Karte und leider sehr laut
  • Dell Alienware M17x ein Vollblut-Gamernotebook, ich spiele nicht, ich will eine Linux-Arbeitsmaschine, mir gefällt für diesen Zweck das Design überhaupt nicht, auch von Display und Lautstärke bin ich nicht überzeugt trotzdem komme ich mit meiner Vorstellung auf 2200.- €
  • Dell Precision M6500 wird mit meinen Vorstellungen sehr teuer, im Normalfall ist eine ATI-Karte Standard, die unter Linux doch häufiger Probleme bereitet, bei auch hier über 1900.- € ein hohes Risiko
  • Belinea gx.book 17018 zu dieser Maschine gibt's keine Tests, der Prozessor ist wie beim Lenovo auch die anderen Daten sind ähnlich, ich bekäme es jedoch für unter 1700.- € ohne Betriebssystem, da ich kein Windows zahlen muss, was ich nicht nutze, wäre das ok. Der Hersteller sagt ein Linux zu installieren sei kein Problem, kleinere Rechner gibt's teil mit vorinstalliertem Ubuntu.
  • trotz gutem Prozessor eher nicht: MSI GT740 die Auflösung liegt nur bei 1680 x 1050, das Display ist spätestens im Außeneinsatz nicht brauchbar und auch die Tastatur wurde kritisiert, dafür sind ebenfalls rund 1700.- € dann schon sehr viel Geld
  • Nexoc E715 ist zwar auch ein deutsches Produkt mit recht interessanten Daten und in fast allen Details konfigurierbar, ohne Betriebssystem zu haben, aber leider gibt es dazu gar keinen Test und von Herstellerseite keinerlei Hinweise zu Linux
  • Sony Vaio FX käme in der Variante, die ich möchte auf etwa 1600.- € hat allerdings nur einen 16,4" Monitor und ist laut Hersteller erst in etwa vier Wochen lieferbar.
Trotz einiger Recherche - immer wieder mal in den letzten Wochen - bin ich bisher noch von keinem Rechner so rundum überzeugt, dass ich ihn kaufen mag. Aprospos Recherche:

Praktisches für die Recherche

Jetzt veröffentliche ich diesen - immer mal wieder ergänzten,  schon länger angefangenen - Artikel, wer weiß, vielleicht hat ja noch irgendjemand eine blendende Idee oder hat eine gute eigene Erfahrung gemacht.

Lesezeichen auf dem eigenen Server hosten : Alternative zu Bookmarkdiensten

  • Utes öffentliche Lesezeichen
Es gibt ja einige Bookmarkdienste, wie z.B. delicious oder Mr. Wong. Praktisch ist es selbstverständlich die eigenen Lesezeichen (Favoriten) nicht nur auf dem eigenen Rechner zu haben, sondern zentral an einer Stelle, so dass sie mit jedwedem Rechner mit Internetzugang erreichbar sind. Ich nutze häufig - aber eben auch nicht immer - denselben Rechner. Für mich gibt es mehrere Gründe warum ich ein Lesezeichen nutze:
  • als Aufgabenliste d.h. ich habe meist auch einige Tabs im Browser offen, weil ich noch irgendwas damit tun möchte
  • alle offenen Tabs zu einer Recherche
  • weil ich etwas noch in Ruhe lesen möchte
  • als "echtes" Lesezeichen
Essenziell ist für mich daher in mancher Situation "Lesezeichen für alle Tabs hinzufügen". Nicht alle meiner Lesezeichen möchte ich aufheben und sortiert ablegen, aber das ein oder andere eben schon. Hin und wieder kommt es vor, dass ich länger nicht mehr so recht in meinen Lesezeichen aufgeräumt habe. Lesezeichen, die nicht aktuell sind, nützen gar nichts. Unsortierte Lesezeichen verstehe ich teils noch, jedoch niemand mehr außer mir. Zu manchen Themen ist es jedoch auch für andere nicht uninteressant, was ich so gesammelt habe. Deshalb hatte ich lange im internen Bereich von miradlo einen Teil als jeweiligen Export aus den Lesezeichen abgelegt. Es gab also schon lang mehrere Gründe, die für einen zentralen Lesezeichendienst sprachen. Aber ich verlasse mich ja ungern auf andere Anbieter, das war der Hauptgrund über eine selbstgehostete Version nachzudenken. Ein weiterer Punkt, den ich wollte, war auch Lesezeichen ablegen zu können, die nur ich sehen kann. Bei einem fremden Anbieter sind selbst auf privat gesetzte Lesezeichen zumindest für den Anbieter trotzdem sichtbar.

Wunsch und Ausführung

Bei solchen Ideen ist mein erster Schritt mal rumzufragen, dabei bekam ich zweimal denselben Tipp, einmal schrieb Chris und verwies auf seine Erfahrung mit Sitebar. Ebenfalls wies Dieter in einem Kommentar auf sitebar.org hin. Dankeschön. Lesezeichen putzen, aufräumen und sortieren war sowieso grad auf meiner Liste, da passte es grad auch noch solch ein Werkzeug zu testen. Mir wurde schnell klar, dass es nicht so komfortabel ist, wie es im Firefox mit vielen zusätzlichen Plugins möglich ist, aber es ließ sich installieren. Ich kann bei Lesezeichen unterscheiden, ob sie öffentlich oder privat sind. Von meinen gut 5000 unsortierten Lesezeichen blieben nach putzen, entfernen doppelter, und aussortieren noch gut 1000 übrig und die sind jetzt teils auch öffentlich erreichbar: miradlo.info/lesezeichen Wenn ich eingeloggt bin, kann ich außerdem meine privaten, persönlichen Lesezeichen erreichen. Da liegen mal unsortierte Lesezeichen oder welche von denen ich eben nicht will, dass alle sehen, dass ich sie gesammelt habe. Ich nutze Sitebar jetzt seit rund zwei Wochen und bin bisher soweit zufrieden. Direkt im Firefox auf dem Rechner lege ich noch immer meine größeren Sammlungen vieler Tabs ab, mit dem was ich gerade aktuell so aufheben möchte. Jedoch für Lesezeichen, die ich länger aufheben möchte, klappt es gut sie direkt in Sitebar abzulegen.
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