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Hilflos ohne Internet oder langweilig ohne Strom?

Dirk schrieb über Geeks, die hilflos sind, falls sie mal nicht ihre gewohnten Werkzeuge haben. Er meint, dass wir uns zu sehr daran gewöhnen jederzeit Zugriff auf alle Mittel der Wahl zu haben. Fällt mal was aus, dann haben wir ein Problem, zum Artikel:

Ich wär so gern ein Geek...

Klasse finde ich unter anderem den Satz, den er zitiert:
"Ich habe mehr in meinem Leben vergessen als Du je lernen wirst."
Den merke ich mir, den kann ich sicher mal brauchen... ;) Ich hänge grad im Arbeitsalltag schon an meinem gewohnten Umgang mit Internet und meinen Lieblingstools. Vieles kann ich auch nur mit Internetzugang machen, da unser Job nun einmal das Web ist. Hinzu kommt, dass wir beispielsweise ganz bewusst unsere Dokumentation online auf dem Server liegen haben. Nicht sehr oft, aber ab und zu gab's schon mal einen Internetausfall, aus verschiedensten Gründen. Davon geht die Welt nicht unter und ich habe immer auch einiges was ich durchaus ohne Internet tun kann. Mal sind noch Bilder zu sichten und zu bearbeiten, dann liegt Papierkram an oder ich wollte einen Blogbeitrag schreiben. All das geht auch ohne Internet. Ich schreibe so gut wie nie zeitkritische Blogartikel, fast jeder kann problemlos einen Tag später erscheinen. Selbst wenn wir Stromausfall hätten, könnte ich an manchem arbeiten, nicht immer sind Zettel und Stift das schlechteste Mittel um etwas zu planen. Ginge mir die Arbeit aus, fielen mir noch einige Freizeitbeschäftigungen ein, für die ich keinen Strom brauche. Manches hat sich jedoch auch bei mir im Lauf der Jahre verändert:
  • Die große Lexikareihe steht heutzutage nicht mehr griffbereit, denn ich nutze eher Wikipedia als Einstieg in ein Thema oder einen Begriff.
  • Wie auch Dirk wusste ich vor der Zeit der langen Mobiltelefonnummern die Nummern aller mir wichtigen Menschen auswendig und noch manche mehr. Inzwischen kenne ich noch die Festnetznummern einiger ganz weniger Menschen, aber das war's auch schon.
  • Ich entsorge das Papiertelefonbuch schon lange direkt ins Altpapier. Vieles was ich früher mal in Schreibbüchern, Spiralblocks oder ähnlichem notierte, tippe ich heute direkt am Rechner. Ich schreibe nicht weniger, aber an anderer Stelle, viel häufiger öffentlich, statt nur für mich.
Vieles mache ich sicher anders, ob besser oder schlechter ist eine Frage der Sichtweise. Manches finde ich mit den heutigen Möglichkeiten einfacher und leichter. Andererseits ich kenne viel weniger Telefonnummern, aber ich kenne meine vollständigen Bankverbindungen inklusive PIN, einige KFZ-Kennzeichen, und ich erkenne auch heute noch Telefonnummern wieder, hinterlässt mehrfach jemand mit derselben Nummer eine Nachricht oder auch nicht, so fällt mir das auf. Unterm Strich ist für mich selbst wohl nicht schlechter mit mehr Technik und leichterer Recherche, aber es ist definitiv anders. PS: Mir war der Ursprungsbeitrag von Dirk entgangen, er fiel mir erst auf, als @guggat ihn empfahl.
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