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Der ideale IT-Arbeitsplatz : Umfrage

  • Rechnermuseum im Schaufenster Rechnermuseum miradlo
Dirk fragte in einem Beitrag nach dem idealen Arbeitsplatz. Inzwischen gibt es einige Kommentare und darauf verweisende Beiträge, sowie von ihm selbst zwei Folgeartikel. Seinen eigenen Beitrag gibt's unter mein idealer Arbeitsplatz, sowie Gedanken zu einem Remote-Arbeitsplatz unter Arbeiten aus der Ferne. Wie immer bei solchen Themen habe ich zunächst nur den Einstiegsartikel gelesen, weil ich zunächst meine Sichtweise unbeeinflusst überlegen möchte.

Mein idealer Arbeitsplatz in der IT

Was mir wichtig ist, zeigt teils schon meine berufliche Laufbahn.

  • Laden / Büro Schreibtische miradlo Laden miradlo
  • Schulungsraum Präsentation Schulungsraum miradlo
  • Schreibtisch mit Laptops Utes Schreibtisch

Berufliche Vorgeschichte

Ich habe mich erst auf dem zweiten Bildungsweg für die Informatik entschieden und aus finanziellen Gründen verzögerte sich diese Idee nochmals. Nach einem ersten Beginn musste ich nochmal einige Jahre unterbrechen, bevor ich das Studium fortsetzen konnte. Meine erste Ausbildung war zur Gärtnerin für Blumen und Zierpflanzen, ein Beruf der den Vorzug hatte, nicht immer in Innenräumen sein zu müssen und bei dem auch die Hände was zu tun haben. Zwischendurch habe ich eine Umschulung zur fremdsprachlichen Wirtschaftskorrespondentin für englisch und spanisch gemacht, Sprachen sind spannend und helfen dabei die jeweiligen Kulturen besser verstehen zu können. Bereits im  Studium der technischen Informatik konnte ich Schwerpunkte selbst wählen und entschied mich für Web, Anforderungsanalyse und internationales Marketing wieder mit zwei Fremdsprachen und zwei Semestern Auslandsstudium in meinem Fall zweimal in Kopenhagen, Dänemark.

Schwerpunkte für mich persönlich

Die meisten meinen ich wäre eher sprunghaft und hätte sehr unterschiedliche Vorlieben. Für mich sind sich die Berufe in manchen Teilen gar nicht so unähnlich, denn jeder meiner Berufe hat Bereiche, die mir wichtig sind. Ich mag:
  • arbeiten im Freien
  • kreative Tätigkeiten
  • "Handarbeit"
  • Aufgaben bei denen ich selbst und allein arbeiten kann
  • Kontakt mit Menschen, um Probleme gemeinsam zu lösen
  • im Kontakt mit Menschen herausfinden, was die jeweilige Person möchte
Ich habe Schwierigkeiten mit:
  • hierarchischen Strukturen
  • starren Regeln
  • zähen Entscheidungen
  • ständigem Kontakt mit Menschen
  • fehlenden Möglichkeiten selbst zu entscheiden
  • fixen Arbeitszeiten

Konsequenzen aus meinen Schwerpunkten

Für mich waren einige der Punkte schon immer klar und manche finden sich in allen Berufen, die ich bislang erlernt habe. Klar, habe ich auch schon einiges gemacht, was nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört, aber bei das waren kurzzeitige Jobs. Egal welche Tätigkeit, manchmal sind Kompromisse unvermeidbar und auch durchaus möglich, aber zuviele Punkte dürfen es nicht werden, die nicht passen. Ich mag weder Großunternehmen, noch hierarchische Strukturen, bei denen jemand immer recht bekommt, nur weil er oder sie die passende Position hat. Mir ist es wichtig manches  selbst entscheiden zu können.Wenn etwas entschieden ist, dann möchte ich es auch umgehend umsetzen, ich bin nicht grad übertrieben geduldig. ;)  Kontakt mit Menschen brauche ich ab und zu, insbesondere um Entscheidungen zu treffen fällt es mir leichter, wenn es davor möglich ist verschiedene Wege zu beleuchten. Wenn es draußen zu nass, zu kalt, zu stürmisch ist, dann ist es schon praktisch auch in Räumen arbeiten zu können. Jedoch waren Innenräume für mich schon immer eine Notlösung. Jobs die von mir nichts anderes fordern als tagaus tagein dasselbe zu tun, sind für mich die Hölle, ich brauche zuweilen Tätigkeiten, bei denen ich kreativ sein kann. Nicht ständig - aber immer mal wieder - muss ich etwas mit den Händen tun, ich kann nicht ausschließlich am Rechner arbeiten. Mal noch ein Beispiel:  egal ob ich als Gärtnerin eine Blumenschale bepflanzen soll oder als Webautorin eine Webseite erstellen, am Anfang steht das Gespräch mit Kunden, das Herausfinden, was ist deren Ziel, was genau möchten sie haben.

Was heißt ein Arbeitsplatz in der IT?

Es gibt - glaube ich - wenige Berufssparten, in denen es derart unterschiedliche Tätigkeiten gibt, wie in der IT. Für mich ist vieles davon unvorstellbar, manches mache ich sehr gern. Mich fasziniert das Web mit all seinen Veränderungen, seinem Wandel. Ich finde es klasse, dass heutzutage viel mehr Menschen veröffentlichen können, was sie publizieren wollen, weil es nicht mehr vom Geld oder dem eigenen Job abhängt, es tun zu können. Ich mag es Webseiten umzusetzen, die so aussehen und funktionieren, wie es sich jemand wünscht. Beratungen und Schulungen finde ich klasse, es macht mir Spaß auch komplexere Sachverhalte so zu vereinfachen, dass sie Fachfremden erklärbar sind.

Mein ganz individuell für mich passender Arbeitsplatz

Ich habe den Arbeitsplatz, den ich mag. Es gibt Hochs und Tiefs, Vor- und Nachteile, immer auch noch etwas zu verbessern, aber ganz grundsätzlich, habe ich mir meinen Arbeitsplatz gebaut. Mein Alltag enthält Tage, an denen niemand um mich herum ist, an denen ich stundenlang vor mich hin basteln kann, ohne gestört zu werden. Es gibt Zeiten mit Kundengesprächen, wenn ich möchte kann ich mich mit anderen austauschen. Ich verbringe viel Zeit am Rechner, aber das Führen eines kleinen Unternehmens bedeutet sehr viele unterschiedliche Aufgaben. Der Papierkrieg gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben, aber ich mag, dass ich es kann. Das Schaufenster unserer Räume ist manchmal lästig, weil es immer die Visitenkarte nach außen bedeutet, aber häufig macht es Spaß neu zu dekorieren, umzugestalten, zu verändern. Mitarbeiter im Unternehmen bedeuten manchmal auch unangenehme Entscheidungen, z.B. bei Kündigungen, aber meist heißt es, dass ich mir aussuche, was ich wann mit wem gemeinsam tun möchte, wieviel Besprechung oder Schulung sinnvoll ist. Die Unabhängigkeit von festen Zeiten und fixen Räumen, schätze ich sehr. Wenn ich mal drei Stunden Mittagspause mache und tagsüber etwas erledige, so ist die Konsequenz nur, dass ich die Zeit nachholen muss, aber es ist meine Entscheidung wann ich das tue. Wenn ich lieber auf dem Balkon arbeite, so ist auch das meine Entscheidung. Mit meinem ichphone kann ich für Notfälle erreichbar sein, ohne  dass ich an meinem Schreibtisch sitzen muss. Nachdem ich meinen Teil geschrieben hatte, las ich die weiteren und anderen Beiträge. RolandRoman und ports beschrieben ebenfalls ihren idealen Arbeitsplatz, einige antworteten in den Kommentaren. Erst beim Lesen fiel mir auf, dass ich vergessen hatte über Geld und Urlaub zu schreiben. Nun, ein gewisses Maß von beidem  gehört für mich dazu. Ich habe auch einmal beschlossen einen Job nicht anzunehmen, der mich interessierte, weil ich für vierzig Stunden wöchentlich weniger Geld bekommen hätte, als bei einem anderen für achtundzwanzig. Ehrenämter sind eine Sache, meine Arbeit möchte ich bezahlt bekommen. Jedoch wirklich entscheidend sind für mich die Inhalte, die Atmosphäre und  die Menschen.

Trackbacks

frogpond » Knowledge worker workplaces, toolsets and configurations am :

"" vollständig lesen
[...] this post, there are at least two more: some time ago Ute linked to a survey by Dirk on what is the ideal IT-workers workplace, and last week I’ve been to the first meeting in the planned Stuttgart CoWorking space. As [...]

Kommentare

Dirk Deimeke am :

Dirk Deimeke Hi Ute, danke schön für das Mitmachen. Für mich ist es sehr spannend zu beobachten, dass für die meisten, die ich kenne, die Höhe der Bezahlung zweitrangig ist. Wichtiger ist das Arbeitsumfeld und bei Dir ganz besonders :-)

Vermutlich machen auch nur Leute mit, die ähnliche Gedanken haben.

ute am :

ute Gerne, prima Idee, eine Umfrage draus zu machen! :)




Dirk Deimeke: Vermutlich machen auch nur Leute mit, die ähnliche Gedanken haben.


Ja, wahrscheinlich lesen dich auch schon nicht so viele, die sich nur für Geld interessieren. Ich denke, Menschen, die bloggen, die auf Barcamps gehen, sich in Communitys engagieren usw. sind einfach schon eine bestimmte Auswahl. Bei denen glaube ich wird es kaum jemand geben, für den oder die Geld der wichtigste Teil des Jobs ist.

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