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Eindrücke vom Barcamp Stuttgart

Am Wochenende war die miradlo Mannschaft auf dem Barcamp Stuttgart. Ich berichte erst jetzt darüber, da wir zuhause eine Baustelle haben und ich die Telekom- Zuleitung abklemmen musste. Wir waren also nicht nur auf dem Barcamp sondern hatten vor- und danach keinen Internet Zugang.

Was hab ich am Barcamp so gemacht?

Zuerst habe ich natürlich versucht meinen kleinen Asus Eee 900 PC an das Wireless anzubinden. Ich habe ja schon darüber geschrieben, dass ich ein Gentoo auf der Maschine installiert habe. Blöderweise kann meine Netzwerkkonfiguration nur mit einer ESSID, die keine Bindestriche (-) beinhaltet, umgehen. Und da gab es nur einen Accesspoint der ohne Bindestriche auskommt. Den Fehler muss ich demnächst dringend korrigieren. Nach diesen ersten zehn Minuten des Schocks und des Zitterns hatte ich das langersehnte Internet wieder, zumindest in einem Raum. (Deshalb auch kein Kommentar während des Camps, da meine Sessions nicht in dem Raum stattgefunden haben ;) ) So jetzt aber zu den Sessions.

Learning und Collaboration in virtuellen Welten

Eine Session, die mich auf neue Ideen gebracht hat, war die von Sophie Lee. Sie zeigte, wie IBM im Second Life Schulungen durchführt. Mit den Schulungen sollen die verteilten Teams, also Teams die an verschiedenen Orten der Welt lokalisiert sind, die Zusammenarbeit erlernen. Jedes Teammitglied erhält dabei einen Avatar und wird zusammen mit seinen Kollegen auf Inseln gebracht. Dort müssen sie diverse Aufgaben in Teamarbeit erledigen. Beispielsweise muss ein Team sich in zwei Gruppen aufteilen. Die eine Gruppe hat die Aufgabe eine möglichst schöne Burg zu designen. Die zweite Gruppe muss diese Burg bauen. Die Designergruppe muss der Baugruppe beschreiben wie die Burg auszusehen hat. Hierzu können sie via Chat oder mit Voice over IP zusammen kommunizieren. Hierbei können die Schwierigkeiten des globalen Zusammenarbeitens erkannt und die nötigen Skills erlernt werden. In der Diskussion fragten wir uns, ob diese Art des Lernens wirklich zielführend ist. Weiterhin hatten einige Teilnehmer Zweifel daran, ob hierfür im Arbeitsleben Zeit vorhanden ist. Ich glaube, gut eingesetzt, kann man mit diesem Medium virtuell verteilte Teams etwas mehr zusammen führen und somit die Zusammenarbeit fördern.

Organisation von Webinhalten. Sammeln, verteilen mit moderierter Diskussion

Bei einer anderen Session wurde zootool vorgestellt. Die Idee dahinter ist, dass man zwar seine Webcontents irgendwann einmal gefunden hat, jedoch sehr häufig das Problem hat dass man sie nicht wiederfindet. Den Ansatz von Zootool finde ich wirklich gut. Man kann seine Bilder, Texte usw. auswählen und nach verschiedenen Kriterien sortieren. Wir diskutierten darüber welche Arten der Suche und Darstellung für die Wiederauffindung von Elementen benötigt werden. Zootol ist als Studienarbeit entstanden. Der Entwickler hat ein wirklich tolles Tool in drei Monaten gezaubert. Respekt! Das Thema Auffinden von Inhalten ist sehr vielschichtig. Wie können die Verweise geordnet werden? Bookmarks sinds nur sehr begrenzt. Grafische Darstellungen (z.B. als Mindmaps oder als Systemlandschaften) halte ich für geeigneter, da der Mensch nunmal einfacher mit Bildern umgehen kann. Ich glaube hier ist noch viel Potential für Ideen und sinnvolle Werkzeuge.

Einsatz von Web 2.0 Werkzeugen im Unterricht

Die letzte Session hatte ich selbst moderiert. Thema war der Einsatz von Web 2.0 Werkzeugen im Unterricht. Ich berichtete über meine bisherigen Erfahrungen und wie FHs und Schulen meines Wissens mit diesem Thema umgehen. Wir diskutierten über Einsatzmöglichkeiten, Risiken und Schwierigkeiten. Einig waren wir uns dabei, dass der Einsatz von Web 2.0 Werkzeugen nur dann sinnvoll ist, wenn Lehrer und Schüler ihre Arbeitsweisen ändern. Die Schüler müssen selbstständig und in Gruppen gemeinsam die Ziele erreichen. Die Lehrer müssen bereit sein die Kontrolle abzugeben. Die Teilnehmer meiner Session hatten bereits gute Erfahrungen mit Gruppenarbeiten. Die Risiken, dass sich z.B. die Faulenzer mit der Gruppe durchschummeln, sind recht gering. Man muss jedoch die Gruppen kontrollieren und, falls man den Unterricht öffentlich präsentiert, muss man darauf achten dass keine Rechtsverletzung stattfindet. Die Ansätze sind jedoch ziemlich spannend zum Einsetzen. Es ist zwar für den Lehrer etwas anstrengender, aber die Ergebnisse und der Lernerfolg können deutlich größer sein als beim Frontalunterricht. Daniel, einer der Teilnehmer berichtet recht ausführlich und lässt eigene Gedanken einfließen.  Die noch die schnell zusammengesteckte Präsentation, die ich für die Einleitung verwendete, folgt in Kürze.

TYPO3 für Einsteiger

Am Sonntag war ich bei der Einführungsveranstaltung zu Typo 3 installieren. Der Präsentator zeigte schnell und sehr kompetent innerhalb von 45 Minuten wie man Typo 3 installiert und die ersten Templates schreibt. Natürlich konnte das nur eine Einführung sein. Typo 3 ist ein extrem mächtiges Werkzeug und entsprechend komplex zu verwalten. Ich bin mir wieder einmal deutlich sicherer dass sich Typo 3 erst bei wirklich komplexen und großen Projekten mit vielen Redakteuren usw. eignet. Natürlich kann man es für alles einsetzen, wenn man es kennt. Jedoch bringt man hiermit seine Kunden in Abhängigkeiten, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Wenn ein Kunde nur seine Öffnungszeiten ändern will, ist Typo 3 höchstwahrscheinlich der Overkill. Aber sei es drum. Die Einführung hat mir einen sehr guten Eindruck von der Komplexität gegeben und ich danke Harald dafür!

Zend Framework / PHP

Meine zweite Session bezog sich auf das Zend Framework. Es wurde der Umfang und der Einsatz des Zend Frameworks beschrieben. Der Moderator ist begeisterter User des Zend Frameworks und hat es geschafft, dass ich mich ebenfalls mit diesem Framework beschäftigen möchte. Vielen Dank für die Einführung! Den Rest vom Tag verbrachte ich mit losen Diskussionen. Das finde ich bei Barcamps eigentlich immer wieder das Schönste. Man muss nicht zu jeder Session und man findet dutzende interessante Gesprächspartner. Links zu weiteren Berichten übers Barcamp Stuttgart gibts im Wiki. Die Organisation empfand ich wieder einmal sehr gut. Das Orgateam hat tolle Arbeit geleistet und so das Barcamp zu einem wirklich tollen Event gemacht. Auch hierfür möchte ich mich bedanken.

Trackbacks

Webstandards und Webseiten-Relaunch » miradlo bloggt am :

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[...] Texto.de « Eindrücke vom Barcamp Stuttgart [...]

Ralfs Zend Framework und PHP Blog » Zend Framework goes Barcamps &laq am :

"" vollständig lesen
[...] Zend Framework auch auf den Barcamps angenommen wird. Neulich erst wurde beim Barcamp in Stuttgart eine Session über das Zend Framework [...]

Kommentare

ute am :

ute Grad passend zum Thema Blogs im Unterricht gefunden:
Blogs im HTML-Kurs einsetzen

Natty am :

Natty Boa ja ohne Internetzugang das wäre für mich auch schrecklich, nicht mehr wegzudenken so
wie Fernsehen

ute am :

ute jein, richtig ungeschickt ist es natürlich, wenn alle anderen Zugang haben. Ansonsten ist es aus meiner Sicht durchaus auch mal eine spannende Idee ein Barcamp ganz ohne Netzzugang zu machen, siehe auch die Idee zum Flipcamp

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