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Glossar Informatik und Begriffe rundum die Informatik

Dieses ist das dritte Glossar auf miradlo bloggt, nach dem Glossar zu Blogs und dem Glossar zu Begriffen aus dem Web, starte ich jetzt ein weiteres Glossar mit Begriffen rundum die Informatik. Ergänzend hierzu gibt es die Liste zum Requirements Engineering mit weiterführenden Informationen in  in Büchern und Links. Zumindest vorerst werde ich in diesem Glossar auch auf die Begriffe aus dem Projektmanagement und dem Requirements Engineering eingehen. Sollte das Glossar im Lauf der Zeit zu umfangreich werden, dann lagere ich diese Bereiche aus.
Begriff Erklärung bzw. Synonyme

Erklärung zu den Definitionen vergleiche [SE mit UML], [Glinz], [IT-effizient], [DIN]
Akteur zum Seitenanfang Akteure sind nicht Teil des Systems, sondern repräsentieren Rollen, die ein Benutzer des Systems spielen kann. Ein Akteur kann aktiv Informationen mit dem System aus­tauschen, er kann ein passiver Empfänger des Systems sein, er kann einen menschlichen Benutzer, aber auch eine Maschine oder ein anderes System repräsentieren.
Aktivität Ein Arbeitsprozess, der inhaltlich sinnvoll und ohne Auf­wandserhöhung nicht mehr auf mehrere Personen aufgeteilt werden kann. Eine Aktivität wird daher stets von einer einzigen Person durchgeführt.
Änderungsmanagement Änderungsmanagement bezeichnet die Vorgehensweise in den späteren Projektphasen, mit der kontrolliert Ände­rungen an der Anforderungsbeschreibung durchgeführt werden. [SE Glossar]
Anforderung/ Requirement 1. Eine Bedingung oder Fähigkeit, funktionaler oder nicht-funktionaler Natur, die von einer Person zur Lösung eines Problems oder zur Erreichung eines Ziels benötigt wird. 2. Eine Bedingung oder Fähigkeit, funktionaler oder nicht-funktionaler Natur, die eine Software oder ein anderes Produkt erfüllen oder besitzen muss, um einen Vertrag, eine Norm oder ein anderes formell bestimmtes Dokument zu erfüllen.
Anforderungsprofil Ein Anforderungsprofil ist ein Kundendokument, das die Anforderungen an das zu liefernde System aus Kundensicht beschreibt.
Anforderungsspezifikation/ Anforderungsdokument/ Software Requirements Specification Die Zusammenstellung aller Anforderungen an ein Produkt oder eine Soft­ware.
ANSI American National Standards Institute (gegründet 1918); ANSI ist eine private, gemeinnützige Organisation
Anwendungsfall/Use Case Ein Anwendungsfall modelliert einen Dialog zwischen Akteuren und dem System. Ein Anwendungsfall wird von einem Akteur angestoßen, um eine bestimmte Funktionali­tät des Systems auszuführen. Ein Anwendungs­fall ist ein vollständiger und sinnvoller Ereignisfluss. Alle Anwen­dungs­fälle zusammengenommen stellen sämtliche Mög­lich keiten der Nutzung des Systems dar.
Anwendungsfalldiagramm/Use Case Diagramm Es vermittelt einen Überblick über alle Anwendungsfälle und die damit verbundenen Akteure. Aus diesem Dia­gramm ist das Zusammenspiel der Anwendungsfälle unter­einander erkennbar; denn es zeigt die Interaktionen zwi­schen Akteuren, die sich außerhalb des Systems befinden und den Anwendungsfällen, die die System­funktionalität beschreiben.
Arbeitspaket Ein Arbeitspaket ist ein klar definierter Aufgabenteil, also eine Arbeitsanweisung, die sich auf den Teil einer oder mehrerer Komponenten beziehen kann.
Arbeitsschritt Ist ein inhaltlich abgeschlossener Teil eines Projekts, dessen Tätigkeiten und durchführenden Rollen sich grund­legend von den Tätigkeiten und ausführenden Rollen eines anders Arbeitsschritts unterscheiden. Ein Arbeits­schritt erzeugt inhaltlich zusammengehörende und auf demselben Abstraktionsniveau befindliche Teilprodukte als Grundlage für einen folgenden Arbeitsschritt.
Audit „Ein Audit ist die Prüfung betrieblicher Qualitätsmerkmale.” [Duden1] „Ein Audit ist eine Aktivität, bei der sowohl die Ange­messenheit und Einhaltung vorgegebener Vor­gehens­weisen, Anweisungen und Standards, als auch deren Wirk­samkeit und Sinnhaftigkeit geprüft werden.” ANSI-Norm, Übersetzung aus [SE mit UML] In die­ser Arbeit beziehen sich die Audits auf den Requirements Engineering Prozess.
Benchmark zum Seitenanfang „wirtschaftlicher Maßstab für Leistungsvergleich” [Duden1]
Checkliste zum Seitenanfang Eine Checkliste enthält Vorgaben für den Inhalt, die Struk­tur oder die Qualität eines Dokuments oder Prozesses; sie kann auch zur Erstellung und Prüfung eines Dokuments verwendet werden. vgl. [SE Glossar]
Coachingprozess Der Prozess, in dem ein fachlich kompetenter Berater Wissen über Requirements Engineering vermittelt, bei der Ein­führung und An­passung des Prozesses berät und unter­stützt, Schu­lungen zu Prozess und Werkzeug durch­führt, sowie durch gezielte Interviews Vorschläge zur Opti­mie­rung erarbeitet.
DIN zum Seitenanfang Das DIN ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein (DIN Deutsches Institut für Normung e.V., gegründet 1917).
Domänenmodell Das Domänenmodell ist das Ergebnisdokument der Do­mänen­analyse. Es enthält typischerweise Daten und gene­rische Anforderungen, die für konkrete Systeme vervoll­ständigt oder angepasst werden müssen. vgl. [SE Glossar]
E-Mails POP3 und IMAP zum Seitenanfang Bei der Einrichtung von E-Mails unterscheidet man zunächst zwischen einem einem IMAP- und einem POP3-Konto. POP3 ist der übliche Weg E-Mails einzurichten, dabei werden die Mails vom Server abgeholt und werden anschließend lokal bearbeitet. Die Mails liegen danach nicht mehr weiter auf dem Server. Der Vorteil von IMAP liegt darin, dass alle E-Mails auf dem Server bleiben, egal ob man sie lokal oder über Webmail nutzt. Insbesondere, wenn man häufig von verschiedenen Rechnern aus, seine Mails abruft, bietet sich dieser Weg an. Zu Verzögerungen beim Mailempfang siehe Greylisting unter G.
Entity-Typen Gegenstandstypen
externer Requirements Engineering Berater (coachen, Coachingprozess) Ein fachlich kompetenter Berater, der Wissen über Requirements Engineering vermittelt, bei der Einführung und An­passung des Prozesses berät und unterstützt, Schu­lungen zu Prozess und Werkzeug durchführt, sowie durch gezielte Interviews Vorschläge zur Optimierung erarbeitet.
Feature/ Feature Modell zum Seitenanfang Ein Feature im Sinne des Feature Modells, ist die produktun­abhängig formulierte Fähigkeit bzw. Funktionali­tät der RC Produkte. Daher ist kein Fachwissen über das Produkt­portfolio nötig, weil die Kategorien nicht die Pro­dukte widerspiegeln. Eine Kategorie ist z.B. die Videocodierung. Hierbei entstehen die ersten Features aus nicht-funktionalen" title="G :::">G.
Entity-Typen Gegenstandstypen
externer Requirements Engineering Berater (coachen, Coachingprozess) Ein fachlich kompetenter Berater, der Wissen über Requirements Engineering vermittelt, bei der Einführung und An­passung des Prozesses berät und unterstützt, Schu­lungen zu Prozess und Werkzeug durchführt, sowie durch gezielte Interviews Vorschläge zur Optimierung erarbeitet.
Feature/ Feature Modell zum Seitenanfang Ein Feature im Sinne des Feature Modells, ist die produktun­abhängig formulierte Fähigkeit bzw. Funktionali­tät der RC Produkte. Daher ist kein Fachwissen über das Produkt­portfolio nötig, weil die Kategorien nicht die Pro­dukte widerspiegeln. Eine Kategorie ist z.B. die Videocodierung. Hierbei entstehen die ersten Features aus nicht-funktionalen Anforderungen und Anwendungsfällen. Diese Features werden anschließend weiter heruntergebrochen.
Fehlleistungskosten Fehlleistungskosten (cost of non-conformance) sind Kosten zur Fehlerbehebung.
funktionale Anforderungen Funktionale Anforderungen beziehen sich auf die funktionellen Aspekte eines Systems. Das heißt, sie sind die Antworten auf Fragen wie: „Was tut das System, was soll es auf Grund der Aufgabenstellung können?” Unterschie­den werden funktionale Anforderungen üblicher­weise nach Eingaben und deren Einschränkungen, nach Ausgaben und Funktionen, die das System ausführen können soll. vgl. [RE systematisch]
Greylisting bei E-Mails zum Seitenanfang Verzögerungen beim Mailempfang sind beispielsweise durch Greylisting möglich. Greylisting verhindert den ersten Versand eines noch unbekannten Absenders. Damit wird sehr viel an Spam verhindert, allerdings ist es zuweilen lästig, da beispielsweise beim Anmelden in einem Forum es dadurch bis zu zwei Stunden dauern kann, bevor die Mail ankommt, mit der die Registrierung abgeschlossen werden kann.
inkrementell zum Seitenanfang stufenweise, zunehmend
ISO Internationale Organisation für Normung
iterativ schrittweise, sich wiederholend
Klasse (in Modellen) zum Seitenanfang Abstrakte Beschreibung der Eigenschaften und Fähigkeiten vieler ähnlicher Objekte.
Klasse im Sinne der Software­entwicklung Eine Klasse ist der abstrakte Datentyp eines Objekts.
KobrA Komponentenbasierte Anwendungsentwicklungsmethode
Komponente Ein durch Schnittstellen klar abgegrenzter Teil eines Soft­waresystems.
konsistent „widerspruchsfrei” [Duden5]
Kunde/ Anwender/ Benutzer Hier wird grundsätzlich der Begriff Kunde verwendet, da Anwender und Benutzer aus Auftragnehmersicht dasselbe sind.
Leistung eines Systems zum Seitenanfang Die Leistung eines Systems beschreibt seine Fähigkeiten; beispielsweise die Menge der Sendungen, die pro Stunde gelesen werden.
Leistung im Sinne einer Dienst­leistung Eine oder mehrere Tätigkeiten, die dem Empfänger einen direkten Nutzen bringen, ohne dass dieser Nutzen notwen­digerweise in Form eines Produkts bleibend verfügbar ist. Übliche Leistungen bei der Softwareentwicklung sind: Beratung, Schulungen, Wartung usw.
Meilenstein zum Seitenanfang Ein Zeitpunkt in einem Projekt, bei dem maßgebliche Ent­scheidungen in Bezug auf das weitere Vorgehen getroffen werden müssen. Bei Erreichung eines Meilen­steins wird der Ist-Zustand des Projekts im Rahmen einer formalen Über­prüfung festgestellt. Basierend auf einem Vergleich zwischen Ist- und Soll-Zustand wird das weitere Vorgehen bestimmt. Übliche Vorgehensweisen bei einem Meilenstein sind der Übertritt in eine Folgephase, sofern der Soll-Zustand gewährleistet ist, oder aber unmittelbare Maß­nahmen zur Erreichung des Soll-Zustands, falls dieser nicht erreicht worden ist.
Methode/ Software-Entwicklungsmethode Anleitung zur Modellierung eines bestimmten Aspekts eines Software Systems meist in Verbindung mit einer Notation zur (grafischen) Darstellung des Modells. Die Methode enthält weiter eine genaue Beschreibung der Semantik des Modells, sowie der Abbildungsmechanismen von der Wirklichkeit und umgekehrt.
miradlo Hier im Blog steht miradlo für das Softwareunternehmen in Konstanz am Bodensee, welches vor allem Webdesign und Webapplikationen anbietet. miradlo ist ein spanisches Wort. Das Wort kommt von der Grundform “mirar” das bedeutet: gucken, ansehen, betrachten, zu schätzen wissen, hinsehen… “mirad” ist der Imperativ, zweite Person Plural, also in etwa: guckt, betrachtet… “lo” bedeutet das, was, es. Im Spanischen werden diese Formen aneinandergehängt: miradlomiradlo bedeutet in etwa: Guckt es euch an, betrachtet es, schaut es an… Ausgesprochen wird es im Spanischen mit der Betonung auf “rad” und das kurz gesprochen, nicht wie das Rad im Deutschen.
Nachforderungsmanage­ment zum Seitenanfang Claimmanagement (Nachforderungsmanagement) im Sinne der DIN 69905 ist die “Überwachung und Beurteilung von Abweichungen bzw. Änderungen und deren wirtschaftlichen Folgen zwecks Ermittlung und Durch­setzung von Ansprüchen”. Das Nachforderungsmanage­ment ist Bestandteil bzw. Ergebnis eines systematischen Konfigurationsmanagements und sollte in diesem Zusammenhang behandelt werden. Durch ein zu domi­nantes Nachforderungsmanagement und die Fokussierung auf Ermittlung und Durchsetzung von Ansprüchen wird der Projektablauf starr. Es ist Aufgabe des Projektmanagers für angemessenen Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Projektbeteiligten und dem optimalen Projektablauf zu sorgen. Unterstützt durch ein projektbegleitendes Qualitäts­management (siehe Qualitätsmanagement) können so Mängel rechtzeitig erkannt und ungerechtfertigte Nach­forderungen eingeschränkt werden.
nicht-funktionale Anforderungen Die nicht-funktionalen Anforderungen beziehen sich auf alles, was nicht direkt ein funktioneller Aspekt ist. Das heißt, sie geben Antworten auf Fragen wie „Wie soll das System die Aufgaben erfüllen oder wie soll das System erstellt werden?” Unterschieden wird nach Qualitätsattributen der Funktionen, Anforderungen an das imple­mentierte System als Ganzes, Vorgaben zur Durch­führung der System­erstellung sowie nach Anforderungen an Prüfung, Einführung, Betreuung und Betrieb. vgl. [RE systematisch]
Objekt zum Seitenanfang Eine Einheit mit Eigenschaften und Fähigkeiten. Eigen­schaften können ihren Wert während der Lebensdauer dieser Einheit ändern. Das Ergebnis der Durchführung von Fähig­keiten wird durch den jeweils aktuellen Zustand der Einheit (= Summe der Werte aller Eigenschaften zu einem Zeit­punkt) beeinflusst.
objektorientiertes Paradigma Verwendung eines durchgängigen Konzepts in allen Arbeits­schritten. “Ziele des objektorientierten Paradigmas sind Software-Komponenten, Software-Bibliotheken, Wiederverwendung und Megaprogrammierung. “Software-Komponenten, d.h. ein Problem wird in Teilprobleme zerlegt, welche durch einzelne Komponenten gelöst werden und durch ihre Interaktion über genau definierte Schnittstellen zur Lösung des Gesamtproblems beitragen. “Software-Bibliotheken, d.h. Klassen werden in Archiven zur Wiederverwendung gesammelt, um die Erstellung von Software zu beschleunigen und zu vereinfachen. Da eine Klasse selten unverändert verwendet werden kann, sollte der Quellcode archiviert werden. “Wiederverwendung wird vor allem aus Kostengründen gemacht, d.h. Software wird so gestaltet, dass sie wieder verwendet werden kann. “Megaprogrammierung bedeutet „Programmieren im Großen”, durch die Software-Komponenten kann ein Pro­jekt in mehrere leichter handhabbare Teile aufgespaltet werden.
Open Source

Open-Source-Software oder freie Software hat vor allem die Eigenschaften des veröffentlichten, freien, anpassbaren Quellcodes. Nicht in jedem Fall bedeutet “frei” kostenlos in diesem Zusammenhang. Häufig jedoch ist die Software selbst kostenlos, Geld kosten Dokumentationen, Anpassungen und Schulungen. Beispiele für Open-Source-Software sind:

  • Apache Webserver zumindest in Deutschland nach wie vor der Webserver, mit dem mit Abstand die meisten Webseiten betrieben werden.
  • Linux das Betriebssystem
  • OpenOffice.org die Officelösung für Linux, Mac und Windows
  • PHPbb die zur Zeit weitverbreitetste Software für ein Forum
  • Wordpress die meistgenutzte Blogsoftware
Pflichtenheft/ Anforderungsspezifikation zum Seitenanfang Synonym für Anforderungsspezifikation, Begriff für Spezi­fikation und Überblick über die Lösung; außerdem wird dieses Wort für Spezifikation und Elemente der Projekt­abwicklung verwendet. Das bedeutet, dieser Begriff ist nicht eindeutig definiert und sollte daher nur mit einer klaren Definition verwendet werden.
Port bezogen auf Protokolle Der Port (Anschluss) wird z.B. bei der Einrichtung von E-Mailkonten benötigt. Er gibt an über welchen Anschluss mit dem jeweiligen Protokoll gearbeitet werden soll. Im Bereich der E-Mails sind bekannte Ports: 110 für POP3, 995 für POP3S, sowie 143 für IMAP bzw. 993 für IMAPS und 25 für SMTP. Mehr dazu bei Wikipedia Ports bei Protokollen
Phase Eine Phase ist der Zeitraum zwischen zwei Meilensteinen.
Produkt Das bleibende Ergebnis einer Tätigkeit. Ein Produkt kann bei der Software Entwicklung ein schriftliches oder elektronisches Dokument oder ein technisches System sein.
Produktportfolio Die Gesamtheit der bestehenden Produkte.
Projekt Ein Projekt ist ein einmaliges, zeitlich begrenztes Vorhaben mit klaren Zielen. Innerhalb eines Projekts werden neu­artige und unbekannte Probleme mit unterschiedlichen Methoden gelöst. In einem Projekt arbeiten Personen aus verschiedenen Fachgebieten miteinander. Ein Projekt hat ein eigenes Budget. Da Projekte einmalig sind haben sie besondere Risiken bezüglich Zeit, Kosten und Technologie.
PSL/PSA (Problem Statement Language /Analyzer) PSL/PSA ist eine Komponente von ISDOS (Information System Design and Optimization System), die ab 1968 an der Universität Michigan entwickelt wurde. Mit PSL wird ein System als Menge von Objekten und Relationen zwi­schen diesen Objekten aufgefasst, die in einer Datenbank abgelegt werden. PSL stellt Schlüsselwörter zur Verfügung, die den Rahmen für zusätzliche informale Texte bilden. Die Beschreibung von Anforderungen in PSL geht von einer Bottom-up-Vorgehensweise aus. Die Methode besteht darin, Aussagen des Kunden auf Objekte und Relationen abzubilden und in eine Datenbank einzutragen. Durch systema­tische Aufstellung von Reports kann man den Inhalt der Datenbank wiedergeben und dadurch Lücken in den bisher erfragten Anforderungen feststellen. vgl. [Lorenz]
Qualität zum Seitenanfang „Qualität ist die Gesamtheit von Eigenschaften und Merk­malen eines Produkts oder einer Tätigkeit, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung gegebener Erfordernisse bezieht.”[DIN]
Qualitätsmanagement „Qualitätsmanagement umfasst alle Tätigkeiten der Gesamtführungsaufgabe, welche die Qualitätspolitik, Ziele und Verantwortung festlegen sowie diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung im Rahmen des Qualitätsmanage­mentsystems verwirklichen.”[DIN]
Qualitätssicherung „Die Gesamtheit der Maßnahmen und Hilfsmittel, die ein­gesetzt werden, um den Anforderungen an das Software-Produkt und an dessen Entwicklungs- und Pflegeprozesse zu entsprechen.” [IEEE-Norm 610]
Qualitätssicherungsplan „Dokument, das die spezifischen Qualitätspraktiken, Quali­tätsressourcen und Qualitätsaktivitäten, die für ein bestimmtes Produkt, einen bestimmten Ablauf, Dienst oder Kontrakt relevant sind, festlegt.”[DIN]
Refactoring zum Seitenanfang Beim Refactoring geht es darum, das Design von exis­tierendem Code zu verbessern.
Relationship-Typen Beziehungstypen
Repository Aufbewahrungsort, Ablage für Dateien, Verzeichnisse usw. meistens ist das eine Datenbank. Auf jeden Fall ist es ein Speicherort mit einer einheitlichen Speicherstruktur.
reproduzierbar „etwas genauso [wieder]-herstellen wie das Genannte” [Duden5]
Requirements Engineering/ Anforderungsanalyse/ Anforderungstechnik „1. Das systematische, disziplinierte und quantitativ erfass­bare Vorgehen beim Spezifizieren, d.h. Erfassen, Beschreiben und Prüfen von Anforderungen an ein System. 2. Eine Disziplin um zu verstehen und zu beschreiben, was die Kunden wünschen oder brauchen.” [Glinz]
Review „Ein Review ist ein mehr oder weniger formal geplanter und strukturierter Analyse- und Bewertungsprozess, in dem Projektergebnisse einem Team von Gutachtern präsentiert und von diesem kommentiert oder genehmigt werden.”[ IEEE-Norm 610]
Rolle Eine Rolle ist ein Aufgabenbereich, der namentlich genannt wird. Beispielsweise ist ein Projektleiter eine Rolle. Eine Rolle ist jedoch nicht identisch mit einer Person, denn ein Projektleiter kann gleichzeitig Requirements Engineer für ein Projekt sein.
Semantik zum Seitenanfang Semantik heißt Bedeutung einer sprachlichen Äußerung, eines Symbols oder einer sonstigen Kommunikation. Für Programmiersprachen ist die Semantik nur für syntaktisch korrekte Programme definiert. Bei natürlichen Sprachen ist die Semantik häufig mehrdeutig oder vom Kontext oder dem Vorwissen des Hörers oder Lesers abhängig. Die Semantik von Programmiersprachen wird zunehmend exakt definiert, was jedoch oftmals sehr komplex ist, wenn es nicht umgangssprachlich sondern formal geschehen soll. Ein Ansatz besteht darin, die Semantik durch Bezug auf eine andere Sprache zu definieren, wobei ein Übersetzungs­algorithmus von der betreffenden Sprache in die bereits bekannte gegeben wird.
Softwareentwicklungspro­zess Beschreibt die Summe aus einem Vorgehensmodell, den Tätigkeiten und Aktivitäten sowie den angewandten Metho­den.
Stakeholder Interessengruppe aller, die am Erfolg bzw. Misserfolg eines Unternehmens interessiert sind.
Syntax Unter Syntax versteht man die Rechtschreibung einer Sprache. Bei Programmiersprachen legt die Syntax eindeutig fest, ob ein Programm korrekt geschrieben ist. Dabei kommt es in der Regel auf jedes Detail (Komma, Punkt, Semikolon, Leerzeichen, etc.) an. Die exakte Defini­tion der Syntax einer Sprache ist -trotz neuer Recht­schreibung- wesentlich einfacher als die Festlegung der Semantik.
System Der Begriff System wird im Zusammenhang mit Requirements Engineering für Verschiedenes verwendet: Software, Hardware, Services, Vorgehensrichtlinien, Doku­mentationen.
Tätigkeit zum Seitenanfang Ein in sich abgeschlossener Arbeitsprozess, dessen Ergeb­nis ein konkretes Produkt oder eine Leistung ist. Eine Tätigkeit gliedert sich in mehrere Aktivitäten, welche alle zur Erstellung des Zielprodukts oder zur Erbringung der geforderten Leistungen beitragen.
UML (Unified Modeling Language)

UML, die vereinheitlichte Modellierungssprache wurde entwickelt, um alle Phasen der Softwareentwicklung darstellen zu können. UML kann mit sehr einfachen grafischen Modellen, den Use-Case-Diagrammen, bereits bei den ersten Schritten der Anforderungsanalyse die Gespräche mit Kunden unterstützen. Weitere Diagrammarten sind für spätere Schritte der Softwareentwickler einsetzbar, z.B. Aktivitätsdiagramme, Sequenzdiagramme, Klassendiagramme usw. Zu allen Schritten des Softwarenentwicklungsprozesses mit UML gehören spezifizierte Regeln zu den Modellen, es existieren semantische Regeln für Namen, Gültigkeitsbereiche, Sichtbarkeit, Integrität und Ausführung. Darüber hinaus verfügt die UML über vier einheitliche Mechanismen, um zu gewährleisten, dass die Sprache einheitlich und konsistent wird. Diese Mechanismen sind:

  • Spezifikationen
  • Details
  • durchgängige Unterscheidungen
  • Erweiterungsmechanismen

Natürliche Sprache, also Beschreibungen und Erklärungen wie in den textuellen Use-Case-Beschreibungen, gehören zu allen Modellformen.

Use Case/Anwendungsfall Definition siehe Anwendungsfall
Validierung zum Seitenanfang Die Eignung und der Wert des Produkts bezogen auf seinen Einsatzzweck. [„Am I building the right product?”][Verify]
Verifikation Prüfung der Übereinstimmung des Produkts mit seiner Spezifikation. [„Am I building the product right?”][Verify]
Vorgehensmodell Ein Vorgehensmodell bestimmt die Abfolge von Phasen und Meilensteinen eines Projekts. Entsprechend der Abfolge kann man sequenzielle und iterative Vorgehens­modelle unterscheiden. In sequenziellen Vorgehens­modellen wird eine bestimmte Phase (hier meist ein Arbeitsschritt) einmal durchlaufen. Der Anfang und das Ende jeder Phase ist durch einen Meilenstein festgelegt. In iterativen Vorgehens­modellen werden Phasen mehrmals durchlaufen, um zu einer höheren Produktreife zu gelangen. Die Kriterien für den Übertritt von einer Phase zur nächsten bzw. einer Iteration zur nächsten, werden meist in Abhängigkeit vom aktuellen Projektstatus zu Beginn einer Phase bzw. einer Iteration festgelegt.
Workshop zum Seitenanfang „Seminar, Arbeitsgruppe”[Duden1] Ein Workshop ist eine Veran­staltung einer Arbeitsgruppe, mit dem Ziel, ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.

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