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Diskussionen zu Microsoft und dem IE8 : III.

Diese Serie startete mit I. den guten Nachrichten von Microsoft, dem folgte das II. der Webtrend: stahref="http://miradlo.net/bloggt/index.php?75-s"" title="Webdesign-Trend Webtrends 2008">Webtrend: standardkonformere Seiten, dieses ist das III. der letzte Teil der Serie über die Diskusssionen unter Webentwicklern und die Bedenken zur Standardkonformität des IE8. Ich finde es schade, dass es Diskussionen gibt, die sich an diejenigen richten, die an den Gesprächen mit Microsoft beteiligt waren. Jens Grochtdreis schreibt z.B. in Microsoft hört zu unter anderem:"Gustafson, Eric Meyer, Zeldman und die anderen sollten in sich gehen und fragen, ob sie noch wirklich unabhängig denkende Geister sind oder ob sie sich zu sehr haben vereinnahmen lassen." Klar gerade Jeffrey Zeldman hatte gesagt, dass auch die Lösung, in der der IE8 sich eher wie IE7 verhält, akzeptabel wäre. Auch ich hielt das für den falschen Ansatz und glücklicherweise hat sich Microsoft dagegen entschieden. Allerdings schrieb Zeldman auch folgendes in seinem Kommentar (eigene sinngemäße Übersetzung des englischen Kommentars): "Wenn genügend Webentwickler glauben, dass der Standard sein sollte 'aktuelle Version' statt 'IE7' - und falls sie schlüssig und sachlich argumentieren - dann könnte es sein, dass Chris Wilson und seine Kollegen ihnen zustimmen und den Standardwert so setzen, wie ihr es wollt und nicht wie zuerst vorgeschlagen. " Damit schrieb er meines Erachtens keineswegs, dass er die von Microsoft ursprünglich vorgeschlagene Lösung für optimal hielt. In demselben Artikel schrieb er später ergänzend in einem weiterem Kommentar (eigene sinngemäße Übersetzung der Frage und des Kommentars aus dem englischen Original): Brian Warshaw: "Wenn die Versionsangabe im Metatag bedeutet, dass ein heute erstelltes Design auch noch in zehn Jahren gut aussieht, ist das nicht diese eine Zeile Code wert? " Jeffrey Zeldman: "Ja, für mich ist es so, auch wenn es das glatte Gegenteil an Browserverhalten ist, für das ich seit 1998 kämpfe. Meine Motivation war niemals religiös sondern praktisch. Ich möchte, dass die Seiten, die ich entwerfe funktionieren. Wenn diese Lösung hilft dieses Ziel zu erreichen, dann ist sie eine gute Sache. " Noch deutlicher äußerte sich Eric Meyer in einem Kommentar zu dem Thema auf der Webseite von Jeremy Keith (eigene sinngemäße Übersetzung des englischen Kommentars): “Wie schon gesagt, ich hoffe sehr dass du mit deiner Meinung diese Diskussion gewinnst; denn mir geht es genauso, ich möchte dieses Vorgabeverhalten. Ich habe genau das vergeblich anzubringen versucht, nun hoffe ich, dass andere ebenso argumentieren und weiterhin versuchen Microsoft zu überzeugen. ” Insofern bin ich, anders als Jens Grochtdreis, nicht der Meinung, dass sich die beiden von Microsoft haben vereinnahmen lassen. Klar, gerade von diesen Gurus der Webstandards, erhofft sich mancher, dass sie immer bis zum letzten Moment kämpfen. Andererseits zeigt das jetzige Ergebnis, dass das nicht der einzige Weg ist. Ich hoffe, dass die Entscheidung fiel, weil sich viele andere Webentwickler dafür eingesetzt haben. Manche Unkenrufe vermuten allerdings, dass es rechtliche Gründe gegeben haben könnte, die Microsoft zu diesem Schritt bewogen haben.

...doch nicht standardkonformer IE8

Andere, die den IE8 in seiner ersten Beta-Version getestet haben, befürchten, dass es trotz bestandenem Acid2-Test wieder viele Fehler geben könnte, die schon IE7 hatte. IE8 soll im Herbst veröffentlicht werden, ich halte es für verfrüht bei jedem Fehler in der Beta I anzunehmen, dass dieser auch noch in der endgültigen Version vohref="http://miradlo.net/bloggt/index.php?60-s"" title="Glossar Acid2">Acid2-Test wieder viele Fehler geben könnte, die schon IE7 hatte. IE8 soll im Herbst veröffentlicht werden, ich halte es für verfrüht bei jedem Fehler in der Beta I anzunehmen, dass dieser auch noch in der endgültigen Version vorhanden sein wird. Insgesamt meine ich, es ist ein sehr gutes Zeichen für die Webstandards, wenn der Riese aus Redmond nicht nur einen Browser entwickelt, der den Acid2-Test besteht; sondern darüber hinaus zulässt, dass nun eher die Webentwickler, die für IE6 oder IE7 optimiert haben, gefragt sind und an ihren Seiten etwas ändern müssen, statt derjenigen, die standardkonform entwickeln. Das Webstandards Projekt schreibt dazu (eigene sinngemäße Übersetzung): Was bedeutet diese Entscheidung? Nun, einiges, z.B:
  1. Webautoren, die standardkonforme Seiten erstellen müssen keine Änderungen an ihrem Markup vornehmen, um ihre Webseiten vom IE8 in seinem neuesten bestmöglichen Modus darstellen zu lassen.
  2. Alle Webautoren, die nicht standardkonforme Seiten entwickeln, müssen entweder lernen das zu tun oder aber sie müssen ihrem Markup einen Hinweis hinzufügen, dass ihre Seiten entsprechend einer älteren Version des IE angezeigt werden sollen.
  3. Jeder, der JavaScript nutzt, um je nach Browser einen anderen Code auszugeben, muss das ändern, da viele Annahmen über die Rendering Engine des IE auf die Version des IE8 nicht mehr zutreffen.
Mir gefallen diese Konsequenzen, weil damit der Trend hin zu standardkonformeren Webseiten zwangsläufig verstärkt wird. Ein weiterer informativer Artikel zum Thema Microsoft und Webstandards wurde von Mathias Schäfer (molily) auf dem SELFHTML-Blog veröffentlicht. Zu den genutzten, nicht erklärten Begriffen siehe Glossar zu Web, Webdesign und Webapplikationen.href="http://miradlo.net/bloggt/index.php?60-s"" title="Glossar">Glossar zu Web, Webdesign und Webapplikationen.

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