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Linux, CMS, Blogs... von Unternehmen genutzte Open-Source-Software

Im vorläufig letzten Teil zu Open-Source geht es konkret darum, welche Software denn nun in welchem Rahmen in Unternehmen genutzt wird.

Welche Open-Source-Software wird eingesetzt und in welchen Bereichen?

  • OSS als Server-Betriebssystem führt dabei klar mit 84%, gefolgt vom Webserver mit 81%. Weitere starke Bereiche sind Datenbank und Netzwerk-Infrastruktur.
  • Erstaunlich war für mich der hohe Einsatz im Desktopbereich mit 68% die freie Office-Software nutzen.
  • Weniger ungewöhnlich sind die 83% von Internet-Programmen, wie dem Firefox.
  • Linux als Desktop-Betriebssystem wird jedoch von beeindruckenden 57% der Unternehmen genutzt. Gut, dass ich nicht gewettet habe, die Wette hätte ich verloren. Insbesondere im Desktop-Bereich hätte ich höchstens mit 20% gerechnet. ;-)
  • Es scheint häufig mit den ersten Anwendungen zu beginnen, wie Firefox und Thunderbird und nach und nach kann häufig auch sehr einfach weiteres eingesetzt werden, bis hin zum Desktop-Betriebssystem. Bei uns im Unternehmen werden neue Mitarbeiter eher "ins kalte Wasser geworfen", denn meist kannten sie vorher aus eigener Erfahrung nur Windows und dessen Programme und haben zunächst auch Angst vor dem riesigen Unterschied eines anderen Betriebssystems. Der Ruf von Linux als konsolen-basiertes Hacker-Betriebssystem hat sich da festgesetzt. Deshalb sind die meisten bereits nach wenigen Stunden zufrieden und erleichtert, wenn sie merken, dass sich ein KDE auf Gentoo-Linux mit OpenOffice.org und ähnlichem kaum von dem unterscheidet, was sie kennen.
  • Bei anderen Anwendungen sind die Zahlen nicht so hoch, was jedoch auch daran liegt, dass manches bei einigen Unternehmen gar nicht eingesetzt wird, wie z.B. Dokumentenmanagement-Systeme.
  • 51% setzen ein freies CMS ein, was ja auch naheliegend ist, da als Webserver meist ein Apache auf Linux eingesetzt wird.
  • Im Serverbereich verteilen sich die Betriebssysteme wie folgt ( Mehrfachnennungen waren möglich):
    • Debian mit 47%
    • Ubuntu mit 32%
    • Suse Enterprise Server mit 27% OpenSuse mit 23%
    • Red Hat Enterprise mit 15%
    • unter 10% andere, wie Fedora
    • bei weiteren Distributionen wurde häufig Gentoo genannt Da sind wir ja dann immerhin bei den weiteren Distributionen noch mit dabei, wenn auch nicht bei den ganz großen. ;-)
  • Größere Unternehmen setzten, wenig überraschend, häufiger kommerziell gestützte Produkte ein, als kleine Unternehmen.
  • Bei den Serversystemen wird in Deutschland deutlich häufiger noch Suse eingesetzt als in anderen Ländern.
  • Auf dem Desktop hat Suse jedoch stark verloren. Die Zeiten als gefühlte 80% aller deutschen Linux-Desktops mit Suse liefen sind vorbei.
    • Ubuntu führt mit einem Einsatzgrad von 60,8 vor
    • Debian mit 29,9
    • OpenSuse nur noch 28,8
    • Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) 8,8
    • Fedora 8,2
    • Red Hat Enterprise Linux Desktop (RHEL) 5,7 Tja, hier ist Gentoo ungenannt, Suse ist bei uns lange her und damals war Ubuntu noch nicht so im Gespräch. Unsere Tests mit Debian ergaben, dass der Vorteil an Stabilität zu Lasten sehr langsamer Aktualisierung geht, dass passte nicht zu uns, die wir doch oft auch mal Neues probieren wollen. Inzwischen ist es für uns sinnvoll auch im Desktopbereich Gentoo einzusetzen, da wir so keinen zusätzlichen Lernaufwand haben, weil sich Server -und Desktopsystem nicht unterscheiden.
  • Die kommerziellen Versionen werden auch hier häufiger von großen Unternehmen genutzt, jedoch können sie trotzdem nicht mit Ubuntu mithalten.
  • Bei Datenbanken führt mit deutlichem Abstand MySQL vor allen anderen. An dieser Stelle ist es ja nach Einsatzzweck kaum anderes möglich. Wir versuchen bei einem Großteil unseres Angebots für Kunden diesen zu überlassen, wer ihre Webapplikation hostet. Mit einer anderen als der MySQL-DB ist das zur Zeit nicht möglich.
  • Bei der Virtualisierung teilen sich die Virtual Box und Xen den überwiegenden Teil. Xen wird vor allem auf dem Server genutzt.
  • Beim Thema Content Management Systeme (CMS):
    • Typo3 nutzen über 40%, wobei auch hier die größeren Unternehmen zu Buche schlagen, in kleineren Betrieben führt Joomla.
    • Joomla nahezu 30%
    • WordPress etwa 15%
    • Drupal rund 10%
    • weitere teilen sich den Rest, darunter Wikis und CMS-Eigenentwicklungen Wir nutzen kein Typo3, da unsere Kunden entweder eher kleinere Unternehmen sind, oder eine speziell für sie angepasste Individualsoftware auch für die Webapplikation benötigen. Daher passt Typo3 nicht in unser Konzept. Sehr viel setzen wir unsere Eigenentwicklung ein bei kleinen Kundenauftritten vor allem, wenn nur wenig vom Kunden selbst verändert werden soll. Bei Blogs nutzen wir zur Zeit WordPress, vor allem deshalb, weil unsere Kunden damit ein bekanntes System an die Hand bekommen, dessen Community im Netz riesig ist, so dass sie leicht auch dort weitere Informationen bekommen können.
  • Bei den Applikation-Servern führt Tomcat vor JBoss, welches gern in größeren Unternehmen genutzt wird.
  • Weitere Software wie Groupware-Lösungen und CRM werden nur von einem Drittel der Befragten überhaupt genutzt.

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