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Zertifikat - https

startssl eigenes Zertifikat im Browser sichern
Für manche Webseiten ist es wichtig ein Zertifikat einzusetzen, um per https übertragen zu können. Insbesondere wenn persönliche Daten übertragen werden sollen, geht es gar nicht anders. Nicht immer muss ein Zertifikat auch etwas kosten. Beispielsweise gibt es bei startssl.com kostenlose Zertifikate, die genutzt werden können. Wir nutzen für eine Kundenseite seit längerem ein startssl-Zertifikat. Dieses Zertifikat ist domainvalidiert und gilt für ein Jahr. Kurz vor Ablauf kommt eine Erinnerungs-E-Mail das Zertifikat zu verlängern.

Eine sehr gute Anleitung zur Einrichtung eines startssl-Zertifikats gibt es bei udo-telaar.de. Eine kompakte Anleitung zur Installation auf einem Apache-Server findet sich bei wiki.line5.eu.


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Erstes Bosscamp Singen - ein Barcamp

Bosscamp Session Hypnose 2012Über Xing organisiert, ein "Bosscamp"? Irgendwas für Selbständige, in Singen, eintägig, an einem Dienstag? Huch, erstmal nein. Dann jedoch: organisiert von Oli Gassner, der ja doch schon das ein oder andere Barcamp gesehen und organisiert hat. ;) Barcamps mag ich, mir gefällt das Format, aktuell geplante Sessions derer, die da sind, spontan zusammengestellt anhand dessen, was in dem Moment jemanden interessiert.

Bosscamp Mittagspause 2012Außerdem sagte mir ein Teil der angemeldeten Teilnehmer, dass es nicht nur lauter Neue sein werden, die nur was verkaufen wollen. Singen sind gut 30 Kilometer Entfernung, je nach Stau etwa in einer Stunde erreichbar. Ein Barcamp vor der Tür ohne mich, wollte ich doch nicht, und im Zweifel könnte ich immer noch wieder gehen. Also meldete ich mich zum Bosscamp an.

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Kurz und gut XXI

...und wie gewohnt samstags die Linktipps:
  • Auf der Suche nach Werkzeugen und Programmen zur Webentwicklung? Ich schrieb ja schon mal über die Werkzeuge, die ich nutze. Bei Pixelgraphix gab es grad die Frage zu Webwerkzeugen, schaut euch die Kommentare an, da gibt es unzählige Tipps, für alle gängigen Betriebssysteme.
  • Interview: Wie sieht man als Blinder das Internet? Vier stark sehbehinderte Internetexperten erzählen über ihre Sicht des Internets, sehr empfehlenswert!
  • So wirklich bewusst war mir Doodle bisher nicht aufgefallen, aber ich finde das Umfragetool wirklich praktisch, jede/r kann sehr einfach mal eben eine Umfrage erstellen:
    "Wie funktioniert Doodle? Erstellen Sie eine Umfrage. Leiten Sie den Link zur Umfrage an die Teilnehmenden weiter. Verfolgen Sie online, wofür die Teilnehmenden stimmen."
  • Flocke schrieb;)
    "Liebes @drwebmagazin: Bitte sprecht mir nach: "Es gibt weder einen ALT-Tag, noch einen Canonical-Tag!" Canonical ist ein Attributwert!!!"
  • Diese Woche habe ich vergleichsweise wenig gebloggt, da ich unter anderem mit buecherbrett.org ziemlich beschäftigt war, worüber ich ja auch schon schrieb. Sehr erfreulich aber etwas überraschend waren die rund 50 Anmeldungen innerhalb weniger Tage nach Start des Autorenportals.
    • Ich worüber ich ja auch schon schrieb. Sehr erfreulich aber etwas überraschend waren die rund 50 Anmeldungen innerhalb weniger Tage nach Start des Autorenportals.
      • Ich schreibe über die Nutzung des buecherbretts, also auch ganz allgemein über BuddyPress und WordPress möglichst in Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf dem Portalblog.
      • Oliver schreibt übers Bücherbrett und gibt Tipps zur Nutzung in der Bücherbrett-Hausmeisterei
      • Wir nutzen außerdem Gruppen in dem sozialen Netzwerk des Bücherbretts, welches auf BuddyPress basiert, um weitere Unterstützung gerade für die Autoren zu bieten, die noch nicht soviel Erfahrung mit Netzwerken und Blogs haben. Die von mir betreute Gruppe Systeminfos bietet Hinweise und Infos, Oliver iniitierte die Gruppe Mitglieder helfen Mitgliedern. Gern genutzt werden außerdem die Pinnwände, die jedes Mitglied hat. Positiv überrascht hat mich, dass es von Anfang an klappte, dass sich die Mitglieder auch gegenseitig halfen, klasse!
      • Erschreckend finde ich, dass der Code von buddypress mit Standardeinstellungen nicht validiert, offensichtlich war ich da zu naiv, da muss ich noch intensiver ran... Selbst die Original-Projektseite hat 40 Validierungsfehler.
      • Sehr gefreut habe ich mich über den ein oder anderen Artikel, die ein oder andere Erwähnung, wie z.B. bei Literarchie.
      • Dazu passt mal wieder eine Meldung von WordPress-Schwachstellen, die zwar in der neuen Version WP 2.8.1 nicht mehr enthalten sind, aber in WPMU noch nicht gefixt wurden.
    Zum Feeds lesen kam ich diese Woche fast gar nicht, die Links sind überwiegend vom Microbloggen, was einfach mal nebenbei geht, während ich grad auf etwas warte. Nicht ganz vollständig sind dieses Mal die Quellen der Links, wer identi.ca und/oder twitter nutzt, kann ja mal schauen, wen ich so lese... ;)

Hilfreiche Fehlermeldungen und plattformunabhängige Lösungen

Auf uteles Blog habe ich grad ganz ausführlich beschrieben, wie es geht zwei Jahre zu brauchen, um sich bei Elster Online zu registrieren. Aus meiner Sicht wurden bei der Idee von Elster von Anfang an gravierende Fehler gemacht. Der erste dicke Fehler war eine Windows-Software zu erstellen und auf die Idee zu kommen, verpflichtend elektronische Abgaben mancher Meldungen zu fordern. Ich verstehe ja, dass die Entscheidungsbefugten nicht wussten, dass es mehr als ein Betriebssystem gibt, wie es jedoch bei solch einem großen Projekt passieren kann, dass auch die Berater aus der IT nicht darauf aufmerksam machen ist mir schleierhaft. Nachdem das schief gegangen war, kam die Idee mit Elster Online und dieses Mal sollte es plattformunabhängig werden. Leider klappte das zunächst ebenso wenig, wie bei der normalen Elsterlösung, denn getestet worden war wohl wieder nur auf Windows. Ich musste zunächst einiges speziell anpassen, um wenigstens bis zum Registrierungsformular zu kommen.

Überflüssige Ärgernisse

  • Warum muss die Java Runtime das Original von Sun sein?
  • Wozu soll es gut sein, dass die Elster meint, sie wisse besser als die Nutzer in welcher Größe diese ihr Fenster haben möchten?
  • Was bitte soll ein System, indem nur bestimmte Eingaben zulässig sind?
    • 0-Eingaben sind nicht möglich [inzwischen steht bereits bei den Eingabehinweisen, dass 0-Werte nicht möglich sind]
    • die Zahlenwerte mussten ursprünglich mit Dezimalpunkt statt Komma eingegeben werden, jedoch ohne darauf hinzuweisen
    • gültig ist irgendein Bescheid des Finanzamts bei geänderten Bescheiden weiß niemand (weder die Hotline noch das örtliche Finanzamt) welcher Wert erwartet wird

Fehlermeldungen oder eben nicht

Falls die von Ihnen eingetragenen Berechtigungsdaten von den Daten der Finanzverwaltung abweichen, wird Ihnen kein Aktivierungs-Code zugestellt und Schritt 1 der Registrierung muss wiederholt werden. Aus Sicherheitsgründen wird in diesem Fall keine Fehlermeldung angezeigt.
Na bravo! Keine Fehlermeldung ist eine blendende Idee. Bei den ersten Versuchen führte das dazu, dass ich mindestens die zwei Wochen nach einem Versuch abwarten musste, bevor ich nachfragen konnte, ob es geklappt hatte. Inzwischen geht das per Mail innerhalb von zwei Tagen... ;-)

Fehlende Kompetenz des Supports

Inzwischen gibt es wohl auch bei den örtlichen Finanzämtern Menschen, denen jemand erklärt hat, wie die Software funktioniert, von der das Amt erwartet, dass in teils verpflichtend genutzt wird. Anfangs gab es das gar nicht, vom örtlichen Finanzamt bekam ich Hinweise wie:
Meine Registrierung habe einen Fehler bei der Sicherheitsfrage, daher könne ich gar keinen Postcode bekommen.
Die Sicherheitsfrage gibt man bei der Registrierung nur an, sie kann noch gar nicht falsch sein, weil nicht danach gefragt wird.
Es sei besser ich registriere mich nicht, weil sonst mein Rechner nicht kaputt gehen darf, da die Registrierung an den genutzten Rechner gebunden sei.
Es erschien mir sehr unwahrscheinlich, dass ein Zertifikat tatsächlich an die MAC-Adresse des Rechners gebunden sein könnte, aber wer weiß. Nun die Hotline erklärte mir, ich hätte komische Ideen. Nun ja, von mir war die Idee ja nun nicht... ;-)
Ich könne doch die CD bei ihnen abholen, wenn das Internet nicht geht.
Ich muss nicht erwähnen, dass ich der Dame gerade erklärt hatte, dass ich mich online registrieren muss, weil mein Betriebssystem nicht unterstützt wird, also ich habe kein Windows...

Benutzbare Software sollte benutzerfreundlich sein (Usability)

Klar weiß ich, dass es schwer ist, Software so zu erstellen, dass sie intuitiv und einfach zu nutzen ist. Es ist auch zusätzlicher Aufwand Fehlermeldungen zu erzeugen, die mehr aussagen als "Falsche Eingabe" zu vermelden, alle Eingaben zu löschen und es dem Nutzer zu überlassen, auszuprobieren, was nun wohl falsch war. Darüberhinaus wachsen kompetente Ansprechpartner nicht auf Bäumen, sie fallen auch nicht einfach so vom Himmel, sondern müssen halt geschult werden. Leider sind das all die Punkte, die Laien in diesem Gebiet zunächst nicht sehen. Wer nicht aus dem Fachgebiet der Softwareerstellung kommt, für den oder die ist es schwierig zwischen Softwareangebote zu unterscheiden, die an solche Kleinigkeiten denken oder eben nicht. Die Schwierigkeit taucht auch nicht nur bei solchen Großprojekten auf, sondern die gibt es heute auf fast jeder Website. Denn zumindest ein Kontaktformular gibt es fast immer, solange alles klappt oder keiner es testet, sehen Kontaktformulare recht identisch aus. Wenn man jedoch mal ausprobiert, was bei bewußten Falschangaben oder fehlenden Informationen so ausgegeben wird oder auch nicht, dann sind die Unterschiede riesig.

Tacita, Devika meine Laptops ::: Fujitsu Siemens Amilo unter Linux mit KDE

Mein Hauptrechner, mit dem ich normalerweise arbeite ist Tacita, ein Fujitsu Siemens Amilo Xi 1554, ein paar Daten:

Laptop Tacita

  • zwei Fujitsu Laptops nebeneinanderDevika & Tacita
  • Prozessor
    • CPU: Intel® Core™2 Duo Prozessor
  • Speicher
    • 2 SO-DIMM Speicher Slots (kein Speicher on board)
    • 512 MB / 1 GB DDR2 533 MHz Module
  • HDD
    • SATA HDD (5400 rpm, 8 MB Cache): 160 GB
  • Grafik
    • ATI Mobility™ RADEON® X1900 mit 256 MB GDDR3 (basierend auf MXM-III Technologie) HDCP-Unterstützung für HD Ready Bildschirme
  • Display
    • 17-Zoll-WUXGA LCD-Display mit CrystalView-Technologie,
    • Auflösung (phys.): 1.920 x 1. 200
  • Preis zur Zeit bei 1839.- wobei es wohl nur noch Restbestände gibt (Kaufdatum April 2007)
  • Klasse ist die Auflösung
  • die Geschwindigkeit ist meist in Ordnung
  • nervig ist der extrem laute Lüfter, der eigentlich immer läuft, das ist auch bei beiden Rechnern identisch
Spannend ist vor allem die Auflösung, die ich ja auch schon zuweilen erwähnt habe. Der Rest ist aus meiner Sicht nicht gerade gemütlich, aber doch ein etwa Standard. Es existiert ein identischer Backuprechner, der für unterschiedliche Zwecke und für mich als Reserve genutzt wird. Dieses Ding nennt sich zwar Laptop, aber es ist nicht gerade ein praktisches Stück zum Mitnehmen. Die Akkulaufzeit ist irrelevant gering, das Netzteil ein Klotz, der kaum weniger wiegt, als ein Asus Eee PC komplett. Um jedoch ab und zu mal den Platz zu wechseln, von einem Raum in einen anderen, vom Schreibtisch zum Stehtisch, auf den Balkon usw. dafür ist es Notebook genug, das klappt prima. Wenn ich jedoch unterwegs einen Rechner brauche, den ich tragen kann, der jedoch trotzdem noch akzeptabel bedienbar ist und überwiegend alle Daten hat, an die ich gewöhnt bin, dann nehme ich Devika. Als ich Devika kaufte gab es noch keine kleinen Asus, sonst wäre es wohl sowas geworden, die Daten des Fujitsu Siemens Amilo Si 1520:

Laptop Devika

  • Prozessor
    • CPU: Intel® Core™Duo Prozessor
  • Speicher
    • 2 SO-DIMM Speicher Slots (kein Speicher on board)
    • 512 MB / 1 GB DDR2 533 MHz Module
  • HDD
    • SATA HDD (5400 U/min): 120 GB
  • Grafik
    • Intel® Graphics Media Accelerator 950 integriert in den Intel® 945GM Chipsatz, bis zu 128 MB Shared Memory Unterstützt DX9, Dynamic Video Memory Technologie (DVMT) 3.0 Unterstützung
  • Display
    • 12-Zoll-WXGA LCD-Display mit CrystalView-Technologie,
    • Auflösung (phys.): 1.280 x 800
  • Preis zur Zeit bei 1389.- (Kaufdatum April 2007)
  • Auflösung und Geschwindigkeit sind gut insbesondere für so einen kleinen Rechner
  • nicht so toll finde ich das Glitzer-Display, da ich gern und viel auch im Freien am Rechner arbeite, es geht jedoch wenn nicht grad direkt die Sonne draufscheint (zumindest im Netzbetrieb)
Klasse hier und für mich kaufentscheidend, war die recht gute Geschwindigkeit, die für solch einen Zwerg große Platte und die wenigstens 1280 Auflösung. Mit diesem Rechner kann ich durchaus auch mal ein paar Tage produktiv arbeiten, auch wenn es nicht so viel Spaß macht, wie mit einer 1920-Auflösung. Beide Rechner hatten ein vorinstalliertes Vista, was mir jedoch egal ist, da ich das maximal als Dual-Boot nutze. Ab und zu ein Rechner mit Windows ist ganz praktisch, dann gibts immer wieder Testmöglichkeiten. Gerade zum Testen nutze ich häufig beide Rechner gleichzeitig, Devika, die Kleine läuft dann mit Windows und ich kann nebenbei Anpassungen vornehmen, die dann noch nötig sind. Erste Tests mache ich mit IE6 auf Linux und eventuell browsershots.org für den IE 7. Ein paar Kleinigkeiten bleiben beim IE meist noch zu tun, die lassen sich dann am schnellsten nebeneinander bereinigen.

Sonstige Informationen zu den Notebooks

Im Blog grundlagen-computer wird im Rahmen einer Blogparade gefragt, wie schnell die Laptops 2009 sind, gefragt sind auch hierfür die obigen Daten, teilnehmen kann man bis zum 12. April. In einer anderen Blogparade will Simon wissen, mit welchem Notebook man arbeitet, teilnehmen kann man bis zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit. ;-) Soweit nicht schon oben beantwortet, hier noch zu Simons Fragen:
  • Im Moment sind es wohl drei Notebooks, die vor allem mir gehören, wobei ich nur mit zweien davon regelmäßig arbeite.
  • Ausgeliefert wurden beide mit Windows Vista, deshalb nehme ich nicht an, dass XP-Treiber dabei sind, allerdings weiß ich das nicht sicher, da die Rechner hier nicht mit Windows genutzt werden, sondern: Gentoo Linux und KDE 3.5 bzw. KDE 4
  • In letzter Zeit hatten wir häufiger Geräte von Fujitsu Siemens, da sie vom Preis- Leistungsverhältnis einfach besser waren. Insbesondere wenn man sie noch bei irgendeinem großen Händler kauft, der sie grad günstiger als üblich anbietet (Saturn, Mediamarkt oder so).
    • Über Samsung habe ich mich mit meinem letzten Rechner so geärgert, dass ich da nichts mehr kaufe, siehe die Serie dazu auf uteles Blog.
    • Der kleine Asus macht sich bei Roland gut, siehe Installationsanleitungen und Erfahrungen auf Guggat emol.
    • Hersteller wie Apple und Sony bieten teils wirklich wunderschöne und hochwertige Geräte an, jedoch z.B. als ich am Ende Devika kaufte waren vergleichbare Geräte von diesen beiden nur für einen nahezu doppelt so hohen Preis zu bekommen.
  • Simon möchte die drei besten Funktionen der Rechner wissen, wie z.B. eingebaute Webcam, Mikrofon, Bluetooth… Tja, das meiste interessiert mich nicht sonderlich, ergänzen kann ich noch:
    • Tacita
      • Auch unter Linux klappt das Anschließen eines Beamers problemlos, der Sound ist relativ gut, nur ein bisschen leise. Insgesamt macht Tacita, das was ich will, mit wireless problemlos in akzeptabler Geschwindigkeit arbeiten geht gut. Auch noch bei der Bildbearbeitung lässt sich damit gut umgehen.
    • Devika
      • Unter Linux ist Devika extrem zickig, wenn es um Beamer geht, nur mit Tricks lässt sie sich zuweilen davon überzeugen mit einem Beamer zusammenzuarbeiten. Der Sound ist erstaunlich laut, wenn ich aufdrehe, dabei jedoch von so schlechter Qualität, dass es zumindest mit den internen Lautsprechern keinen Spaß macht, Musik zu hören. Devika ist ideal zum Mitnehmen und als Zweitrechner, als einzigen Rechner würde wohl kaum jemand ein 12"-Laptop nutzen.
  • Zu Simons Frage nach aktuellen Spielen, kann ich nichts sagen, ich spiele nicht. Wenn überhaupt dann spiele ich mal eine Patience oder ein KMahjongg, also die unter KDE mitgelieferten Spiele, die keine besonderen Anforderungen an den Rechner stellen. Mahjongg habe ich schon auf dem Atari St gespielt, das ist nichts was besondere Rechnerleistung erfordert.

Unterm Strich

Mich interessiert vor allem, dass ich gut arbeiten kann. Ich bin ungeduldig und deshalb ist ein Rechner, der langsam ist keine Alternative. Ich liebe hohe Auflösungen und ich habe eine Vorliebe für sehr viele gleichzeitig offene Programme. Meine Konsole hat acht Unterfenster, zwei Versionen von Konqueror sind immer offen, mindestens ein Firefox mit im Schnitt dreißig bis vierzig offenen Tabs. Trotzdem muss ich im Gimp noch einige auch größere Bilder öffnen und bearbeiten können. Diesen Anspruch erfüllen beide Rechner und damit bin ich meist auch  zufrieden. ;-)href="http://miradlo.net/bloggt/index.php?110-s"">Vorliebe für sehr viele gleichzeitig offene Programme. Meine Konsole hat acht Unterfenster, zwei Versionen von Konqueror sind immer offen, mindestens ein Firefox mit im Schnitt dreißig bis vierzig offenen Tabs. Trotzdem muss ich im Gimp noch einige auch größere Bilder öffnen und bearbeiten können. Diesen Anspruch erfüllen beide Rechner und damit bin ich meist auch  zufrieden. ;-)

Kurz und gut II

Die nächste Runde der Linktipps. Diese gibt es nicht ganz regelmäßig, sondern einfach dann, wenn sich ein bisschen was angesammelt hat, worüber ich gern berichten würde, was jedoch noch nicht für einen eigenen Artikel reicht.
  • Wie man feststellt wo man auf dem Weg zum Teamleiter bereits angekommen ist erklärt ein Bild bei EDV (Ende der Vernunft).
  • Dieter, der schon länger in seinem privaten Blog auch schon über Webthemen schrieb, startete vor kurzem ein weiteres Projekt: Webseiten-Infos. Warum? Da lasse ich ihn am besten selbst zu Wort kommen:
    "Im Nachhinein denke ich mir, dass es zwar sehr viele Informationen im Web gibt, aber die Wenigsten dieser Infos auch für Laien verständlich sind. Bei dieser Website soll das anders sein. Sie soll Hilfestellungen für Laien, aber auch Fortgeschrittene in leicht verständlicher Sprache geben."
"Kurz und gut II" vollständig lesen

KDE 4 erste Eindrücke von 4.2

Vorgestern habe ich ja schon mal ein bisschen was zum Umstieg auf eine neue Version einer Oberfläche geschrieben. Bei vielem frage ich mich ja ob es Bug oder Feature ist. Jozo hat sich jeweils gut amüsiert, wenn ich an einem KDE 4-Rechner war. Normalerweise bin ich eher ruhig, friedlich und bastele so vor mich hin. Wenn jedoch ein Rechner nicht tut was ich will, gehe ich innerhalb von Sekunden hoch wie ein HB-Männchen, und kann schon auch mal recht deutlich schimpfen. Unser "gut gemischter Zoo", unsere Rechner, sprich je nach Aufgabe und Zweck gibt es verschiedene Rechner haben den Nachteil, dass sie sich nicht identisch verhalten. Sprich nur weil eine Einstellung auf einer Maschine problemlos klappt heißt das noch nicht, dass es auch auf der nächsten Kiste genauso geht.

Bugs oder Features

Bis zu einem gewissen Grad ist das normal insbesondere in Umstellungsphasen wie jetzt auf KDE 4. Manchmal nervt es trotzdem, meist jedoch ist, wer an seit Jahren auch an regelmäßigen Umgang mit Linux und Experimenten damit gewöhnt ist, doch auch geübt im Umgehen von Bugs. Irgendwelcher Kleinkram, der sich auch anders erledigen lässt ist nichts wofür ich mehr als eine kurze Recherche investiere. Da gabs: "KDE 4 erste Eindrücke von 4.2" vollständig lesen

Linux, CMS, Blogs... von Unternehmen genutzte Open-Source-Software

Im vorläufig letzten Teil zu Open-Source geht es konkret darum, welche Software denn nun in welchem Rahmen in Unternehmen genutzt wird.

Welche Open-Source-Software wird eingesetzt und in welchen Bereichen?

  • OSS als Server-Betriebssystem führt dabei klar mit 84%, gefolgt vom Webserver mit 81%. Weitere starke Bereiche sind Datenbank und Netzwerk-Infrastruktur.
  • Erstaunlich war für mich der hohe Einsatz im Desktopbereich mit 68% die freie Office-Software nutzen.
  • Weniger ungewöhnlich sind die 83% von Internet-Programmen, wie dem Firefox.
  • Linux als Desktop-Betriebssystem wird jedoch von beeindruckenden 57% der Unternehmen genutzt. Gut, dass ich nicht gewettet habe, die Wette hätte ich verloren. Insbesondere im Desktop-Bereich hätte ich höchstens mit 20% gerechnet. ;-)
  • Es scheint häufig mit den ersten Anwendungen zu beginnen, wie Firefox und Thunderbird und nach und nach kann häufig auch sehr einfach weiteres eingesetzt werden, bis hin zum Desktop-Betriebssystem. Bei uns im Unternehmen werden neue Mitarbeiter eher "ins kalte Wasser geworfen", denn meist kannten sie vorher aus eigener Erfahrung nur Windows und dessen Programme und haben zunächst auch Angst vor dem riesigen Unterschied eines anderen Betriebssystems. Der Ruf von Linux als konsolen-basiertes Hacker-Betriebssystem hat sich da festgesetzt. Deshalb sind die meisten bereits nach wenigen Stunden zufrieden und erleichtert, wenn sie merken, dass sich ein KDE auf Gentoo-Linux mit OpenOffice.org und ähnlichem kaum von dem unterscheidet, was sie kennen.
  • Bei anderen Anwendungen sind die Zahlen nicht so hoch, was jedoch auch daran liegt, dass manches bei einigen Unternehmen gar nicht eingesetzt wird, wie z.B. Dokumentenmanagement-Systeme.
  • 51% setzen ein freies CMS ein, was ja auch naheliegend ist, da als Webserver meist ein Apache auf Linux eingesetzt wird.
  • Im Serverbereich verteilen sich die Betriebssysteme wie folgt ( Mehrfachnennungen waren möglich):
    • Debian mit 47%
    • Ubuntu mit 32%
    • Suse Enterprise Server mit 27% OpenSuse mit 23%
    • Red Hat Enterprise mit 15%
    • unter 10% andere, wie Fedora
    • bei weiteren Distributionen wurde häufig Gentoo genannt Da sind wir ja dann immerhin bei den weiteren Distributionen noch mit dabei, wenn auch nicht bei den ganz großen. ;-)
  • Größere Unternehmen setzten, wenig überraschend, häufiger kommerziell gestützte Produkte ein, als kleine Unternehmen.
  • Bei den Serversystemen wird in Deutschland deutlich häufiger noch Suse eingesetzt als in anderen Ländern.
  • Auf dem Desktop hat Suse jedoch stark verloren. Die Zeiten als gefühlte 80% aller deutschen Linux-Desktops mit Suse liefen sind vorbei.
    • Ubuntu führt mit einem Einsatzgrad von 60,8 vor
    • Debian mit 29,9
    • OpenSuse nur noch 28,8
    • Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) 8,8
    • Fedora 8,2
    • Red Hat Enterprise Linux Desktop (RHEL) 5,7 Tja, hier ist Gentoo ungenannt, Suse ist bei uns lange her und damals war Ubuntu noch nicht so im Gespräch. Unsere Tests mit Debian ergaben, dass der Vorteil an Stabilität zu Lasten sehr langsamer Aktualisierung geht, dass passte nicht zu uns, die wir doch oft auch mal Neues probieren wollen. Inzwischen ist es für uns sinnvoll auch im Desktopbereich Gentoo einzusetzen, da wir so keinen zusätzlichen Lernaufwand haben, weil sich Server -und Desktopsystem nicht unterscheiden.
  • Die kommerziellen Versionen werden auch hier häufiger von großen Unternehmen genutzt, jedoch können sie trotzdem nicht mit Ubuntu mithalten.
  • Bei Datenbanken führt mit deutlichem Abstand MySQL vor allen anderen. An dieser Stelle ist es ja nach Einsatzzweck kaum anderes möglich. Wir versuchen bei einem Großteil unseres Angebots für Kunden diesen zu überlassen, wer ihre Webapplikation hostet. Mit einer anderen als der MySQL-DB ist das zur Zeit nicht möglich.
  • Bei der Virtualisierung teilen sich die Virtual Box und Xen den überwiegenden Teil. Xen wird vor allem auf dem Server genutzt.
  • Beim Thema Content Management Systeme (CMS):
    • Typo3 nutzen über 40%, wobei auch hier die größeren Unternehmen zu Buche schlagen, in kleineren Betrieben führt Joomla.
    • Joomla nahezu 30%
    • WordPress etwa 15%
    • Drupal rund 10%
    • weitere teilen sich den Rest, darunter Wikis und CMS-Eigenentwicklungen Wir nutzen kein Typo3, da unsere Kunden entweder eher kleinere Unternehmen sind, oder eine speziell für sie angepasste Individualsoftware auch für die Webapplikation benötigen. Daher passt Typo3 nicht in unser Konzept. Sehr viel setzen wir unsere Eigenentwicklung ein bei kleinen Kundenauftritten vor allem, wenn nur wenig vom Kunden selbst verändert werden soll. Bei Blogs nutzen wir zur Zeit WordPress, vor allem deshalb, weil unsere Kunden damit ein bekanntes System an die Hand bekommen, dessen Community im Netz riesig ist, so dass sie leicht auch dort weitere Informationen bekommen können.
  • Bei den Applikation-Servern führt Tomcat vor JBoss, welches gern in größeren Unternehmen genutzt wird.
  • Weitere Software wie Groupware-Lösungen und CRM werden nur von einem Drittel der Befragten überhaupt genutzt.

Nutzer von Open-Source in Unternehmen sind zufrieden mit der Software

In der  Studie von Heise, war die Fragestellung zur Open-Source-Software in Unternehmen, unterteilt in einige Schwerpunkte die ersten beiden sind die folgenden:
  • Welche Rolle spielt Open-Source-Software (OSS) in Unternehmen und Verwaltungen in Deutschland?

    • 40% der Befragten gaben an, dass Open-Source-Software sehr wichtig/unternehmenskritisch stark eingesetzt wird.
    • 43% schätzen die Rolle noch als wichtig ein
    • Damit bestätigt das andere Studien, die herausfanden, dass OSS in unternehmenskritischen Berichen ebenso genutzt wird, wie in weniger wichtigen Bereichen.
    • Hier gibt es klare Unterschiede in den Branchen: Während die IT-lastigen Branchen, sowie Gewerbe und Handwerk OSS auch stark (90%) in unternehmenskritischen Berichen einsetzen,
    • trifft das in den für Banken, Versicherungen, Verwaltung, Industrie und Sozialwesen nur zu 67 bis 75 Prozent zu.
    • Wird Open-Source-Software in kleinen Unternehmen (bis zu zehn Mitarbeiter) eingesetzt, so wird sie stärker auch in unternehmenskritischen Bereichen eingesetzt (49%), während dieser Anteil in den mittleren Betrieben auf 30% sinkt.
    • Entgegen den Gerüchten, dass OSS eher mal von Mitarbeitern getestet und genutzt wird, kam hier heraus, dass der Einsatz zu 95% der Inhaber und Geschäftsführer für wichtig gehalten wird; noch mit über 80% sehen das die IT-Leiter so.
Für mich kam es unerwartet wie häufig OSS sogar in unternehmenskritischen, also den wichtigsten Bereichen eines Unternehmens eingesetzt wird. In meinem direkten Umfeld sind wir mit miradlo doch eher allein, als ein Unternehmen welches nahezu ausschließlich mit Open-Source-Software arbeitet. Aus meiner Sicht war es eine logische Konsequenz aus den Erfahrungen vor Unternehmensgründung, dass es auch hier nur mit OSS funktionieren kann. Mein Interesse galt bereits während des Studiums verstärkt der Open-Source-Software und auch der Bewegung Open-Source als solcher. Unter anderem habe ich mich in einem Projekt damit befasst, inwieweit Managementtechniken auch in diesem Umfeld genutzt werden und falls ja mit welcher Software. Damals war das Ergebnis, dass Open-Source grundsätzlich anders funktioniert und abläuft und somit nur sehr bedingt vergleichbar ist.
  • Wie zufrieden sind Unternehmensanwender mit OSS?

    • 49% der Befragten sind sehr zufrieden
    • 48% der Teilnehmer sind zufrieden mit der eingesetzen Open-Source-Software
    • weniger zufrieden sind nur zwei Prozent und nur eine Person ist unzufrieden
    • Auch in anderen Studien konnte bestätigt werden, dass rund 90% der Nutzer zufrieden sind mit OSS.
    • Ähnliche Werte ergeben sich bei der Frage nach dem Reifegrad von OSS, dieser wird zu über 80% als gut bis sehr gut bewertet.
    • Die Zufriedenheit steigt, je stärker OSS eingesetzt wird.
    • Das steht in klarem Gegensatz zu den Zahlen für lizenzpflichtige Software, dort sind nur 44% zufrieden oder sehr zufrieden mit der Software.
Auch hier hatte ich kein solch deutliches Ergebnis erwartet. Klar, wir sind nach jahrelangem Umgang und mit entsprechendem Wissen zufrieden mit unserer eingesetzten Software. Dass das jedoch ebenso selbstvertändlich für fast alle Nutzer von Open-Source-Software gilt, finde ich schon sehr erstaunlich. Insbesondere beeindruckend ist das in Anbetracht dessen, dass selbiges für die Anwender von lizensierter Software nur zu 44% gilt. Für mich zeigt sich hier deutlich einer der Vorzüge von OSS, denn damit kann viel leichter ausprobiert und auch mal gewechselt werden. So muss man nicht bei einer Software bleiben, die einem nicht gefällt, weil sie halt bezahlt ist.

Studie zum Einsatz von Open-Source in Unternehmen

via Dirk wurde ich auf die Studie von Heise aufmerksam. Ausführlich auf zehn Seiten beschreibt Heise die Ergebnisse der Studie. Das Ergebnis ist erstaunlich und ich hätte es so nicht erwartet. Klar, muss man berücksichtigen, dass die Werte durch eine Befragung bei Heise und einem Unternehmen, Wilken, welches selbst mit Open-Source-Software arbeitet, entstanden. Sicherlich wären die Zahlen bei einer Umfrage des Spiegels oder ähnlichen Portalen nicht diesselben. Die Leser von Heise sind durchschnittlich interessierter an IT ganz allgemein. Hinzu kommt, dass sicherlich ein höherer Anteil derjenigen, die selbst Open-Source kennen, daran interessiert waren an einer Open-Source-Umfrage teilzunehmen. "Studie zum Einsatz von Open-Source in Unternehmen" vollständig lesen

Meine Vorgehensweise beim gentoo-Update

Ich habe mittlerweile in unserer Firma einen ganzen Zoo von Rechnern zu verwalten. Das kommt daher, da wir im Lauf der Jahre für die unterschiedlichsten Aufgaben die diversen Architekturen angeschafft haben. Ein Update des Betriebssystems kann sehr viel Arbeitszeit kosten, wenn man sich nicht ein paar Vorgehensweisen angewöhnt mit denen die Rechner mit sich selbst beschäftigt sind. Ich habe absichtlich auf die Installationsanleitung von gentoo verwiesen, da die Vorgehensweise sich bei jedem Update wie bei einer Neuinstallation verhält. Folgende Schritte führe ich bei jedem Rechner bei einem Update durch:

emerge --sync

Klar, damit wird erst einmal der Portage Tree wieder aktualisiert. Ohne diesen Befehl ergibt ein Update keinen Sinn. In einem Terminal hole ich mit den folgenden zwei Befehlen die neuen Sourcen:

emerge --fetch-only --update --deep system

emerge --fetch-only --update --deep world

Im Normalfall gibt es ein paar Sourcen, wie zum Beispiel Java 1.4, die mit fetch-restriction ausgestattet sind. Diese Sourcen müssen manuell heruntergeladen werden. Somit schaue ich nach ca. einer halben Stunde welche Sourcen manuell installiert werden müssen. Parallel dazu lasse ich in einem zweiten Fenster die Aktualisierung der Systemkomponenten durchführen:

emerge --keep-going --update --deep system

Mit --keep-going wird erreicht, dass bei Fehlern die Installation der restlichen Pakete dennoch vorangetrieben wird. Somit kann man über 80% der Pakete ohne manuellen Eingriff aktualisieren und spart sich die Totzeiten weil der Rechner auf den manuellen Eingriff wartet. Nachdem die Systemkonfigurationen wieder aktuell sind rufe ich den Befehl

emerge --keep-going --update --deep world

auf. Und dann lass ich die Maschine alleine, oder arbeite an ihr einfach weiter. Die Aktualisierung läuft weitgehend im Hintergrund und je nach Prozessorleistung kann ich gut noch nebenher arbeiten.

Fazit

Mit dieser Vorgehensweise kann ich mehrere Rechner gleichzeitig aktualisieren und benötige nur wenige Minuten Arbeitszeit für den einzelnen Update. Bei Fehlern oder massiven Neuerungen, muss ich natürlich die übliche Zeit investieren, um die Maschinen wieder stabil zum Laufen zu bringen. Die Zeit, die ich früher zur Kontrolle und zum Wiederanlauf der Aktualisierung benötigt habe, konnte ich mit dieser Vorgehensweise deutlich reduzieren.

Welche Prozesse müssen wirklich umgesetzt werden? ::: Managementprozesse

Wir haben vor kurzem wieder mal ein Projekt gestartet und wie immer kam die Frage auf, ob wir wirklich alle Prozesse durchführen müssen. Die Fragen waren:
  • Müssen wir ein proaktives Risikomanagement aufbauen?
  • Braucht es ein Changemanagement?
  • Ist ein Costtracking wirklich notwendig?
  • Wieso brauchen wir ein Stakeholder-Management?
  • Wer macht denn heute noch Support-Prozesse oder Incident-Management um Projekte an den Betrieb zu übergeben?
Wie immer gab es im Team mehrere Bestrebungen. Die Einen wollten am liebsten alle Prozesse aufsetzen und im Papierstapel ertrinken. Die Anderen wollten am liebsten gar nichts machen und einfach schnell mal das Projekt fertig stellen. Tja, da war also unser Dilemma. Entweder wahnsinnig viel schreiben, viele Protokolle erstellen, viele Dokumente unterschreiben und weiter leiten, oder schnell und schlank durchs Projekt schreiten und beim ersten politischen Rülpser unter die Räder kommen. Wir saßen also zusammen und stellten unsere Anforderungen zusammen. Wir wussten, dass dieses Projekt politisch nicht leicht werden wird. Es ist ziemlich dick und wir müssen viele Mitarbeiter an verschiedenen Standorten koordinieren. Das schreit nach viel Prozess, Planung und Koordination. Aber wie immer haben wir nicht viele Mitarbeiter, die uns beim Planen und Koordinieren helfen können. Das kostet Geld und ist für die Auftraggeber ziemlich nervig. Stellt euch vor ihr zahlt für den Umbau eurer Wohnung 10.000€ und davon für die Projektleitung 7.000€. Das würde euch sicher gefallen oder? Wie etwa nicht? ;) Und da hat einer von unseren altgedienten Projektleitern eine super Aussage gemacht:
  • Du kannst jeden Prozess weglassen.
  • Du kannst in deinem Projekt auf alles verzichten.
  • Mit jedem Prozess den du weglässt erhöht sich lediglich dass Risiko.
Und so haben wir uns auf ein hoffentlich vernünftiges Maß der eingesetzten Prozesse geeinigt. Wir lassen diverse Prozesse weg, oder behandeln sie etwas stiefmütterlich. Andere Prozesse, die wir wegen der Eigenheiten des Projektes als wichtig ansehen, setzen wir komplett um. Den Rest machen wir mit unserem Bauchgefühl. Denn wie schon Tom DeMarco sagte, das wichtigste Organ des Projektleiters ist der Bauch. Also dann auf ins Projekt und vertraut hier und da eurem Bauch! Ich für meinen Teil kann da auf einen relativ dicken Teil meines Körpers vertrauen :( Viel Spaß beim Leiten!

Episode 9: Wann muss der Betrieb mit ins Boot? ::: Softwareprojekte

Immer wieder stellt sich bei Projekten die Frage, ab wann der Betrieb involviert werden soll. Der Betrieb hat im Normalfall nicht genügend Mitarbeiter, um in jedem anstehenden Projekt mitzuarbeiten. Auf der anderen Seite muss gewährleistet werden, dass das erstellte Produkt auch vom jeweiligen Betrieb verwaltet werden kann.

Thomas hatte sich die beiden Familien angeschaut...

...und sich den Betrieb genauer betrachtet. Im Fall von Hans, Karl und Orlando kann man nicht von einem klassischen Betrieb sprechen. Die drei sind Entwickler und Betreiber in Personalunion. Bei der zweiten Familie ist die Entwicklung und der Betrieb voneinander getrennt. Die Entwicklung erstellt ein Programm und übergibt es an den Betrieb. Eine vernünftige Dokumentation, wie das jeweilige Programm zu bedienen und warten ist, gibt es nicht. Wenn ein Fehler auftritt, handelt der Betrieb intuitiv. Wenn das nicht klappt, wird der Incident an die Entwickler übergeben. Thomas will bei der Neugestaltung der gemeinsamen IT die beiden Betriebe zusammenlegen und einen möglichst stabilen Betrieb aufbauen. Seine Überlegungen: „Wenn ich den Betrieb permanent mit in das Projekt einbinde wird die Stakeholderliste unnötig groß. Jeder will mitreden und an eine Weiterentwicklung der Software ist kaum zu denken.“ „Wenn ich den Betrieb erst kurz vor der Abnahme einbinde, ist die Gefahr extrem hoch, dass die erstellte Software nicht betreibbar ist.“ Was für ein Dilemma! Nach einigem hin- und her entschied sich Thomas für folgendes Vorgehen: „Ich lass den Betrieb bei der Anforderungsanalyse all seine Anforderungen, die zu diesem Zeitpunkt bekannt sind, formulieren.“ Bekannte Anforderungen können sein:
  • Bekannte Betriebssysteme, die von den Mitarbeitern verwaltet werden können
  • Monitor-Elemente, die gesetzt sind und die eingebunden werden müssen
  • Angaben, wie Projekte dokumentiert und Betriebshandbücher aufgebaut sein müssen
  • Angaben, wie Artefakte an den Betrieb übergeben werden müssen
  • ...
„Zusammen mit den Anforderungen der Kunden erstelle ich die Architektur und das Detailkonzept. Das Detailkonzept wird vom Betrieb überprüft und anhand der detaillierten Informationen kann der Betrieb genauer angeben, was er wirklich braucht.“ „Danach lasse ich den Betrieb erst einmal wieder in Ruhe.“ Zu diesem Zeitpunkt werden im...

Projekt vor allem die neuen Komponenten

erstellt. „Wenn ein testbares System vorhanden ist, muss der Betrieb wieder ran und kontrollieren ob alles für ihn in Ordnung ist.“ Zu testen sind hier
  • Stabilität
  • Auswirkungen auf andere Komponenten
  • Installierbarkeit
  • Konfigurierbarkeit
  • Performance
  • ...
„Weiterhin werde ich die Betriebsmitarbeiter während dieser Tests schulen.“ Hier ist die Gefahr hoch, dass die Zeit für die Schulung nicht ausreicht, um die Mitarbeiter wirklich für den Betrieb fit zu machen. Und da haben wir auch wieder das Dilemma. Entweder hat man über eine lange Zeit viele Mitarbeiter blockiert und dafür aber später gut ausgebildete Kollegen oder man kommt im Projekt schneller vorwärts und fährt das Risiko, dass sich die Betriebsübergabe verschiebt. Ich selbst glaube, dass es hier keine ideale Lösung gibt. Man muss sich für einen Mittelweg entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass der Betrieb von Anfang an ausreichend informiert wird.
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