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Frauenquote an Barcamps bezogen auf Barcamp Stuttgart und Blogcamp Switzerland

Zum Thema Frauenquote schrieb ich ja schon ein bisschen im Artikel übers erste Barcamp für Frauen. Da das Thema von und bei Robert in den Kommentaren gerade aufkam, jetzt nochmal ein bisschen mehr dazu. Na, zumindest die Frauenquote bei den Kommentaren zu Roberts Beitrag ist prima! ;-) Ich wollte ja unter anderem deshalb zum Frauenbarcamp, um zu hören, was die Gründe sind, warum manche Frauen nicht zu Barcamps kommen, das passte aber zeitlich nicht. Denn wie ich schon im Gespräch zu Kirstin sagte: "Die Teilnehmerinnen des Barcamps zu fragen, ist nur wenig hilfreich, denn anwesend sind ja die Frauen, die keinen Grund sehen nicht zu kommen." In einer Mailingliste IT-interessierter Frauen habe ich mal nachgefragt, ebenso in meiner direkten Umgebung. In diesem Fall, es ging ums Blogcamp in Zürich, nannten einige Frauen, href="http://miradlo.net/bloggt/index.php?161-s"">Blogcamp in Zürich, nannten einige Frauen, ganz übliche Gründe nicht teilzunehmen;
  • keine Zeit zu genau diesem Termin
  • IT-interessiert, aber keine Bloggerin
Bei diesen Gründen denke ich, dass sie sich nicht von denen der Männer unterscheiden, die dann eben nicht zum Barcamp kommen. In der eher theoretischen Diskussion werden folgende Punkte genannt:
  • bei der Werbung für Barcamps werde kaum versucht speziell Frauen anzusprechen
    • Mein erster Eindruck vor dem ersten Barcamp war schon auch sehr männlich, da ich das kenne, störte es mich nicht. Allerdings sowohl bei den Anmeldungen, als auch bei Bildern oder Videos, wie z.B. das, des elektrischen Reporters, sieht man kaum mal eine Frau.
  • Kinderbetreuung fehlt
    • Die meisten Väter bei Barcamps haben eine Partnerin, die sich währenddessen um die Kinder kümmert. Den umgekehrten Fall gibt es seltener, dass eine Frau teilnehmen kann, während ihr Partner die Kinder betreut.
  • aktiv teilnehmen müssen
    • Bei der Beschreibung vorab weisen die Organisatoren meist darauf hin, dass eine aktive Teilnahme mit einer eigenen Session gewünscht ist. Manche Frau scheut sich deshalb teilzunehmen, weil sie glaubt, sie müsse sofort die erste Session halten. Männer sehen das meist gelassener und gehen erst einmal hin, auch wenn sie ebensowenig bereit wären gleich selbst eine Session durchzuführen.
  • Frauen sind fehl am Platz, eben weil sie Frauen sind
  • fehlendes IT-Wissen
    • Beim Barcamp Stuttgart sagte jemand hier sei die Web 2.0-Elite. Mit solchen Sätzen fällt es auch mir schwer mich zu identifizieren, ich halte mich nicht für elitär.
    • Es gibt Untersuchungen, dass Frauen eher dazu tendieren zu untertreiben, wenn es um ihre Fähigkeiten geht, während Männer dazu neigen zu übertreiben. Eine Frau die sagt, sie wisse ein bisschen was über ein Thema, weiß oft mehr, als ein Mann, der sich als Experte bezeichnet. Barcamps mit dem Ruf, es gäbe dort Geeks und die Elite schrecken daher manche Frauen ab.
    • Es ist vor einem Barcamp für viele nicht klar, dass es durchaus auch Sessions gibt, die kein Expertenwissen in der IT erfordern.
  • nicht auffallen wollen
    • Da nur wenige Frauen an Barcamps teilnehmen, fallen die wenigen natürlich auf. Es gibt ganz sicher auch männliche Teilnehmer, die nicht kämen, wenn sie damit rechnen müssten aufzufallen.
    • Dieses nicht-auffallen-wollen gilt sicher nicht für jede Frau, die meisten IT-Frauen haben damit kein Problem, denn sie kennen es nicht anders. Das gilt natürlich für alle Frauen, die im Arbeitsleben überwiegend mit Männer zusammenarbeiten. Wer das gewohnt ist, kann natürlich auch an einem Barcamp teilnehmen, denn diejenigen stört es nicht, nur eine von wenigen zu sein.

Fazit

Ich denke es gibt nicht den einen Grund, warum der Frauenanteil bei Barcamps weit davon entfernt ist, bei 50% zu liegen. In den IT-Studiengängen sind im deutschsprachigen Raum etwa 10% Frauen, das ist eine ganz ähnliche Quote, wie die rund 10% Frauen bei Barcamps. In Kombination mit den obigen Gründen ist das im Grunde logisch. Manche Ideen, wie "rosa Girlie-T-Shirts" statt der üblichen Barcamp-T-Shirts halte ich bestenfalls für einen netten Gag, aber keineswegs für die Ursache. Ich glaube nicht, dass irgendjemand an einem Barcamp teilnimmt, um ein neues T-Shirt zu bekommen, die T-Shirts sind einfach ein Teil der Gesamtatmosphäre, aber nicht mehr. Der Frauenanteil bei einem Motorradsicherheitstraining, zu dem ich seit Jahren immer mal wieder gehe, stieg immens, als es eine Frauengruppe gab. Es sind damit nicht nur mehr Frauen, weil es Teilnehmerinnen in der Frauengruppe gibt, sondern dieses Angebot erhöhte den Gesamtanteil zusätzlich. Die ein oder andere fühlte sich damit speziell angesprochen. Übertragen auf Barcamps, wäre ein Angebot, wie eine Session nur für Frauen denkbar. Insgesamt halte ich es jedoch weiterhin für schwierig, wenn Teilnehmer und Teilnehmerinnen eines Barcamps die Ursachen für den geringen Frauenanteil suchen. Sinnvoll wäre es, wenn sich die Frauen äußern, die zur grundsätzlichen Interessensgruppe von Barcamps gehören, jedoch bisher nicht teilnehmen. Falls hier Frauen mitlesen, die dazu etwas zu sagen haben, freue ich mich besonders über einen Kommentar. Die Männer, die am Thema interessiert sind, könnten ja beispielsweise ihre Partnerin, Kollegin, Freundin... konkret fragen, warum sie nicht an Barcamps teilnimmt.

Aktualisiert 6.10.2008

Oliver und Robert waren am Wochenende BlogOpen-Konferenz. Oliver berichtet, dass es seiner Schätzung nach mehr weibliche als männliche Teilnehmer gab. Spannend welch riesiger Unterschied zu den hiesigen Barcamps existiert.

miradlo beim Barcamp Stuttgart Ende September

Beim Blogcamp waren wir ja ziemlich vollzählig. Zum Barcamp Stuttgart am Wochenende des 27. und 28. September wollen wir zumindest auch zu dritt hinfahren. Wir, Roland, Jozo und ich sind bereits für Samstag und Sonntag angemeldet. Joscha wusste nicht früh genug, ob er dann noch hier, so klappte bisher nur die Anmeldung für Sonntag. Einige Sessionvorschläge sind bereits online, ebenso wie einige Themenvorschläge. Ich war positiv überrascht, wieviele zu meiner Session beim Blogcamp in Zürich über Webstandards kamen.
"miradlo beim Barcamp Stuttgart Ende September" vollständig lesen

Meine Eindrücke vom Blogcamp Switzerland

Gestern war die komplette Mannschaft von miradlo beim Blogcamp Switzerland. Ich bin mit gemischten Gefühlen wieder nach Hause gefahren. Zur gleichen Zeit fand der Tag der Informatik statt. Was mir hier sehr gefallen hat, war dass man in den Pausen sich unters Volk mischen konnte und so an einem Tag auch noch den Tag der Informatik genießen konnte. Dies führte jedoch dazu, dass ein "wir"-Gefühl unter den Blogcamp-Teilnehmern nicht aufkommen konnte. Wir sind von einer Session zur nächsten gewandert und in den Pausen gab es aus Platzgründen keine Möglichkeit sich irgendwo zu versammeln und miteinander zu plaudern. Die Sessionräume waren sehr klein und so angeordnet, dass nur ein Frontaluntericht wirklich möglich war. Bei den Sessions, an denen ich teilnahm, wurde kaum eine Diskussion angestoßen. Nach dem Blogcamp fand noch der Bloggy Friday statt. Dort war die Stimmung wirklich gut und wir diskutieren diverse Dinge. Hier kam dann doch noch das "wir"-Gefühl und spannende Diskussionen zustande. Für eine Neuauflage wünsche ich mir, dass keine Großveranstaltung parallel dazu abgehalten wird. Blog- und Barcamps sind meiner Meinung nach Veranstaltungen an denen gemeinsam "gecampt" wird. Die Themen, die an dem Blogcamp angesprochen wurden, waren sehr interessant und ich freue mich ein paar Ideen bald umsetzen zu können. Meine Schüler werden sich über ein- zwei Änderungen am Unterrichststil freuen (oder erschrecken) können. ;) Wenn wieder ein Blogcamp in der Umgebung stattfindet, bin ich höchstwahrscheinlich mit dabei!

Blogcamp Switzerland ohne Internetzugang

Stellt euch vor ihr seid beim Blogcamp und könnt als Einziger nicht im Internet rumwurschteln. Genau das ist mir gestern passiert. Mein Asus Eee PC 20G habe ich in den letzten drei Wochen komplett umgebaut und mittels ndiswrapper die Wireless-Lan-Karte konfiguriert. Zuhause habe ich blöderweise kein DHCP ausprobiert und schwupps stand ich in Zürich ohne Netz. Meine Windows Kollegen haben sich natürlich unglaublich über meine Installation gefreut ;( Und außerdem habe ich dann versucht noch mein DHCP in den Kernel reinzuwürgen. Ok, mir ist klar, dass ich mir diese Zeit hätte sparen können. Aber würdet ihr nicht auch versuchen ins Netz zu kommen damit die Lästerei aufhört? So, des Rätsels Lösung war, dass ich blöderweise vergessen hatte emerge dhcpcd auszuführen. Und da der ndiswrapper nicht die DHCP Funktion des Kernels zieht, sondern dhcpcd aufruft, ist klar warum ich ohne Netzzugang da rumstand. Wenn man als Einziger kein Netzzugang hat, schlägt das "warum immer ich?" und das sich-ausgegrenzt-fühlen wirklich zu. Also wenn ihr auf ein Blog- oder Barcamp geht, testet vorher ob ihr auch mit DHCP ins Netz kommt! Mein nächster Versuch wird beim Barcamp Stuttgart stattfinden. Auf fröhliches Gelingen!

Blogcamp Switzerland in Zürich ::: wie es heute ablief

Nach ein bisschen längerer Parkplatzsuche, kamen wir im Technopark an. Das Blogcamp Switzerland fand im Rahmen des Tags der Informatik statt. Einige Sessions waren bereits vorangekündigt, aber nicht so viele, wie bei manchen anderen Bar- oder Blogcamps.
  • Joscha beim Blogcamp in ZürichJoscha
Aktuell sind die meisten jetzt beim Vortrag von Moritz Leuenberger, der ebenfalls vorangekündigt war, den wollte ich jetzt aber nicht mehr hören. Jozo und Joscha waren kurz dort, aber es ist wohl ziemlich voll im Zelt, klar. Außerdem ist das Thema sicherlich eher für Schweizer interessant. Zuerst waren wir in der Auftaktveranstaltung, die leider aus Zeitgründen mehr eine Begrüßungsrede, als eine Eröffnung war. Sonst stellen sich dort alle mit ihren Tags vor, für einen ersten Eindruck von denen, die man nicht kennt, finde ich das eigentlich sehr schön. So war das Aussuchen der Sessions wirklich ausschließlich anhand des Themas, das ist zuweilen nicht ganz so einfach. "Blogcamp Switzerland in Zürich ::: wie es heute ablief" vollständig lesen
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