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Der ideale IT-Arbeitsplatz : Umfrage

  • Rechnermuseum im Schaufenster Rechnermuseum miradlo
Dirk fragte in einem Beitrag nach dem idealen Arbeitsplatz. Inzwischen gibt es einige Kommentare und darauf verweisende Beiträge, sowie von ihm selbst zwei Folgeartikel. Seinen eigenen Beitrag gibt's unter mein idealer Arbeitsplatz, sowie Gedanken zu einem Remote-Arbeitsplatz unter Arbeiten aus der Ferne. Wie immer bei solchen Themen habe ich zunächst nur den Einstiegsartikel gelesen, weil ich zunächst meine Sichtweise unbeeinflusst überlegen möchte.

Mein idealer Arbeitsplatz in der IT

Was mir wichtig ist, zeigt teils schon meine berufliche Laufbahn.

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Kurz und gut XXII

Gelesenes der Woche - die  kommentierten Linktipps kurz und gut:

Semantische Suchmaschine WolframAlpha

  • Screenshot WolframAlphaIBM bei WolframAlpha
Am Samstag ging die semantische Suchmaschine WolframAlpha an den Start. dr. web berichtete bereits vorab über den Wissenschaftler Stephen Wolfram, der WolframAlpha entwickelt. Golem beschreibt ein bisschen genauer, für welche Eingaben die Suchmaschine geeignet ist. basicthinking berichtet über Googles weitere Vorhaben und meint, die Pläne hätten damit zu tun, dass WolframAlpha eine Konkurrenz darstellt. Für Astronomen ist die Suchmaschine bisher wohl nur bedingt geeignet, berichtet der Astronom Florian Freistetter in seinem Blog. Absolut genial ist die Liste an witzigen oder zumindest unerwarteten Antworten von WolframAlpha, da müssen schon auch schnuffige Geeks dran gewesen sein. Noch ein paar nette Fragestellungen und Antworten gibts bei tvundso.com unter Spaß mit WolframAlpha. Dort auch der Hinweis auf die Frage nach einer Zufallszahl, nun klar, WolframAlpha ist immernoch ein Computer, stellt man die korrekte Frage, so kommt auch die korrekte Antwort;-) "Semantische Suchmaschine WolframAlpha" vollständig lesen

Azubi-Ecke : online lernen und üben : IT-Handbuch für Fachinformatiker

Jozo, Auszubildender zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung im zweiten Lehrjahr arbeitet bei uns in den verschiedensten Bereichen mit. Darüberhinaus sind regelmäßige Schulungen zu den verschiedensten Themen selbstverständlich, sowie auch immer wieder die Teilnahme an Barcamps.

Abwechslungreiche Wissensvermittlung

Zu einer sinnvollen Ausbildung gehören meines Erachtens möglichst auch verschiedene Eindrücke und Wege sich Wissen anzueignen. Ein Teil, der dazu beiträgt sind eben Barcamps, bei denen sehr unterschiedliche Menschen zu Themen rundums Web Sessions halten. Jozo sieht mich ständig, erfährt, hört und lernt was in unserem Alltag an Tätigkeiten rundums Web so anfällt. Jedoch auch bei uns im Unternehmen soll möglichst nicht nur auf eine Art und von einer Person Information kommen.

Öffentlich Lernen

Roland hat sich daher von Anfang an vor allem um den Bereich Programmieren gekümmert. Roland und Jozo sehen sich zeitweise kaum persönlich, für einen regelmäßigen Austausch ist das zuwenig. Vieles an Kommunikation läuft bei uns über unser Mitarbeiterblog, doch manches wäre eventuell auch für andere Azubis oder Interessierte interessant. Deshalb führen die beiden einen Teil ihrer Kommunikation öffentlich in Rolands Schulungsblog, kleine Übungsaufgaben, die Schritt für Schritt das Programmieren vertiefen gibt es in der Kategorie Unterricht.

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung vor kurzem, lieferte, ein aus meiner Sicht bedenkliches Ergebnis mit einem Durchschnitt von nur 64 von 100 Punkten. (Stand in unserer IHK-Region, wobei auch die anderen Ergebnisse weder in Baden-Württemberg, noch deutschlandweit berauschend waren. ) Auch Jozos Ergebnis lag weit unter seinen bisherigen Schulnoten und entsprach bei weitem nicht dem, was am Ende herauskommen sollte.

Theoretisches anhand des IT-Handbuchs

Um bei den theoretischen Kenntnissen sicherzugehen, dass alles irgendwann mal intensiver angesprochen wurde, kam mir die Idee es anhand des Buchs "IT-Handbuch für Fachinformatiker" anzugehen. Der Vorzug ist, Jozo hat die Papierversion, zum Lesen ganz sicher die beste Variante. Da das Buch jedoch auch als kostenloses E-Book zu haben ist, können Roland und ich regelmäßig nachsehen, welche Inhalte genau angesprochen werden.

Azubi-Ecke im Schulungsblog

Mit entsprechenden Rückfragen lässt sich so sicherstellen, dass Jozo in allen Bereichen fit für die Abschlussprüfung wird. Die einzelnen Kapitel fasst Jozo jetzt nach und nach zusammen, wobei wir jetzt für den Start mal einige Zeit eingeplant haben, in der weitgehend vom Alltagsgeschäft befreit ist und sich aufs Lernen konzentrieren kann. Die Zusammenfassungen und etwaige Kommentare stehen öffentlich in der Azubi-Ecke im Schulungsblog. Falls andere Auszubildende Lust haben, sich daran zu beteiligen, sind sie herzlich eingeladen und können gern jederzeit kommentieren. Selbstverständlich sind die Kommentare dort auch für alle anderen offen, die Spaß dran haben sich zu beteiligen, seien es Interessierte oder auch Ausbilder.

Fazit?

Nein, hier gibt es noch kein Fazit, es ist eine Idee, ein Versuch, der mehr Spaß macht, wenn sich einige beteiligen. Ob sich das bewährt, sehen wir erst nach und nach. Speziell für Jozo denke ich, hat es den Vorteil, dass er jetzt täglich zumindest zwei völlig unterschiedliche Ansprechpersonen hat. Ich fände es prima, wenn sich mehr noch öffentlich abspielen würde, dann könnte ich auch mal noch öfter kommentieren, ohne dass es auffällt... ;-)

Spickzettel rundum Informatik und Web einsetzen

  • RGB-Farben-SpickzettelRGB Cheat Sheet
Spickzettel haben ja zunächst einmal den Ruf ein Betrugsversuch zu sein, z.B. in der Schule. Doch es gibt ja verschiedene Formen etwas zu lernen, sich etwas zu merken oder sich in etwas einzuarbeiten. Ich hatte zu Schul- und Studienzeiten eine Vorliebe für Spickzettel. Bei mir entstanden sie nach und nach. Zunächst hatte ich meine Aufschriebe zu einem Thema, meist aus recht vielen Seiten bestehend. Die erste Zusammenfassung bestand für eine Abschlussprüfung immernoch aus mehreren DIN-A4-Seiten. Bei jedem weiteren Durchgang wurde das weniger, am Ende gab es für jedes Prüfungsfach nur noch maximal eine Seite. Dort standen nur noch die wichtigsten Punkte des Themas und  in wenigen Stichwörtern, was ich mir ganz schwer merken konnte. In den letzten Tagen vor einer Prüfung hingen diese Spickzettel entweder an Stellen, die ich mehrfach täglich sah, oder ich hatte sie im Hosensack. Jedenfalls sorgte ich dafür mir diesen einen Spickzettel immer wieder durchzulesen, irgendwann diesen nur noch im Kopf durchzugehen und nur nachzuschauen, wenn ich unsicher wurde. So gelang es mir auch auswendig zu Lernendes am Prüfungstag präsent zu haben, etwas was mir eher schwer fällt. Bis heute finde ich Spickzettel praktisch, wenn ich mich in etwas neu einlerne. Je nach Thema gehe ich noch immer ähnlich vor. Allerdings schreibe ich nicht mehr alles selbst, denn beispielsweise die RGB-Farben im Bild sind sinnvoller, wenn auch die Farben dabei sind. Für vieles gibt es bereits Spickzettel, die je nach eigener Vorliebe ausgedruckt auf Papier oder elektronisch auf dem Rechner liegen können. Im Englischen heißen Spickzettel Cheat-Sheets. Die beste Auswahl quer durch einiges aus dem Webumfeld gibt es meines Erachtens bei Dave Child. Er bietet folgende Cheat-Sheets an: Für die meisten (ich habe nicht geprüft, ob für alle) dieser Spickzettel gibt es eine Version als Bild und eine als PDF. Zu jedem der Spickzettel gibt es eine eigene Seite, mit Hinweisen zu Versionen und ergänzenden Erklärungen. Ein, wie ich finde, prima Überblick in die Themengebiete.

...es gibt 10 Typen von Menschen... oder warum 4 nicht immer freundlich ist ;-)

Wer sich bei "es gibt 10 Typen Menschen..." fragt, was das soll, kommt wahrscheinlich nicht aus der Informatik.
  • binär zählenvon Hand viel weiter als bis zehn zählen

In der Informatik geht es meist um: Bit, Byte, Kilobyte, Megabyte, Gigabyte, Terabyte usw. als Maßeinheit. Genaueres gibts bei Wiki zu Bits und Bytes. Bit ist die Abkürzung für Binary digit, d.h. "zweiwertige Ziffer" also Null oder Eins.


"...es gibt 10 Typen von Menschen... oder warum 4 nicht immer freundlich ist ;-)" vollständig lesen

miradlo arbeitet international ::: miradlo auf verschiedenen Domains

Selbstverständlich sind wir international tätig, auch wenn ich viele der Sprüche und Schlagwörter nicht leiden kann, in diesem Fall fällt mir auch nichts besseres ein.  ;-)
  • Screenshot miradlomiradlo international
Wir haben inzwischen vier internationale Seiten, die speziell für Kunden, die nicht aus Deutschland kommen erstellt wurden: "miradlo arbeitet international ::: miradlo auf verschiedenen Domains" vollständig lesen

public function miradlo ($kundenanforderungen){...}

Innovativ, effizient, jung, dynamisch, erfolglos, international, für Sie optimiert... Gähn!
  • Flyertext wir über uns als Programm miradlo Handzettel | Flyer miradlo
Den ein oder anderen derartigen Satz erwarten Kunden ja auf den Standard-Unternehmensseiten.
"public function miradlo ($kundenanforderungen){...}" vollständig lesen

Programmiergrundlagen sind manchmal gar nicht so "grundlagig"

Ich darf immer wieder mal Einsteigern die Geheimnisse der Informatik näher bringen. Jetzt verhält es sich mit der IT so wie bei den Zauberern. Man kann eigentlich gar nicht sehen was da so passiert. Man muss es sich irgendwie "begreifbar" machen. Und dann mache ich manchmal den Fehler und glaube meinen Einsteigern, dass sie alles verstanden haben. Hier ein paar Beispiele: "Programmiergrundlagen sind manchmal gar nicht so "grundlagig"" vollständig lesen

Architekturmuster und Design Patterns verwenden

Wenn man ein Haus baut gibt es bestimmte Regeln an die man sich halten sollte. Beispielsweise wäre es nicht sehr ratsam ein Dach so zu konstruieren, dass das Wasser nicht abläuft sondern zur Mitte des Dachs hinfließt. Ein weiteres nicht ratsames Beispiel wäre es eine Decke so zu konstruieren, dass sie sich nicht selbst tragen könnte. Wenn man dann noch auf die Idee kommt, auf diese Decke einen Stuhl zu stellen, findet man sich höchstwahrscheinlich ein Stockwerk tiefer wieder. Unsere Vorfahren haben also Architekturmuster erfunden. Daneben haben wir vor ein paar tausend Jahren auch noch das Rad erfunden. Wir empfanden das als ziemlich praktisch. Man kann mit so einem Rad die Reibungsverluste beim Schieben verringern. Und heute sagen wir immer wieder mal, dass wir das Rad nicht neu erfinden sollen.

Wie sieht das in der IT aus?

Die IT ist ein relativ neues Themengebiet. Vor ein paar Jahren erfand jeder Entwickler seine Räder jeden Tag nochmals. Irgendwie haben viele von uns, dann viele Stunden verbracht auf Problemen rumzunagen, die es eigentlich schon längst nicht mehr geben sollte. Und genau hier setzen Architekturmuster und Design Patterns an. Wir generieren heute eine Webapplikation, indem wir die Architektur auf den Browser, den Webserver, den Datenbankserver und das Netzwerk verteilen. Wir verwenden Factory Patterns um bestimtme Objekte zu erzeugen. Wir mixen die diversen Observer, Strategy und Composite Patterns und erstellen Model View Controller Patterns. Das einzige Problem mit all den schönen Patterns ist, dass die Dinger ziemlich unverständlich sein können. Wenn ein neuer Entwickler anfängt, ist er mit Schleifen, if-Abfragen und anderen Schweinereien schon ziemlich ausgelastet. Wenn dann noch ein Roland vorbei kommt und ihm sagt "heute bauen wir mal ein Singleton", dann fühlt sich der Anfänger irgendwie nicht wohl. Deshalb habe ich bei guggat emol Blog eine Designpattern Einführung erstellt. Ich werde nicht noch einmal alle Design Patterns, die zur Genüge beschrieben wurden, beschreiben. Ich werde hier die Design Patterns, die ich in den Programmierbeispielen verwende, erläutern. Später werden diese Patterns dann für reelle Aufgaben verwendet. Wer weiß, vielleicht bauen wir in ein paar Jahren weniger IT-Decken die sich nicht selbst tragen können? :)

Benutzerfreundlichkeit : Stufenweise Webdesign verbessern : Projektmanagement

Fachbüchertipps für den IT-Bereich, fast hätte ich die Blogparade übersehen, dabei gibts hier doch sogar unsere Literaturliste. Carsten fragt nach den Lieblingsfachbüchern, egal aus welchem IT-Bereich. Gefragt ist nach bis zu drei Lieblingsbüchern. Nun gut also drei... ;-) Mir wären noch ein paar eingefallen, aber das sind die, von denen ich meine, wer sich mit einem der Themen befasst muss diese Bücher gelesen haben... Zwei der Bücher habe ich gefunden. ;-) Da gab's mal wieder so einen Tag mit einem Bummel durch große Buchhandlungen in irgendeiner großen Stadt. Empfehlenswert sind da hier in der Gegend Freiburg und Stuttgart, die haben schöne große Buchläden. Das andere Buch war ein Tipp von jemand, solche Bücher bestelle ich bei meiner örtlichen Buchhandlung, ich habe da sogar den Service es gebracht zu bekommen, der Vorteil, wenn eine gute Freundin dort arbeitet... :-)

Usability (Benutzerfreundlichkeit)

Gelesen habe ich die Ausgabe von mitp von 2002 des Autors Steve Krug: Don't make me think! Web Usability: Das intuitive Web Irgendwann einmal vorher hatte ich Nielsen gelesen, dessen Ausführungen zur Benutzerfreundlichkeit gut und korrekt sind, meist jedenfalls. Was ihm fehlt, ist dabei zu begeistern, zu faszinieren und bei aller Therorie auch zu unterhalten. Ähnlich ging es mir bei weiteren Autoren. Ganz anders dagegen Steve Krug, leicht, locker, nachvollziehbar und mit Spannung erklärt er, was das bedeutet: "Don't make me think!" schon nach den ersten Seiten wird klar, was er damit meint. Niemand soll überlegen müssen, sondern das Web muss einfach und intuitiv bedienbar sein. Mit Freude am Thema und Humor erklärt und zeigt er nicht nur worum es geht, sondern gibt auch Tipps, wie sich Webseiten testen und verbessern lassen. Für mich ist das die Pflicht- und Spaßlektüre für alle, die mit Websites zu tun haben.

Progressive Enhancement (stufenweise Verbesserung von Websites)

Gesehen - haben wollen - Preis gesehen - geschluckt - anderes angeschaut - gekauft! Schon die Optik, der erste Eindruck wenn man es in der Hand hat, klasse gemacht! Das Buch Transcending CSS - Neue kreative Spielräume im Webdesign von Molly Holzschlag udn Andy Clarke habe ich in der Ausgabe von Addison-Wesley 2007 gelesen. Ich konnte gar nicht anders das musste einfach mit. Trotz des recht hohen Preises habe ich es keinen Moment bereut. Das Buch ist nichts für die ersten Schritte mit CSS, es ist auch nichts für die reinen Praktiker. Ein bisschen Lust am Spielen mit den Möglichkeiten, die Webseiten bieten muss man mitbringen. Dann jedoch ein Traum und genau was die Kapitel versprechen:
  • entdecken (was hat Inhalt mit Markup zu tun)
  • Designprozess einfach und schnell (Prototypen erstellen und einsetzen)
  • inspirieren lassen (Wege und Quellen für Ideen)
  • Transzendenz (wie denn nun genau mit Beispielen und einem Blick in die Zukunft, stufenweise Verbesserung)
Nicht nur wunderschön, sondern ebenfalls hochinformativ, lasst es euch faszinieren.

Projektmanagement - Information mit Spaß daran

Schon mehrfach und immernoch fasziniert habe ich Tom DeMarcos Der Termin - Ein Roman ueber das Projektmanagement in der Ausgabe des Hanser-Verlags von 1997 gelesen. Aus einigen Vorlesungen, Skripten und anderen Büchern kannte ich das staubtrockene Thema, nötig aber nur in kleinen Mengen zu ertragen. Ganz anders ist es hier, wirklich wie ein Roman, von der Spannung her eher wie ein Krimi geht es um Projektmanagement in der Softwareentwicklung. Alle wesentlichen Phasen werden anhand von guten und schlechten Beispielen angesprochen ohne jemals den Spaß an der Geschichte und die Spannung zu vergessen. Stück für Stück entwickelt sich das Projekt und DeMarco nimmt einen mit klar nachvollziehbaren Schritten auf dem Weg mit. Wichtiges wird nach jedem Kapitel nochmals zusammengefasst und eignet sich auch zum Nachschlagen. Beispielsweise im Vergleich zu eher theoretischem Wissen, so lassen sich klare Beispiele mit den theoretischen Informationen prima verknüpfen. Ich habe es auch fürs Lernen vor Prüfungen aus diesem Themenbereich gerne genutzt. Ganz ohne IT-Know-how ist es wahrscheinlich nicht ganz so glasklar, wie genau und berechtigt jeder Schritt in diesem Buch die Mehrzahl der IT-Projekte beschreibt. Wer jedoch irgendwie mit IT zu tun hat, sollte sich mal Zeit nehmen um "Der Termin" zu lesen.

Perfekte Testerin oder Ute, Horror für alle Entwickler

Hä, wie jetzt? Ja, genau das ist das Problem. Einerseits ist es gut, wenn jemand wirklich jeden Fehler entdeckt und sei er auch noch so versteckt - perfekte Testerin. Andererseits müssen Fehler auch korrigiert werden -  deshalb Ute, der Alptraum aller Entwickler und Programmierer.

Windows, Elektronik und ich

Wie ich hier ja zuweilen schon erwähnt habe, nutze ich Windows nur, wenn es sein muss, also meist nur zum Testen. Dafür gibt es einen einfachen Grund, wir sind nicht kompatibel. Windows "merkt" wenn ich drangehe und zeigt dann jeden Fehler, den es bei anderen bis dahin nie hatte. ;-) Nur Windows? Nö, auch bei allen anderen Systemen, Programmen oder so, einfach bei allem was irgendwie mit Elektronik funktioniert tauchen in meiner Gegenwart deutlich mehr Fehler auf, als bei anderen. Dieses Phänomen ist schon immer so und zog sich auch immer durch. Im ersten Praxissemester lief nur mein Rechner mit identischer Hard- und Software nicht wie alle anderen. Manche Programme hatten Fehler, die ich durchaus reproduzieren konnte, die jedoch bis dahin nie bei jemandem auftauchten. In der FH konnte ich beispielsweise mit meinem Studikonto während des gesamten Studiums nicht wie alle anderen drucken. Wenn es elektronische Eingänge, Zugänge oder ähnliches gibt, tendieren sie dazu, immer dann auszufallen, wenn ich in der Nähe bin.

Informatikerin

Ja, einerseits ist es eine blöde Idee, dass ich genau diesen Bereich ausgesucht habe. Diese Anhäufung von Fehlern bei allem was irgendwie elektronisch ist, fiel nicht sonderlich auf, solange ich als Gärtnerin arbeitete, klar. ;) Es ist andererseits jedoch auch eine Fähigkeit. Meine Jungs und alle Entwickler, die je mit mir zu tun hatten, wissen, wenn ein Programm keinen Fehler mehr zeigt, nachdem ich dran war, dann ist die Chance, dass noch Fehler vorhanden sind, sehr gering. Wenn ich nichts mehr finde, dann kann man ziemlich beruhigt ausliefern.

Gute Tester sind nichts für schwache Nerven

Manchmal nervt es mich selbst, dass ich Fehler so leicht entdecke. Mancher Fehler fiel über lange Zeit niemandem auf, doch wenn er erst einmal bekannt ist, kann er nicht mehr ignoriert werden. Meine Jungs kennen es inzwischen schon und wissen, dass nachdem ich getestet habe, eigentlich immer nochmal irgendwas repariert werden muss. Fast schon peinlich war es mir dagegen in letzter Zeit bei zwei Plugin-Entwicklern.
  • Bei Joern, der das Quote Comments Plugin schrieb, gab es mehrere Runden, in denen alle mit dem Ding zufrieden waren, nur ich fand Fehler. Inzwischen ist es im Grunde behoben, aber es war doch die ein oder andere Anfrage bis es passte. Im Grunde behoben, weil es nur klappt, wenn Link Indication nicht gleichzeitig aktiviert ist.
  • Frank dessen copyfeed-Plugin viele nutzen, hatte seit längerem keine Änderung daran gemacht und es lief auch, sogar bei mir. Allerdings gab es Fehler in den Error-Logs des Servers, sobald etwas geändert wurde, ein Artikel  oder ein Kommentar geschrieben wurden. Das Problem ist bei mir behoben, Frank hat mir mehrfach per Mail Updates geschickt, die auch irgendwann in seine nächste Version einfließen sollen.
An diesen Beispielen wird einer der Gründe deutlich, warum ich Fehler finde:
  • ich teste immer mal wieder ob noch alles valide ist
  • ich schaue ab und zu auch mal die Error-Logs
  • ich schaue auch mal in Webmastertools bei Google
  • ich probiere nicht nur eine Variante, z.B. bei den Kommentaren, sondern mehrere
  • ich teste den Best-Case, aber auch den Worst-Case
    • z.B. mal ausprobieren was die Suche macht, mit Begriffen, die ganz sicher im getesteten Blog vorkommen
    • aber ebenso mal schauen, was passiert, mit Begriffen, die sicher nicht existieren
    • ähnliches gilt für Tests von Seiten, klar teste ich wie ein neues Blog aussieht, ob die Einzelansicht passt, wie die Sucheseiten aussehen...
    • und ebenso teste ich, kommt die Fehlerseite, wenn ich was falsches eingebe, sieht sie so aus, wie gedacht
Wer ernsthaft testet ist nicht schnell fertig. Es gehören einige Punkte dazu, manche mehr oder weniger wichtig. Die Kunst, um es in praktikablem Rahmen zu halten ist zu wissen, was man unbedingt immer testen muss und wo man auch mal weniger genau sein darf. Es geht um Grenztests, am Beispiel eines Blogs:
  • jede Funktion (Artikel erstellen, Kommentare schreiben, Einstellungen anpassen) muss getestet werden
  • ich nutze Blogs nur mit selbst erstellten Themes, da kenne ich schon einige Knackpunkte, bzw. kann manche vermeiden
    • die Startseite testen, weil die z.B. nur die Artikel, aber keine Kommentare zeigt
    • die Einzelansicht eines möglichst langen und eines kurzen Artikels testen
    • die Seitenansicht bei statischen Seiten prüfen
    • die Archivseiten testen
    • die Sucheseiten
  • bei Blogs, die ich betreue, habe ich immer:
    • den Feed abonniert
    • den Kommentarfeed abonniert
    • das Mailabo
    • mehrere Feedreader ausprobiert, z.B. meinen Liebling, den Akregator, aber auch die Feeds im Opera und im Google-Reader
  • validieren der Startseite und mindestens einer Einzelansicht mit Kommentaren, sollten immer mal wieder auch zwischendurch zum Standard gehören

1234567890 Unix-Timestamptag statt Valentinstag ::: PHP-Zeitfunktionen

Die Idee gabs via Joern er wies bereits Mitte Januar auf das Ereignis hin. Natürlich habe ich jetzt diesen Artikel so exakt, wie mit WordPress möglich, veröffentlicht. Sekundengenau veröffentlichen geht nicht, deshalb geht der Beitrag eine halbe Minute zu früh raus. Mal zum Thema  Suche 1234567890 als Unix-Timestamp:

<?php $timestamp = strtotime('2009-02-14 00:31:30'); echo $timestamp; // Ausgabe 1234567890 ?> Der Unix-Timestamp gibt genau das am 14. Februar 2009 um 0:31:30 Uhr aus. Dieses Jahr also eher Timestamp-Tag statt Valentinstag. Als UTC ist es bereits etwas früher so, die 1234567890 wird dann bereits am 13. Februar 2009 um 23:31:30 Uhr erreicht.

Einfach erklärt werden einige PHP-Zeitfunktionen, z.B. hier. Ausführlich und mit vielen Spielereien erklärt es das PHP-Manual.

Informatiker haben noch eine Zukunft ;-)

Rechner, die Zeiten als eine 32-bit-Zahl speichern, können damit nur bis  19. Januar 2038 um 3:14:08 betrieben werden. Dann wird der Timestamp größer als diese 32 bit.

Immer aktuell live angezeigt, wird der Unix-Timestamp beispielsweise hier. Weiteres zum Unix-Timestamp, der Grundlage der Zeitberechnung auf allen mir bekannten Systemen gibts auch Wikipedia.

In diesem Zusammenhang nochmal der Hinweis, nicht immer und in jedem Fall braucht man ein Plugin, das ein oder andere lässt sich auch mal eben selbst regeln...

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