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Hintergrund eines Logos transparent machen : Bildbearbeitung ::: Gimp

Wieder mal was zur Bildbearbeitung mit Gimp, auch dieser Artikel gehört zur Serie hier im Blog zu Bildern und Grafiken. Häufig bekommt man ein Logo mit weißem Hintergrund, den man lieber transparent hätte, weil das Logo auf einen anderen Hintergrund soll. Das ist der einfachste Fall, der klappt fast vollständig nahezu automatisch (Ein Klick auf die Bilder führt zur größeren Abbildung.):
  • Gimp Transparenz Gimp Bild mit Transparenz erstellen (klicken vergrößert)
  • Gimp Ebenen Gimp Transparenz weitere Schritte (klicken vergrößert)
  • Gimp Farbverlauf Gimp Ergebnis mit Farbverlauf als Hintergrund (klicken vergrößert)
  • Bild automatisch zuschneiden sorgt dafür, dass überflüssige Ränder entfernt werden
  • neue Ebene erstellen, die braucht man, falls auch innerhalb des Logos etwas weiß ist und bleiben soll
  • Auswahl nach Farbe
  • Farbe zu Transparenz (weiß ist die Grundeinstellung) bei anderen Farben diese mit der Pipette bestimmen und im Dialog Farbe zu Transparenz entsprechend angeben
  • das Bild vergrößert anschauen -  manchmal ist es gut die Auswahl noch um 1 Pixel zu vergrößern um saubere Kanten zu bekommen
  • wenn wie im Beispiel zuviel weiß entfernt wurde, so lässt sich das auf der vorhin schon erstellten Ebene leicht korrigieren, in dem man einfach wieder mit weiß nachmalt (die Ebene hat den Vorzug, dass man nicht sehr genau malen muss, z.B. das Weiß in "crew" lässt wird ja vom orange überdeckt
  • ich speichere solche Änderungen dann als Gimp-Original-Datei im .xcf-Format ab, anschließend exportiere ich das Ergebnis als .png oder .gif (*.jpg kann keine Transparenz)
  • falls ich z.B. einen Farbverlauf als Hintergrund möchte so erstelle ich eine dritte Ebene mit dem Farbverlauf
  • im Ebenenfenster lassen sich Ebenen verschieben, unterschiedlich stapeln, ihre Sichtbarkeit ein- und ausschalten
  • beim Export des Ergebnisses werden diese Ebenen dann wieder zusammengefügt, falls man später nochmal was ändern möchte lohnt sich die erzeugte *.xcf-Version
  • fertig ;)
Für komplizierteres Ausschneiden und Freistellen ist auch die Quick-Mask eine gute Idee. Eine Anleitung gibt's  z.B. bei Rowi:  GIMP einfach maskieren mit der Quick-Mask

Flyer erstellen : Schrift mit einem Bild füllen ::: Scribus

Flyer, die später im Offsetdruck gedruckt werden sollen, können nicht mit Textverarbeitungsprogrammen erstellt werden. Scribus ist kostenlos und dafür gemacht auch mit professionellen Ansprüchen zurecht zu kommen. Deshalb mal ein weiterer Teil der Serie hier im Blog zu Bildern und Grafiken, der ein Spaltenlayout erklärt, eine andere Schriftfüllung zeigt und noch ein paar Linktipps zu anderen Anleitungen.
  • Scribus Spaltenlayout Scribus Spalten erstellen
  • Neues Dokument erstellen in gewünschter Größe und Form
  • passende Hilfslinien Datei -> Allgemeine Einstellungen -> links auf Hilfslinien
  • Hilfslinien anzeigen lassen -> OK
  • Menü Seite -> Hilfslinien bearbeiten im Feld Spalten Zwischenraum aktivieren
  • Hilfslinien müssen zur gewünschten Aufteilung passen, können jedoch auch später noch ergänzt werden:
  • aus dem Lineal mit gedrückter Maustaste ziehen ergibt weitere Linien die passend verschiebbar sind
"Flyer erstellen : Schrift mit einem Bild füllen ::: Scribus" vollständig lesen

Farben RGB und CMYK ::: Scribus Grundlagen

  • Screenshot Scribus Scribus Objekt auswählen Farbe / Tooltipp / Ebene
Nach diversen einführenden Artikeln zu Scribus und zum Farbmanagement allgemein, geht es dieses Mal um die Farben in Scribus. Teils habe ich ja bereits erklärt, wie man Objekte oder Texte auswählt und dann die Farbe ändert. Scribus kommt mit einigen bereits voreingestellten Farben, die sind jedoch eher rudimentär. Wählt man ein Objekt aus, wird die gewählte Farbe angezeigt, beim Hover über dem Farbnamen wird im Tooltipp angezeigt, ob es eine CMYK- oder RGB-Farbe ist und welche Werte diese Farbe hat, siehe Bild "Scribus Objekt auswählen Farbe / Tooltipp / Ebene".
  • Screenshot Scribus Scribus Farbe ändern | klicken vergrößert

Eigene Farben sinnvoll benennen

Eine selbst angelegte Farbe benenne ich meist mit ihrem ursprünglichen RGB-Wert, falls sie als CMYK angelegt ist ebenfalls mit diesem, sowie mit einem Namen, der mir etwas sagt. Natürlich kann man die Farbe auch 0815 oder 0816 nennen, ich komme damit jedoch nicht klar. Manche Farben heißen bei mir auch wie ihr Näherungswert in einem anderen Farbmodell. Im Bild "Scribus Farbe ändern" habe ich das @ welches sonst nur ein Hintergrundschatten ist, jetzt mit der Farbe miradlo_verlauf_cmyk_80_49__27_rgb_#4f6f8d angelegt.
  • Screenshot Scribus Scribus /Bearbeiten/Farben | klicken vergrößert

Eigene Farben in Scribus anlegen

Unter / Bearbeiten /Farben im Hauptfenster bekommt man ein Dialogfenster. Dort kann man Farben
  • Importieren z.B. aus einem anderen Dokument, in dem es die gewünschte Farbe bereits gibt
  • Neu eine Farbe neu anlegen
  • Bearbeiten eine bestehende Farbe ändern
  • Duplizieren legt man eine Farbe schon in einem Farbmodell an, so lässt sich so direkt diese Farbe anschließend ins andere Modell überführen
  • Löschen überflüssige Farben löschen (bezieht sich ebenfalls aufs Dokument, nicht auf das ganze Programm)
  • Unbenutzte entfernen automatisch alle Farben entfernen, die nicht benutzt wurden
Die Wahl bestätigt man mit OK oder wählt Abbrechen.
  • Screenshot Scribus Scribus RGB Farbe anlegen

Eigene RGB-Farbe anlegen

Ähnlich wie auch im Gimp wird zur Farbwahl das HSV-Modell angeboten. Die Farbe braucht, wie schon erwähnt, einen eindeutigen Namen. Wählt man das RGB-Modell, so bekommt eine Farbe, wie sie im Web genutzt wird. Es werden die RGB-Werte angezeigt von 0 bis 255, für eine Umrechnung aus der HTML-Notation, siehe den Artikel zu Farben im Gimp.
  • Screenshot Scribus Scribus Farbe als CMYK anlegen | klicken vergrößert

Eigene CMYK-Farbe anlegen

Hier legt man eine Farbe als CMYK an, die Wahl entspricht diesen Werten. Diese Farbe braucht man für Dateien, die an eine Druckerei geliefert werden. Hier sollte man jedoch möglichst nicht nach Augenmaß am Monitor eine Farbe aussuchen, das geht fast immer schief. Die Farbe kennt man aus den Angaben einer bestehenden Vorgabe oder man nimmt sie aus einem Vorlagenbuch, möglichst dasselbe, welches die eigene Druckerei auch nutzt.

Farbwerte und Farbräume ::: RGB, CMYK und HSV

  • Screenshot Gimp Gimp Farbe wählen Anzeige RGB und CMYK
Bei Gimp oder ähnlichen Bildbearbeitungsprogrammen verwendet man beim Arbeiten den RGB-Farbraum. Diese Palette entsteht durch ineinanderverschwimmenlassen der drei Farben Rot, Grün und Blau. Folglich kann jeder Farbe in einem Bild ein Wert dieser drei Farben zugeordnet werden. Für jeden Farbwert eines Punktes im Bild sind 8 Bit Speicherplatz vorhergesehen, folglich kommt es zu einer Farbtiefe von 3 mal 8 Bit = 24 Bit. Dies nennt man True color, da es mehr Farben sind, als das menschliche Auge auflösen kann. Im Bereich des Print also bei allem was professionell gedruckt werden soll, arbeitet man dagegen mit CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und Key [Schwarz als Farbtiefe]). Das Farbmodell geht theoretisch ebenso wie RGB von drei Farben aus, in der Praxis werden Schwarztöne jedoch nicht aus den anderen Farben, sondern aus einem speziellen Schwarzwert erzeugt. Ein weiteres Farbmodell ist HSV dort werden mittels des Farbtons (englisch hue), der Farbsättigung (saturation) und des Hellwerts (bzw. der Dunkelstufe) (value) die Farben definiert. Optisch entspricht dieses Modell am ehesten der menschlichen Farbwahrnehmung, deshalb eignet sich dieses Modell gut zur Auswahl einer Farbe. Es gibt teils theoretische Umrechnungsmethoden vom einen in den anderen Farbraum. Das sind jedoch nur Näherungswerte, für farbverbindliche Umrechnungen müssen weitere Bezugspunkte hinzugezogen werden. RGB auf einem Monitor ist nur dann einigermaßen korrekt, wenn der Monitor entsprechend kallibriert ist. CMYK-Werte hängen auch vom später genutzen Papier ab und sollten deshalb nach verbindlichen Tafeln/Handbücher ausgesucht werden. Auch Gimp kann automatisch von einem in den anderen Farbraum umrechnen, z.B. von RGB nach CMYK und umgekehrt. Wie im Bild zu sehen zeigt Gimp dann die Werte für CMYK, HSV, RGB und die HTML-Notation an. Solange es nicht um professionellen Druck geht ist diese Umrechnung meist ausreichend und vermittelt ein Gefühl für die verschiedenen Farbsysteme. Im Web nutzt man üblicherweise daher immer RGB, für den Druck dagegen CMYK. Je nachdem worum es geht ist die Farbverbindlichkeit mehr oder weniger wichtig. Für eine Einladungskarte im privaten Rahmen, die man selbst mit dem Tintenstrahldrucker ausdruckt ist es meist egal, ob die gewünschte Farbe ganz exakt getroffen wurde. Anders dagegen ist es bei offiziellen Dokumenten mit festgelegten Logofarben oder ähnlichem, die in einer Druckerei meist auch in größerer Stückzahl gedruckt werden.

Texte ::: Scribus Grundlagen

  • Screenshot Scribus Text unmarkiert Standardschriftart Scribus | klicken vergrößert
  • Screenshot Scribus Text markieren Schriftart ändern Scribus | klicken vergrößert
  • Screenshot Scribus Scribus Text markieren Farbe ändern | klicken vergrößert
Über die Oberfläche und die Dialoge Ebenen und Eigenschaften schrieb ich ja bereits im ersten Artikel zu Scribus. Dort erwähnte ich auch bereits, dass es zuweilen Probleme beim Markieren der gewünschten Elemente gibt. Das gilt insbesondere für Texte, da hat Scribus ein Konzept, welches für viele nicht intuitiv ist. Eine Textbox hat zunächst als Ganzes eine festgelegte Schrift, z.B. Times New Roman Regular siehe erstes Bild "Text unmarkiert Standardschriftart". Der Text selbst kann jedoch trotzdem in Nimbus Sans Condensed Bold gesetzt sein. Das erkennt man, wenn man Text selbst auch noch markiert, wie im zweiten Bild " Text markieren Schriftart ändern".

Texte ändern in Scribus

Ich rate bei Änderungen dazu, den Dialog Eigenschaften für Texte zu nutzen. Es gibt auch die Möglichkeit /Bearbeiten / Text bearbeiten den StoryEditor aufzurufen, dieser sieht ganz gut aus und es gibt alle Bearbeitungsvarianten. Leider ist der StoryEditor zumindest bis Version 1.3.3.11 nicht stabil, mit der Beta der Nachfolgeversion war es noch schlimmer. Für manche Zwecke, wie Aufzählungen geht es nicht anders, da empfehle ich ausschließlich mit einer Kopie zu arbeiten, sonst gehen unter Umständen Daten verloren. Der übliche Dialog / Fenster / Eigenschaften / Text ist hingegen stabil und genügt für die meisten Anpassungen. Unter Eigenschaften kann der Text selbst in dem Tab Text geändert werden, Schriftart, Schriftgröße usw. Welche Schriftarten zur Verfügung stehen, hängt von den auf dem System installierten Schriften ab, Scribus benötigt keine eigenen Angaben, sondern findet die Systemschriften. In demselben Tab wird die Schriftfarbe festgelegt, der Tab Farbe bezieht sich nicht auf die Textfarbe, sondern auf die Textbox. Die angebotenen Farben hängen von der Voreinstellungen und den eigenen Definitionen ab. Doch dazu morgen mehr, wenn es um Farben in Scribus geht.

Ebenen und Objekte beachten

Auch bei Texten gilt, falls sich etwas nicht markieren lässt wie erwartet, sollte man prüfen, ob die Ebene stimmt, die Textbox nicht Teil einer Gruppe ist, nicht hinter einem anderen Objekt liegt, die Ebene gesperrrt ist oder ähnliches.

Eigenschaften und Ebenen ::: Scribus Grundlagen

  • Screenshot Scribus Fenster Eigenschaften Ebenen Scribus | klicken vergrößert
  • Screenshot Scribus Text unmarkiert Standardschriftart Scribus | klicken vergrößert
Scribus ist ein Desktop-Publishing-Programm, oder auch Layoutprogramm. Gedacht ist Scribus um beispielsweise Visitenkarten oder Flyer für die Druckvorstufe, also die Dokumentversion die professionelle Druckereien als Vorlage benötigen. Andere Programme, die damit vergleichbar sind, sind die proprietären Programme Adobe PageMaker, QuarkXpress oder Adobe InDesign. Zu den genauen Funktionen dieser Programme kann ich nichts sagen, da ich keins davon ernsthaft genutzt habe. Viele glauben anfangs dass OpenOffice.org Writer oder Word für alles geeignet sind, was man so am Rechner machen möchte. Je nachdem welchen Zweck es erfüllen soll, stimmt das jedoch nicht. Für Magazine, Newsletter, Anzeigen, Broschüren, Kalender und anderes, was anprechend gesetzten Text der später gedruckt werden soll, sind spezielle Programme besser. Ich nutze Scribus auch zum Erstellen von Logos, die als svg vorliegen sollten, so dass sie jeweils in passender Größe in verschiedenen Fällen eingesetzt werden können. Normalerweise bietet sich dafür eher inkscape an. Dort fehlte jedoch einige Zeit der PDF-Export, eine ganz schlechte Idee, um Dateien an Druckereien weiter zu geben. Schwierigkeiten hatte ich außerdem mit dem Austausch von Dateien aus Inkscape nach Scribus. Da ich häufiger Scribus brauche, nutze ich es häufig auch für Aufgaben, die eigentlich eher zu Inkscape gehören. Für Scribus gibt es ein deutschsprachiges Wiki, in dem vieles gut erklärt wird. Schwierig für Anfänger ist hierbei, dass man zunächst gar nicht weiß, welche Funktion man eigentlich sucht. Deshalb beginne ich hier eine kleine Serie zu Scribus, die die ersten Grundlagen und Stolperfallen behandelt. Weiterführendes gibt es in den Dokumentationen im Netz, beginnend beim Einstieg in Scribus.

Scribus Eigenschaften und Ebenen

Innerhalb von Scribus arbeitet man üblicherweise mit Ebenen. Aufgerufen wird das zugehörige Fenster unter /Fenster/Ebenen. Die einzelnen Elemente, z.B. eine Textbox bearbeitet man über den Dialog Eigenschaften, aufrufbar z.B. über /Fenster/Eigenschaften. Viele Befehle können auf mehreren Wegen erreicht werden. Weil ich es ständig brauche öffnet sich Scribus bei mir von vorne herein mit Ebenen und Eigenschaften. Anfänger nutzen Scribus häufig erstmals bei einem fremden Dokument, um etwas anzupassen. Je nachdem wie ein solches Dokument angelegt ist, können bereits beim ersten Versuch etwas zu markieren, Schwierigkeiten entstehen. Im zweiten Bild ist die Textbox markiert, dabei ist im Ebenendialog erkennbar, zu welcher Ebene die Box gehört. Der Text selbst ist nicht markiert, in der Anzeige der Eigenschaften wird daher die installierte Standardschrift gezeigt, jedoch nicht die für diesen Text tatsächlich genutzte Schrift.

Markieren klappt nicht?

Häufig ist die erste Hürde, dass sich nicht markieren lässt, was man möchte. Was nicht markiert ist, kann auch nicht geändert werden. Dafür gibt es einige Gründe, die häufigsten:
  • Objekt liegt nicht in der Ebene, in der man steht
  • Ebene ist gegen Veränderung gesperrt
  • Objekt ist Teil einer Gruppe
  • Objekt liegt hinter einem anderen Element
  • Textbox ist markiert, aber der Text selbst nicht, deshalb ändert sich nichts
Ganz ab und zu liegt es tatsächlich an Scribus, welches sich beispielsweise beim Text mit der Maus markieren zuweilen verschluckt. Innerhalb der Textbox nutze ich da lieber STRG +a das klappt zuverlässig.

Gimp auf eigene Bedürfnisse anpassen und Farbwerte

  • Screenshot Gimp Gimp Farbe wählen
Von vielen, die mit Photoshop begonnen haben, kommt die Kritik, Gimp sei unübersichtlich und bestehe aus so vielen Einzelfenstern. Ich meine zumindest unter Linux ist das kein Problem. Ich habe mir meinen Gimp einmal so angepasst, wie er für mich optimal ist und jetzt öffnet er sich jedesmal genau so. Der Gimp bekommt bei mir eine eigene virtuelle Arbeitsfläche, die Hintergrundfarbe ist so angepasst, wie ich sie für die Bildbearbeitung als angenehm empfinde. Zusätzlich zum Werkzeugfenster brauche ich häufig das Ebenenfenster deshalb ist das ebenfalls immer offen. Immer mal wieder brauche ich auch Schriften und als eigenes Fenster lässt sich ein eingebundener Schriftzug mittels der Pfeiltasten komfortabel in verschiedenen Schriften testen. Suche ich eine Schrift in einer bestimmten Richtung so habe ich auf diesem Weg auch direkt eine gut sichtbare Vorschau. Ich nutze den Gimp fast für alle Bilder, die ich in Blogbeiträge einbinde, ich mag, wenn sie immer ein vergleichbares Seitenverhältnis haben, ich wähle meist den passenden Ausschnitt von Hand. Insbesondere bei Screenshots bietet sich das an, denn was auf 1920*1200 gut aussieht passt nur selten als Vollbild auf meine meist genutzte Bildgröße 400*300. Screenshot speichere ich immer als .png in guter Qualität und bearbeite sie erst anschließend für Beiträge. Immer wieder kommt es vor, dass ich später nochmal etwas anderes möchte, einen anderen Ausschnitt oder ähnliches. Sobald ein Bild als .jpg vorliegt bedingt jedes weitere Speichern einen Qualitätsverlust. Bearbeite ich Fotos so erstelle ich zuerst vom Original eine Gimpversion, sprich ich speichere als *.xcf so ist auch Zwischenspeichern ohne Qualitätsverlust möglich. Möchte ich mehrere Zwischenstände behalten, weil ich etwas ausprobiere, dann speichere ich diese einzeln ab. Klappt alles wie erhofft, lösche ich die Zwischenversionen, geht mal was schief, so kann ich ohne größeren Aufwand wieder zurück. Das lohnt sich, wenn ich beispielsweise Personen mittels eines Pfads ausschneide und den Hintergrund weichzeichnen möchte, denn das Ausschneiden Punkt für Punkt kostet ein bisschen Zeit.

Gimp und Farben

Der Gimp ist ein Bildbearbeitungsprogramm, damit eignet er sich vor allem für Fotos und Screenshots. Gimp ist kein Programm um Grafiken für die Druckvorstufe zu erstellen. Druckvorstufe ist die Bezeichnung für die Version, die man bei Visitenkarten, Flyern oder ähnlichem an die Druckerei weiter gibt. Für den Druck ist eine weit höhere Bildqualität nötig, als beispielsweise im Web. Meist erwartet die Druckerei eine Vorlage in CMYK, das kann der Gimp normalerweise gar nicht, weil er dafür nicht erstellt wurde. Falls man jedoch ein Foto in CMYK für den Druck braucht, so gibts es dafür ein Plugin, siehe Gimp fürs Webdesign einsetzen. Speichert man mit dem Plugin Separate als Separate, dann wird ein Foto in CMYK umgewandelt. Ist der eigene Monitor nicht mittels Farbprofilen und Kallibrierung so eingestellt, wie es die Druckerei erwartet, sollte man vor dem eigentlichen Druck mit der Druckerei klären, ob alles stimmt, denn am Monitor sieht man nicht mehr die späteren Druckfarben. Möchte man Farben umrechnen, z.B. den im Web üblichen RGB-Wert in der Form #fff als dezimalen Wert, hier dann 255 255 255 für weiß, so sieht man das in der Farbübersicht des Gimp recht einfach. Andere Programme erwarten als Eingabe eines RGB-Wert meist die Version mit 255 255 255, z.B. Scribus das vektorgrafikbasierte Layoutprogramm, doch dazu ein anderes Mal mehr.

Gimp ::: Spielereien ::: Plugin ::: 3D-Effekt-Skript

Bilderspielereien kosten meist recht viel Zeit. Doch so ab und an, mache ich das ganz gern. Wenn es um Fotos und ähnliches geht, liebe ich meinen Gimp, wegen seiner Vielzahl an Möglichkeiten. Gimp wurde für Linux entwickelt es gibt ihn jetzt jedoch auch schon einige Jahre für Windows.
  • Laden miradlo Konstanzmiradlo mit 3D-Plugin
  • Laden miradlo KonstanzOriginal: miradlo Informatikdienstleistungen Konstanz
  • Laden miradlo Konstanzmiradlo Spielereien mit Gimp
Von Version zu Version wird Gimp komfortabler, inzwischen sind auch rote Augen in einem kurzen Schritt erledigt. Manche Spielerei braucht man nur selten, dagegen so ein bisschen Bildbearbeitung nutze ich oft:
  • da gibt's rote Augen
  • mal stand beim Fotografieren eines Schaufensters ein Mülleimer im Weg
  • da spiegelt sich irgendwas, was da nicht hin soll
  • ein anderes Mal ist ein Bild zu dunkel
  • oft ist ein Bild nicht auf das eigentliche Motiv ausgerichtet, die Umgebung ist zu detailliert erkennbar
  • irgendwelche Kabel in Innenräumen stören
  • die Fassade ist schadhaft
  • ...
Ab und zu nehme ich mir auch einfach Zeit für ein bisschen Spielerei mit einem Bild, siehe das letzte der drei heutigen Bilder. Doch zuweilen möchte ich einen speziellen Effekt, aus irgendeinem Grund, kann oder will da jedoch nicht viel Zeit investieren. Einige Effekte bringt Gimp ja schon in der Grundinstallation mit, manches lässt sich mit den vorhandenen Filtern schnell verändern. Darüberhinaus verfügt Gimp über Plugins. Plugins lassen sich auf der Gimp-Pluginseite suchen, oder man erfährt z.B. auf Eckhards Blog davon.

3D-Screenshot-Skript

Das 3D-Skript erwartet üblicherweise einen Screenshot und bastelt daraus ein recht schickes 3D-Bild. Erwartet wird daher ein Bild im Querformat, wie ihr seht, muss es kein Screenshot sein, das lässt sich ausprobieren. Nach ablegen des Skripts in /usr/share/gimp/2.0/scripts fand ich es im Hauptfenster des Gimp unter /Extras/Skript-Fu/3D-Screenshot. Für Webbilder, die sowieso nicht so groß sind, klappt es noch recht zügig, bis alle Abläufe durch waren. Bei Originalfotos kann es schon mal einige Minuten dauern. Falls die Ergebnisse merkwürdig aussehen, kann ein erneutes Starten des Gimp helfen. Das Skript schätzt es auch nicht, wenn mehrere Bilder offen sind. Sicher nicht für jedes Bild, aber so als zusätzlichen Effekt kann das schon mal sinnvoll sein. Gern nutze ich auch das Plugin Save for Web, insbesondere wenn es um PNG geht, da ergeben sich damit doch noch deutlich verkleinerte Dateien als mit Gimp selbst. Wer zuweilen Spaß an Spielereien mit Bildern hat, sollte einfach mal ein bisschen experimentieren.

Gimp fürs Webdesign einsetzen : Plugin Save for Web

Ich habe ja schon erwähnt, dass wir gut mit Open-Source-Software klarkommen, wenn es um Webentwicklung geht. Noch einfacher gehts mit einem Plugin für den Gimp, welches ich kürzlich bei Eckhard gefunden habe.
  • Save for Web Gimp-PluginÜberblick Gimp mit Save for Web
  • Save for Web Gimp-PluginPlugin für den Gimp im Einsatz
  • Save for Web Gimp-PluginSpinnennetz im Baum das Bild des Beispiels
Das Plugin "Save for Web" (fürs Web speichern) für den Gimp bietet einige, sehr angenehme und einfache Optionen, um zu entscheiden, in welchem Format und in welcher Größe ein Bild oder eine Grafik am besten gespeichert werden. In der Readme stehen kurz die Schritte, die man zum Installieren unter Gentoo braucht, wenige Minuten später ist das Plugin im Gimp integriert und nutzbar.

Umgang mit dem Plugin

Für jedes Bild, kann man ausprobieren, ob .jpeg, .gif oder .png mit 8 bzw. 24 Bit besser geeignet sind. Gerade im Web geht's ja immer um den Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität. Von wenigen speziellen Fotoseiten mal abgesehen, sind die Besucher nicht bereit lange zu warten, bis ein Bild geladen wurde. Andererseits erwarten die Nutzer schon auch gute Qualität, denn wenn es einerseits Videos gibt, die funktionieren, dann sollten Bilder ja noch einfacher möglich sein. Im Beispiel habe ich jetzt ein Foto genommen, was ich im Juli aufnahm, als wir in Freudenstadt bei einem Waldspaziergang unterwegs waren. Da gab's grad das aus Holzstämmen nachgebaute riesige Spinnennetz eines Künstlers. Bei diesem Bild war es einfach, wie die meisten Fotos ist ein komprimiertes .jpg die beste Möglichkeit. Geht es jedoch um Fotos von Grafiken, Zeichnungen oder um am Rechner erstellte Grafiken, dann ist ein .jpg meist ungeeignet. Spätestens bei Transparenzeffekten ist es gar nicht möglich. Noch hat .png im ein oder anderen Internet Explorer Probleme, es existieren jedoch Workarounds und aktuelle Browser kommen gut damit klar. Je nach Motiv kann jedoch auch ein *.gif das bestmögliche Format sein. Abhängig vom eigenen Wunsch, bzw. der Dateigröße bieten sich Verfahren wie Interlace und Progressive an, die es ermöglichen schon einmal Teile des Bilds zu zeigen, auch wenn noch nicht alles geladen werden konnte. Wieviel an zusätzlicher Dateigröße ein Bild benötigt, berechnet das Plugin ebenfalls. Insgesamt ein, wie ich finde, sehr nützliches und leicht zu bedienendes Plugin. Ich mag meinen Gimp ja sowieso, mit diversen Plugins fällt es noch leichter, ihn weiterhin zu nutzen. Übrigens ja, ich weiß Gimp steht für GNU Image Manipulation Programm und ja ich sag trotzdem der Gimp, wahrscheinlich, wegen Wilbur, der beim Start immer erscheint...

CMYK und Gimp

Separate, um nach CMYK zu exportieren ist ebenfalls sehr praktisch, wenn es um Druckerzeugnisse geht. Die Installation in Gentoo braucht einen kleinen Umweg, da es das Plugin nur als RPM gibt, aber dank rpm2targz lässt sich auch dieses Problem lösen.
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