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Usenet, Mailinglisten, Foren, Kommentare in Blogs ::: I ::: Grundlagen und Unterschiede

Immer mal wieder ärgere ich mich über den Umgangston mancher Menschen in Mailinglisten, im Usenet, in Blogs und zuweilen auch in Foren. Manche ärgerlichen und hochkochenden Diskussionen ließen sich vermeiden, wenn die Teilnehmer mehr darüber wüssten und sich an die Regeln hielten. Ärgern lohnt sich nicht und meckern ohne etwas zu tun, finde ich unnötig. Sinnvoller ist es, die jeweiligen Anwender zu informieren. Mit diesem Beitrag beginne ich, in loser Folge, eine kleine Serie zum Thema: Usenet, Mailinglisten, Foren und Blogkommentare. Viele Diskussionen und Ärgernisse kommen dadurch zustande, dass langjährige Teilnehmer genervt sind, weil Anfänger sich nicht vorher über die Regeln informiert haben, bzw. die Regeln nicht einhalten. Andere hochkochende Diskussionen entstehen weil Teilnehmer, die schon lange dabei sind zuviel von Anfängern erwarten. Mein Ziel ist, beiden Seiten die Unterschiede und Regeln dieser Informationsmittel möglichst einfach zu erklären, um hoffentlich das ein oder andere Missverständnis zu beseitigen.

Mailinglisten

Wie man E-Mails verfassen sollte, insbesondere in Mailinglisten habe ich bereits unter Umgang mit E-Mails beschrieben. Bei Mailinglisten bekommt man die Mails der jeweiligen Liste direkt in den eigenen Account, genauso wie die anderen Nachrichten, die privat oder geschäftlich eingehen. Abonniert man eine Mailingliste, so können, je nach Liste, schon mal mehrere hundert Mails an einem Tag eingehen. Daher bietet es sich an, für Mailinglisten nicht diesselbe Adresse zu nutzen, wie für private und geschäftliche Mails. Abmelden kann man sich bei solchen Listen meist durch ein E-Mail an den Listenserver. Die Adresse steht fast immer am Ende jeder Mail.

Usenet

Das Usenet ist ein weltweites Netz von Newsgruppen zu den unterschiedlichsten Themen und in verschiedenen Sprachen. Im Usenet werden Mails, die Postings oder Artikel genannt werden, auf Newsservern gespeichert und von Newsserver zu Newsserver verbreitet. Die Nachrichten, die in die jeweiligen Gruppen gepostet werden, die man abonniert hat, bleiben weiterhin auf dem Newsserver. Normalerweise liest und schreibt man mittels eines Newsreaders, ein Programm, das die besonderen Anforderungen des Usenets berücksichtigt. Bei miradlo nutzen wir den KNode, ein KDE-Programm (KDE grafische Oberfläche für Linux). Wer lieber offline lesen möchte, sollte sich einen Newsserver einrichten, genaueres dazu bezogen auf den "Hamster" für Windows, findet man auf Volker Gringmuths Seiten zum Hamster. Diese Software hat noch andere Vorteile und Einstellungsmöglichkeiten, die für Mails und News interessant sein könnten. Im Gegensatz zu Mailinglisten füllt sich nicht der jeweilige Mail-Account. Stattdessen sorgt die jeweilige Software (KNode, Hamster...) dafür, dass nur die Artikel lokal vorhanden sind, die man haben möchte. Möchte man die Nachrichten lesen, so werden zunächst die Betreffzeilen angezeigt, erst wenn man entscheidet das einzelne Posting zu lesen, wird der gewünschte Artikel abgeholt (bzw. bei Newsservern wie dem Hamster angezeigt). Die jeweilige Software ist so einstellbar, dass die gelesenen Artikel anschließend gelöscht werden. Weitere Informationen zum Usenet, gibt es bei einklich.net, den Seiten von Volker Gringmuth, er hat einen umfassenden Bereich speziell zum Usenet.

Foren

Die einzelnen thematischen Gruppen des Usenet werden auch Foren genannt. Der Begriff meint sonst jedoch eher die Webforen. Ein Webforum ist meist ebenso thematisch geordnet, wie das Usenet, es gibt Foren zu den verschiedensten Themen. Ein Forum liegt auf einem Webserver und ist unter einer Webadresse erreichbar, z.B. das deutsche Wordpressforum. Die Einstiegsseite eines Forums zeigt einen Überblick der einzelnen Kategorien. In diesen werden die zugehörigen Themen meist nach Datum sortiert angezeigt. Wer eine Frage hat oder eine Information geben möchte, eröffnet ein Thema und die anderen Besucher antworten zu diesem Thema. Alle Einträge werden auf einer oder mehreren Seiten zu dem jeweiligen Thema in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Meist muss man sich zunächst registrieren, um schreiben zu dürfen, damit werden Spameinträge vermieden. Die Struktur und die möglichen, technischen Einstellungen von Foren sind so angelegt, dass die Besucher nicht selbst dafür sorgen müssen, dass die Beiträge zu einem Thema an der richtigen Stelle erscheinen. Die technischen Einstellungen sorgen dafür, dass die einzelnen Beiträge optisch gleich aufgebaut sind. Daher sind Foren auch für ungeübte Anwender schnell nutzbar, sie benötigen kaum Vorwissen, wie bei Mailinglisten oder im Usenet.

Blogs

Was Blogs sind, wissen die meisten Leser wahrscheinlich bereits, denn ihr lest ja grad ein Blog. ;-) Wer es nicht so genau weiß, findet Begriffserklärungen im Glossar Blogs. Ein Blog wird einerseits von einem oder mehreren Autoren geschrieben, andererseits haben Besucher die Möglichkeit dort zu kommentieren (jedenfalls meistens). Manche Blogs leben eher von den Beiträgen der Autoren und haben nur einige Kommentare. Andere Blogs leben vor allem durch die Kommentare, es gibt Blogs, in denen zu einem Kurzbeitrag mit wenigen Zeilen regelmäßig Gespräche mit über dreißig Kommentaren entstehen. Ähnlich wie in Foren braucht ihr für ein Blog keine besondere Software, lesen klappt mit jedem Browser. Um jedoch beispielsweise RSS-Feeds zu abonnieren bietet sich Software an. Sei es es eine Webapplikation, wie die diversen Web-Feedreader, sei eine Browsererweiterung, um gezielt Feeds zu lesen, oder ein Programm wie Akregator, mein Liebling um zu lesen. Der Akregator lässt sich so einstellen, dass alle Beiträge unterschiedlichster Blogs identisch aussehen, in meiner Lieblingsschrift und -größe, ich lese so am Liebsten. Im nächsten Teil geht es um den Umgangston und die Netiquette in den verschiedenen Informationsquellen Usenet, Mailinglisten, Foren und Blogs.
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