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Webentwicklung mit Linux und seinen Programmen

20. Mai 2008 ute

Teil III der Artikelserie zu Linux in der Webentwicklung von Peter Kröner, befasste sich mit den Programmen. Beim Vorschlag Gimp brandete in den Kommentaren die übliche Diskussion auf, dass Gimp nicht wie Photoshop sei.

Nun, ich kann zu Photoshop nichts sagen, ich habe es ein- zweimal bei jemand gesehen aber nie benutzt. Allerdings kann ich zu Gimp manches sagen. Ob das Argument stimmt, dass Gimp mit Photoshop-Dateien nicht klar käme, kann ich nicht beurteilen, da wir bisher selten Daten austauschen mussten. Für Logos, bekamen wir bisher noch jedes Mal ein Format, z.B. PDF, welches sich nutzen ließ. Denn es gibt ja nicht nur Gimp, auch Scribus und Inkscape sind durchaus hilfreich, je nach Anforderung.

Was meines Erachtens absolut nicht stimmt, ist die Unübersichtlichkeit von Gimp, die alle Windows-Nutzer anführen. Gimp funktioniert hervorragend und sehr übersichtlich, wenn man es mit den Mitteln von Linux entsprechend nutzt.

Virtuelle Monitore

Linux hat Arbeitsflächen, das ist so ähnlich wie mehrere Monitore, denn auf jeder Fläche kann man sich einrichten, was man so braucht. Gimp bekommt von mir eine eigene Arbeitsfläche, da habe ich vor Jahren einmal alles zurechtgeschoben, was ich so brauche. Gimp kann unterschiedliche Fenster gleichzeitig nebeneinander offen haben, damit lässt sich Gimp für jeden genauso anpassen, wie er oder sie es gern möchte.

Meine persönlichen Einstellungen, für meine gesamte Umgebung, Arbeitsflächen, Programmeinstellungen usw. ziehe ich von einem zum anderen Rechner mit um und muss sie nur ganz selten mal neu anpassen.

Linux hat außerdem eine Wiederherstellung dessen, wo man zuletzt war. Wenn ich Gimp starte, dann erscheint Gimp mit genau den Voreinstellungen, wie ich ihn das letzte Mal verlassen habe.

Startaufstellung (m)eines Linuxrechners ;-)

Die meisten Linuxprogramme sind außerdem in der Lage, sich vorm Ausschalten des Rechners zu merken, welchen Stand sie gerade haben. Daher ist mein Rechner beim Neustart in den meisten Programmen, wieder exakt an der gleichen Stelle, wie vorm Runterfahren. Bei mir heißt das meist:

  • Kontact ist offen und steht in KMail
  • zwei, drei OpenOffice.org-Dateien sind offen, mit dem Cursor jeweils an der Stelle, an der ich zuletzt war
  • eine Konsole mit fünf, sinnvoll benannten, Befehlsfenstern ist offen, diese stehen in meinen meistgenutzten Verzeichnissen
  • Quanta ist offen, die pro Projekt voreingestellten Dateien sind ebenfalls offen
  • Kopete ist gestartet
  • das Wetter von Friedrichshafen wird als Symbol in der Statusleiste mit Temperatur angezeigt (geht nur mit Orten die größere Flughäfen haben
  • meine Uhr spricht mit mir, statt einer Anzeige steht da z.B. fünf nach halb acht
  • zwei Konqueror-Fenster sind im Dateibaum genau da offen, wo ich vorm Runterfahren des Rechners war
  • Firefox startet mit den zuletzt geöffneten Tabs, meist so um die fünfzehn, können aber auch mal dreißig oder vierzig sein

Diesen Stand bekomme ich morgens beim Kaffee holen, nebenbei mit zwei, dreimal Passwort eingeben, hin.

Screenshots mit Screengrab Firefox Add-On und KSnapshot

Außerdem nutze ich zuweilen das Firefox Add-On Screengrab, mit dem sich Screeenshots auch von ganzen Seiten machen lassen, nicht nur vom sichtbaren Bereich. Für mehrere Screenshots nacheinander bevorzuge ich KSnapshot, der zählt bei mehreren Dateien selbstständig hoch, und ich muss nur einmal einen sinnvollen Namen eingeben.

KColorChooser (bei Gentoo im Paket kde-base) ist ebenfalls praktisch, damit kann von jeder Stelle des Bildschirms die Farbe bestimmt werden und wahlweise in verschiedenen Formaten kopiert werden, je nachdem wo man es gerade braucht.

Da ich nicht in jedem Testbrowser eine Webdeveloper-Toolbar habe, z.B. nicht in den IEs4Linux, nutze ich auch KRuler (ebenfalls kde-base) ein Lineal immer mal wieder.

Weitere Infos, Tipps und Links zum Thema Webdesign, gibts auch im Web-Glossar.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 20. Mai 2008 um 23:58 Uhr veröffentlicht und wurde unter linux, software, web abgelegt.

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