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Programmiergrundlagen sind manchmal gar nicht so “grundlagig”

17. März 2009 roland

Ich darf immer wieder mal Einsteigern die Geheimnisse der Informatik näher bringen. Jetzt verhält es sich mit der IT so wie bei den Zauberern. Man kann eigentlich gar nicht sehen was da so passiert. Man muss es sich irgendwie “begreifbar” machen.

Und dann mache ich manchmal den Fehler und glaube meinen Einsteigern, dass sie alles verstanden haben. Hier ein paar Beispiele:

EVA ist doch soooo klar

Ich fang immer bei EVA (nicht bei Adam) an. Und ich meine damit, dass man in einem Computerprogramm zuerst etwas eingibt, dann verarbeitet und dann ausgibt.

Cool gell?

So, ich zeig also meinen Einsteigern wie man etwas eingibt. Dann erkläre ich ihnen, dass wir jeden Wert den man eingegeben hat, erst einmal auf seine Richtigkeit überprüfen muss. Und erst dann darf man ihn verarbeiten. Wenn das auch noch geklappt hat, gibt es eine Ausgabe. Die kann entweder direkt in einem Text, oder als Rückgabewert in einer Funktion oder in einem Datenbankeintrag oder in einem Schaltprozess für einen Motor erfolgen.

Meine Einsteiger nicken eifrig, schauen sich meinen Code an und legen los. Solange ich dabei bin, sieht es noch recht gut aus. Eine Woche später vergessen schon einige, dass die Eingaben überprüft werden sollen. Und einen Monat später fällt ihnen nicht einmal mehr ein wie man etwas verarbeitet.

Was ist passiert?

Sie haben zwar EVA verstanden, aber die Grundlagen wie man eine Überprüfung erstellt sind nicht verstanden worden. Blöderweise sind viele der Einsteiger auch noch von männlichen Geschlecht. Und viele Männlein dürfen nicht zeigen, dass sie etwas nicht können. Vorher quälen sie sich lieber und bauen viel Bockmist.

Testen ist easy

Auch ein Klassiker. Da bauen wir die ersten Testfälle und lassen unsere Systeme durchrattern. Einen Monat später haben meine Buben und Mädels dann vollkommen vergessen, dass es verschiedene Testmethoden gibt. Das Resultat ist, dass Programme ausgeliefert werden, die beim ersten Knopfdruck schon anfangen komisch zu vibrieren. Das ist ziemlich ätzend.

Und wieder steht das Problem im Vordergrund, dass nicht einmal klar ist was eine For-Schleife ist. Traurig aber wahr.

Hab ich eine Idee?

Da viele der Einsteiger, oder auch Fortgeschrittenen, sich nicht trauen zu sagen, dass sie etwas nicht verstanden haben, habe ich eine Artikelserie Grundlagen angefangen. Dort schreibe ich zu den Grundlagen der Programmierung immer wieder ein paar Artikel. Jeder kann in dem Schulungsblog ungestört lesen. Falls mal eine Frage auftauchen sollte, kann die mit Kommentaren an mich gestellt werden. Vielleicht hilft diese Serie ein paar Einsteigern und Fortgeschrittenen mit den Programmiergrundlagen einfacher fertig zu werden.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 17. März 2009 um 00:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter software abgelegt.

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3 Reaktionen zu “Programmiergrundlagen sind manchmal gar nicht so “grundlagig””

  1. Dirk Deimeke sagt:

    Sehr gute Idee! Ich habe mit dem Gedanken auch schon gespielt.

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  2. ute sagt:

    Bevor Roland mit dem Schulungsblog begann, haben wir auch schon überlegt hier mal was dazu zu schreiben.

    Aber das wird dann doch zuviel Themen-Mischmasch. Deshalb gibts hier weiterhin eher den Überblick egal ob zu Linux oder zum Programmieren und für tieferes Eintauchen ist dort dann Platz.

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  3. Dirk Deimeke sagt:

    Ich habe lange daran überlegt, mein Blog aufzuspalten und in verschiedene Themenblogs zu schreiben. Das habe ich aber verworfen, da die Summe an sehr unterschiedlichen Themen, mich ausmachen.

    Wen nur ein bestimmtes Thema interessiert, kann sich nur die entsprechende Kategorie anschauen.

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