Arbeitsumgebung mit virtuellen Arbeitsflächen KDE auf Gentoo Linux
30. Oktober 2008 ute
Erwähnt habe ich ja schon ein paarmal, dass ich nicht gerade unter Standardbedingungen arbeite.
Arbeitsfläche konsole
Desktop bildle
virtueller Desktop kontact
Aktuell fragt Frank Helmschrott grad danach, ob man virtuelle Arbeitsflächen nutzt. Bislang waren zumindest die Kommentierenden überwiegend keine Fans von solchen Umgebungen. Für mich sind mehrere Desktops essenziell. Was ich beim Start morgens direkt nutze, habe ich bereits beim Thema Webeentwicklung mit Linux beschrieben.
Ich nutze immer vier Arbeitsflächen:
- konsole
- kontact
- bildle
- divers
konsole
Die wichtigste Arbeitsfläche, da sind immer zwei Konqueror (Dateimanager) offen in den gerade meistgenutzten Verzeichnissen. Außerdem natürlich eine Konsole. In dieser gibts einige benannte Fenster, die immer im passenden Pfad stehen, sei es für SVN (Subversion Versionskontrolle) für Sicherungskopien, Arbeiten auf anderen Rechnern…
kontact
Hier ist meist Kontact offen, also mit Mailprogramm, Kalender, Terminen, RSS-Akregator, Usenet, Adressbuch und so.
Außerdem ist hier immer ein Firefox mit mindestens acht, meist eher so um die dreißig Tabs offen. Ständig offen sind, die Adminbereiche der eigenen Blogs, ein Tab mit Suchmaschine, die Blogansichten der eigenen Blogs.
Hinzu kommen die Tabs mit allem was ich noch tun will und tun muss. Artikel lesen und kommentieren, Webseiten betreuen, recherchieren…
bildle
Auf dieser Arbeitsfläche gibts kein Hintergrundbild, wie sonst in halbtransparent z.B. in der Konsole immer sichtbar. Wenn ich mit Bildern arbeite, sei es in Digikam der Bildverwaltung, mit Scribus oder mit GIMP, dann brauche ich einen nicht ablenkenden Hintergrund.
divers
Hier liegt das, woran ich gerade aktuell arbeite. Mal OpenOffice.org-Dateien, mal Quanta (Webseiteneditor), mal Eclipse (PHP-Entwicklungsumgebung und SVN-Client), mal diverse andere Browser, wenn es um Layoutentwürfe oder Tests von Webseiten geht.
Nutzen mehrerer Arbeitsflächen/Desktops
Ich habe so immer die entsprechenden Programme an ein und derselben Stelle. Ich liebe den Vollbildmodus, habe jedoch meist recht viel gleichzeitig offen und könnte ohne meine Desktops keinen Überblick behalten.
In der Kontrollleiste, die von jeder Fläche aus sichtbar ist, lassen sich
- häufig genutzte Programme öffnen
- zwischen Arbeitsflächen wechseln
- Umschalter um den jeweiligen Desktop ohne ein Programm anzuzeigen (da liegen ein paar Symbole für weitere häufiger, aber nicht täglich genutzte Programme
- zwischen offenen Programmen wechseln
- wird ein Farbwähler angezeigt, der von jeder Stelle des Bildschirm die Farbwerte aufnehmen kann
- gibts eine Tastaturumschaltung deutsch, englisch, spanisch, nützlich wenn ich an fremdsprachigen Präsentationen arbeite
- gibts noch Kontrollsymbole
- für die Akkulaufzeit
- die Bildschirmauflösung
- das Touchpad
- die verschiedenen Kopierspeicher unter Linux
- Kopete für Chats per ICQ und Jabber
- die Brieftasche KWallet, die Passwörter verwaltet
- sowie das Amaroksymbol, falls ich nebenbei Musik höre
- das Wetter von Friedrichshafen, dass fast so ist wie hier in Konstanz (aktuell 2°C und Schneeregen)
- das Datum und eine textbasierte Uhr, die jetzt grad “fünf vor halb eins” anzeigt
Manche mögen mehrere Monitore, damit lässt sich ähnlich arbeiten. Für mich passt das nicht, da ich meist mehrmals täglich den Platz wechsle, mal stehend, mal am Schreibtisch, mal in diesem Raum, mal auf dem Balkon…
Ich könnte nicht effektiv arbeiten mit einem Rechner, bei dem sich das nicht so ähnlich einrichten lässt. Wenn ich zum Testen von Webauftritten mal auf einer Standard-Windowsinstallation arbeite, bin ich völlig genervt. Weder mehrere Arbeitsflächen, noch sinnvoll einfaches Kopieren auch mit mittlerer Maustaste, viele Programme öffnen unzählige Fenster, nie werde ich mich an Doppelklicks gewöhnen…
Meines Erachtens ist vieles auch Gewohnheit, je nachdem womit man häufiger umgeht, kommt man damit am besten klar. Jedoch sollte man sich ein System schaffen, welches zur eigenen Arbeitsweise passt, egal wie sehr sich die vom Standard des jeweils genutzten Betriebssystems unterscheiden mag.
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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 30. Oktober 2008 um 00:27 Uhr veröffentlicht und wurde unter Linux, tipps abgelegt.
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