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Farbwerte und Farbräume ::: RGB, CMYK und HSV

15. April 2009 ute

Dieser Artikel ist Teil 6 von 9 der Serie Bilder und Grafiken
  • Screenshot Gimp Gimp Farbe wählen Anzeige RGB und CMYK

Bei Gimp oder ähnlichen Bildbearbeitungsprogrammen verwendet man beim Arbeiten den RGB-Farbraum. Diese Palette entsteht durch ineinanderverschwimmenlassen der drei Farben Rot, Grün und Blau. Folglich kann jeder Farbe in einem Bild ein Wert dieser drei Farben zugeordnet werden. Für jeden Farbwert eines Punktes im Bild sind 8 Bit Speicherplatz vorhergesehen, folglich kommt es zu einer Farbtiefe von 3 mal 8 Bit = 24 Bit. Dies nennt man True color, da es mehr Farben sind, als das menschliche Auge auflösen kann.

Im Bereich des Print also bei allem was professionell gedruckt werden soll, arbeitet man dagegen mit CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und Key [Schwarz als Farbtiefe]). Das Farbmodell geht theoretisch ebenso wie RGB von drei Farben aus, in der Praxis werden Schwarztöne jedoch nicht aus den anderen Farben, sondern aus einem speziellen Schwarzwert erzeugt.

Ein weiteres Farbmodell ist HSV dort werden mittels des Farbtons (englisch hue), der Farbsättigung (saturation) und des Hellwerts (bzw. der Dunkelstufe) (value) die Farben definiert. Optisch entspricht dieses Modell am ehesten der menschlichen Farbwahrnehmung, deshalb eignet sich dieses Modell gut zur Auswahl einer Farbe.

Es gibt teils theoretische Umrechnungsmethoden vom einen in den anderen Farbraum. Das sind jedoch nur Näherungswerte, für farbverbindliche Umrechnungen müssen weitere Bezugspunkte hinzugezogen werden. RGB auf einem Monitor ist nur dann einigermaßen korrekt, wenn der Monitor entsprechend kallibriert ist. CMYK-Werte hängen auch vom später genutzen Papier ab und sollten deshalb nach verbindlichen Tafeln/Handbücher ausgesucht werden.

Auch Gimp kann automatisch von einem in den anderen Farbraum umrechnen, z.B. von RGB nach CMYK und umgekehrt. Wie im Bild zu sehen zeigt Gimp dann die Werte für CMYK, HSV, RGB und die HTML-Notation an. Solange es nicht um professionellen Druck geht ist diese Umrechnung meist ausreichend und vermittelt ein Gefühl für die verschiedenen Farbsysteme.

Im Web nutzt man üblicherweise daher immer RGB, für den Druck dagegen CMYK. Je nachdem worum es geht ist die Farbverbindlichkeit mehr oder weniger wichtig. Für eine Einladungskarte im privaten Rahmen, die man selbst mit dem Tintenstrahldrucker ausdruckt ist es meist egal, ob die gewünschte Farbe ganz exakt getroffen wurde. Anders dagegen ist es bei offiziellen Dokumenten mit festgelegten Logofarben oder ähnlichem, die in einer Druckerei meist auch in größerer Stückzahl gedruckt werden.

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 15. April 2009 um 00:09 Uhr veröffentlicht und wurde unter tipps abgelegt.

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