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Gimp auf eigene Bedürfnisse anpassen und Farbwerte

12. April 2009 ute

Dieser Artikel ist Teil 3 von 9 der Serie Bilder und Grafiken
  • Screenshot Gimp Gimp Farbe wählen

Von vielen, die mit Photoshop begonnen haben, kommt die Kritik, Gimp sei unübersichtlich und bestehe aus so vielen Einzelfenstern. Ich meine zumindest unter Linux ist das kein Problem. Ich habe mir meinen Gimp einmal so angepasst, wie er für mich optimal ist und jetzt öffnet er sich jedesmal genau so.

Der Gimp bekommt bei mir eine eigene virtuelle Arbeitsfläche, die Hintergrundfarbe ist so angepasst, wie ich sie für die Bildbearbeitung als angenehm empfinde. Zusätzlich zum Werkzeugfenster brauche ich häufig das Ebenenfenster deshalb ist das ebenfalls immer offen. Immer mal wieder brauche ich auch Schriften und als eigenes Fenster lässt sich ein eingebundener Schriftzug mittels der Pfeiltasten komfortabel in verschiedenen Schriften testen. Suche ich eine Schrift in einer bestimmten Richtung so habe ich auf diesem Weg auch direkt eine gut sichtbare Vorschau.

Ich nutze den Gimp fast für alle Bilder, die ich in Blogbeiträge einbinde, ich mag, wenn sie immer ein vergleichbares Seitenverhältnis haben, ich wähle meist den passenden Ausschnitt von Hand. Insbesondere bei Screenshots bietet sich das an, denn was auf 1920*1200 gut aussieht passt nur selten als Vollbild auf meine meist genutzte Bildgröße 400*300.

Screenshot speichere ich immer als *.png in guter Qualität und bearbeite sie erst anschließend für Beiträge. Immer wieder kommt es vor, dass ich später nochmal etwas anderes möchte, einen anderen Ausschnitt oder ähnliches. Sobald ein Bild als *.jpg vorliegt bedingt jedes weitere Speichern einen Qualitätsverlust.

Bearbeite ich Fotos so erstelle ich zuerst vom Original eine Gimpversion, sprich ich speichere als *.xcf so ist auch Zwischenspeichern ohne Qualitätsverlust möglich. Möchte ich mehrere Zwischenstände behalten, weil ich etwas ausprobiere, dann speichere ich diese einzeln ab. Klappt alles wie erhofft, lösche ich die Zwischenversionen, geht mal was schief, so kann ich ohne größeren Aufwand wieder zurück. Das lohnt sich, wenn ich beispielsweise Personen mittels eines Pfads ausschneide und den Hintergrund weichzeichnen möchte, denn das Ausschneiden Punkt für Punkt kostet ein bisschen Zeit.

Gimp und Farben

Der Gimp ist ein Bildbearbeitungsprogramm, damit eignet er sich vor allem für Fotos und Screenshots. Gimp ist kein Programm um Grafiken für die Druckvorstufe zu erstellen. Druckvorstufe ist die Bezeichnung für die Version, die man bei Visitenkarten, Flyern oder ähnlichem an die Druckerei weiter gibt. Für den Druck ist eine weit höhere Bildqualität nötig, als beispielsweise im Web. Meist erwartet die Druckerei eine Vorlage in CMYK, das kann der Gimp normalerweise gar nicht, weil er dafür nicht erstellt wurde.

Falls man jedoch ein Foto in CMYK für den Druck braucht, so gibts es dafür ein Plugin, siehe Gimp fürs Webdesign einsetzen. Speichert man mit dem Plugin Separate als Separate, dann wird ein Foto in CMYK umgewandelt. Ist der eigene Monitor nicht mittels Farbprofilen und Kallibrierung so eingestellt, wie es die Druckerei erwartet, sollte man vor dem eigentlichen Druck mit der Druckerei klären, ob alles stimmt, denn am Monitor sieht man nicht mehr die späteren Druckfarben.

Möchte man Farben umrechnen, z.B. den im Web üblichen RGB-Wert in der Form #fff als dezimalen Wert, hier dann 255 255 255 für weiß, so sieht man das in der Farbübersicht des Gimp recht einfach. Andere Programme erwarten als Eingabe eines RGB-Wert meist die Version mit 255 255 255, z.B. Scribus das vektorgrafikbasierte Layoutprogramm, doch dazu ein anderes Mal mehr.

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Der Beitrag wurde am Sonntag, den 12. April 2009 um 00:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter tipps abgelegt.

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