Meine Vorgehensweise beim gentoo-Update
31. Januar 2009 roland
Ich habe mittlerweile in unserer Firma einen ganzen Zoo von Rechnern zu verwalten. Das kommt daher, da wir im Lauf der Jahre für die unterschiedlichsten Aufgaben die diversen Architekturen angeschafft haben.
Ein Update des Betriebssystems kann sehr viel Arbeitszeit kosten, wenn man sich nicht ein paar Vorgehensweisen angewöhnt mit denen die Rechner mit sich selbst beschäftigt sind.
Ich habe absichtlich auf die Installationsanleitung von gentoo verwiesen, da die Vorgehensweise sich bei jedem Update wie bei einer Neuinstallation verhält.
Folgende Schritte führe ich bei jedem Rechner bei einem Update durch:
emerge –sync
Klar, damit wird erst einmal der Portage Tree wieder aktualisiert. Ohne diesen Befehl ergibt ein Update keinen Sinn.
In einem Terminal hole ich mit den folgenden zwei Befehlen die neuen Sourcen:
emerge –fetch-only –update –deep system
emerge –fetch-only –update –deep world
Im Normalfall gibt es ein paar Sourcen, wie zum Beispiel Java 1.4, die mit fetch-restriction ausgestattet sind. Diese Sourcen müssen manuell heruntergeladen werden. Somit schaue ich nach ca. einer halben Stunde welche Sourcen manuell installiert werden müssen.
Parallel dazu lasse ich in einem zweiten Fenster die Aktualisierung der Systemkomponenten durchführen:
emerge –keep-going –update –deep system
Mit –keep-going wird erreicht, dass bei Fehlern die Installation der restlichen Pakete dennoch vorangetrieben wird. Somit kann man über 80% der Pakete ohne manuellen Eingriff aktualisieren und spart sich die Totzeiten weil der Rechner auf den manuellen Eingriff wartet.
Nachdem die Systemkonfigurationen wieder aktuell sind rufe ich den Befehl
emerge –keep-going –update –deep world
auf.
Und dann lass ich die Maschine alleine, oder arbeite an ihr einfach weiter. Die Aktualisierung läuft weitgehend im Hintergrund und je nach Prozessorleistung kann ich gut noch nebenher arbeiten.
Fazit
Mit dieser Vorgehensweise kann ich mehrere Rechner gleichzeitig aktualisieren und benötige nur wenige Minuten Arbeitszeit für den einzelnen Update. Bei Fehlern oder massiven Neuerungen, muss ich natürlich die übliche Zeit investieren, um die Maschinen wieder stabil zum Laufen zu bringen.
Die Zeit, die ich früher zur Kontrolle und zum Wiederanlauf der Aktualisierung benötigt habe, konnte ich mit dieser Vorgehensweise deutlich reduzieren.
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Der Beitrag wurde am Samstag, den 31. Januar 2009 um 12:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Linux, software, tipps abgelegt.
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