Notebook, Laptop, Schläppi, Rechner…
5. Februar 2010 ute
17″ Laptop an Utes Arbeitsplatz
Aktuell ist mein Hauptrechner ein Fujitsu Siemens Amilo XI 1554, mehr zu den Daten schrieb ich ja schon mal. Die Leistung der Kiste ist teilweise noch immer nicht so schlecht, aber vieles wird doch allmählich sehr gemütlich. Das Verhalten ist unter (K)Ubuntu noch schlimmer als es unter Gentoo war. Als direkten Vergleich habe ich meinen kleinen Fujitsu, Devika weigerte sich mit Ubuntu klarzukommen, deshalb läuft sie wieder auf Gentoo mit einem KDE. Manch ein Fehler in KDE, der unter Kubuntu auftaucht, kommt dort einfach nicht vor und die Maschine ist insgesamt flotter.
Ein Rechnerwechsel bei einem drei Jahre alten Laptop ist ja nicht völlig ungewöhnlich. Aus Leistungsgründen käme ich jedoch durchaus noch einige Monate zurecht. Doch leider gibt’s ein nerviges Problem:
Lüfter lärmt
Der Lüfter lief anfangs ab und zu mal, dann immer häufiger und inzwischen läuft er selbst dann noch, wenn grad nur der Bildschirmschoner läuft. Je nach Lautstärke eines Lüfters könnte ich damit leben, aber das Ding lärmt so extrem, dass ich nur mit Radio nebenbei überhaupt noch an der Maschine arbeiten kann. Abends wenn es rundum ruhiger wird, hört man auch in gut zehn Metern Entfernung über ein Stockwerk den Lüfter noch deutlich. Deshalb suche ich grad intensiver nach einem neuen Laptop.
Meine Anforderungen an ein Notebook
Ein Notebook – kein Desktop – ist absolut sicher, alles andere wackelt noch. Im Moment geht arbeiten halt nur mit ausreichend lauter Musik, sonst ist das Dauergeföne des Lüfters unerträglich, siehe auch die 45,8 Dezibel laut Testbericht. Laut Wikipedia ist 40 db tagsüber bzw. 30 db nachts Zimmerlautstärke…
Mein Vorgängerrechner war ein Samsung M70 mit 19″ und einem Lüftergeräusch von 25 DB unter Last… Ein Notebook soll es sein aus folgenden Gründen:
- ab und zu mal mit außer Haus jedoch sehr selten
- im Alltag wechsle ich meinen Arbeitsplatz mehrfach täglich das geht mit einem Desktop einfach nicht
- mindestens 17″
- Auflösung von 1920 x 1200 hätte ich schon gern, es müsste schon sonst eine Supermaschine sein, damit ich bereit wäre auch 1600 x 1050 zu akzeptieren
- am liebsten vorinstalliertes Linux um sicherzugehen, dass alles klappt
Bis hierhin gibt es schon das erste Problem, vorinstalliertes Linux gibt’s für 17″ Laptops einfach nicht. Gut dann halt möglichst einen Hersteller, bei dem gute Chancen bestehen, dass nichts verbaut ist, was Probleme macht. Mal zu den technischen Daten:
- Quadcore oder i7 oder so
- 4096 MB RAM
- 320 GB Festplatte
- Gewicht bis zu 4,5 kg
- Lüftergeräusch bei Volllast
weil:
- Bildbearbeitung auch mit größeren Datenmengen
- selten weniger als sechs Applikationen gleichzeitig offen
- häufig zeitgleich dicke Applikationen oder recht ausgelastete, wie z.B. Firefox meist mit zwanzig bis vierzig offenen Tabs
- viele Tätigkeiten die mehrfache Wechsel zwischen z.B. Gimp und Quanta oder OpenOffice.org und Firefox erfordern
Diskutiert habe ich darüber auch schon reichlich, unter anderem per identi.ca, Dirk führte die Diskussion in einem Artikel weiter, auch Roland schrieb darüber, welche Probleme bei der Notebookwahl heutzutage entstehen.
Notebooks die zur Wahl stehen
- lenovo Thinkpad w700 das Ding ist schon gut, aber mit über 2000.- € alles andere als günstig vom Prozessor her eins der “schwächeren” in meiner Auswahl, dafür mit 36 Monaten Garantie
- Dell Studio 17 mit ATI-Karte und leider sehr laut
- Dell Alienware M17x ein Vollblut-Gamernotebook, ich spiele nicht, ich will eine Linux-Arbeitsmaschine, mir gefällt für diesen Zweck das Design überhaupt nicht, auch von Display und Lautstärke bin ich nicht überzeugt trotzdem komme ich mit meiner Vorstellung auf 2200.- €
- Dell Precision M6500 wird mit meinen Vorstellungen sehr teuer, im Normalfall ist eine ATI-Karte Standard, die unter Linux doch häufiger Probleme bereitet, bei auch hier über 1900.- € ein hohes Risiko
- Belinea gx.book 17018 zu dieser Maschine gibt’s keine Tests, der Prozessor ist wie beim Lenovo auch die anderen Daten sind ähnlich, ich bekäme es jedoch für unter 1700.- € ohne Betriebssystem, da ich kein Windows zahlen muss, was ich nicht nutze, wäre das ok. Der Hersteller sagt ein Linux zu installieren sei kein Problem, kleinere Rechner gibt’s teil mit vorinstalliertem Ubuntu.
- trotz gutem Prozessor eher nicht: MSI GT740 die Auflösung liegt nur bei 1680 x 1050, das Display ist spätestens im Außeneinsatz nicht brauchbar und auch die Tastatur wurde kritisiert, dafür sind ebenfalls rund 1700.- € dann schon sehr viel Geld
- Nexoc E715 ist zwar auch ein deutsches Produkt mit recht interessanten Daten und in fast allen Details konfigurierbar, ohne Betriebssystem zu haben, aber leider gibt es dazu gar keinen Test und von Herstellerseite keinerlei Hinweise zu Linux
- Sony Vaio FX käme in der Variante, die ich möchte auf etwa 1600.- € hat allerdings nur einen 16,4″ Monitor und ist laut Hersteller erst in etwa vier Wochen lieferbar.
Trotz einiger Recherche – immer wieder mal in den letzten Wochen – bin ich bisher noch von keinem Rechner so rundum überzeugt, dass ich ihn kaufen mag. Aprospos Recherche:
Praktisches für die Recherche
- heise Preisvergleich
- notebookcheck.com mit teils sehr ausführlichen Testberichten
- notebookinfo
Jetzt veröffentliche ich diesen – immer mal wieder ergänzten, schon länger angefangenen – Artikel, wer weiß, vielleicht hat ja noch irgendjemand eine blendende Idee oder hat eine gute eigene Erfahrung gemacht.
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 5. Februar 2010 um 05:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter tipps abgelegt.
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Bei Deinem Anforderungsprofil würde ich für mehr RAM plädieren. RAM macht Computer länger schneller als größere Prozessoren (zumindest, wenn man ein Betriebssystem mit einer vernünftigen Speicherverwaltung benutzt
).
Wie sieht’s mit dem 17er MacBookPro aus? Ok, nicht ganz billig, aber die Apples sind traditionell gut von Linux unterstützt.
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Nun, das Betriebssystem steht zweifelsfrei fest, die Distribution könnte sich ändern, aber Linux ist sicher.
Manche schreiben bei mehr RAM müsste man ein 64-Bit-System nehmen, das hätte ich nicht so gern. Inzwischen ist es sicher besser, aber ich hab da noch schlechte Erinnerungen bei einigem was da dann nicht so lief.
Ich sehe schon, ich gehe nochmal recherchieren, was da so angeboten wird. Einige habe konfigurierbare Varianten sprich es ließe sich auch beim RAM noch einiges anpassen.
Danke, nein, billig wäre der wahrlich nicht. Auf jeden Fall jedoch hübsch und irgendwie hatte ich gar nicht dran gedacht. Dabei hat Roland vor Jahren schon einen Mac auf Gentoo umgestellt, noch vor PC-Zeiten… Klar Linux ist dem Mac ja näher als Windows.
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Ähhm, ja. Damit war auch “alles außer Windows” gemeint.
Das ist etwas komplizierter:
Moderne Betriebssysteme trennen das virtuelle vom physikalischen Speichermodell. Da die C-Bibliotheken “früher” eine vorzeichenbehafteten 32-bit-Integer-Zahl zur Speicherung der Pointer benutzt haben, kann jede einzelne Anwendung 2GB verwalten (mit Tricks manchmal 4GB). Will man diese Grenze durchbrechen, dann muss man eine 64-bit-C-Bibliothek benutzen.
Diese virtuellen Speicherblöcke werden auf physikalischen Speicher (RAM und Festplatte) abgebildet, wofür das Betriebssystem eine interne Adressierung verwendet. Die ist schon länger größer als 32 Bit, schließlich gibt es ja schon seit einiger Zeit Swapspaces, die größer als 4GB sind.
Will der Prozessor den physikalischen Speicher ansprechen, dann muss er die gewünschte Adresse über den Adressbus übertragen. Ein 32-bit-Prozessor mit einem 32 Bit breiten Adressbus kann 4GB adressieren (in der PC-Architektur wird das oberste GB davon davon aber von einem Adressfenster für Ein-/Ausgabeoperationen überlagert). Ist der Bus 64 Bit breit, so ist der erreichbare Speicher … ääähm … größer (16 Exabyte).
Soweit noch übersichtlich, aber jetzt wird es abgefahren:
Der 64 Bit breite Adressbus kann auf der x86_64-Architektur auch im 32-bit-Modus angesprochen werden. Diese Technik heißt PAE (Physical Address Extension). Microsoft unterstützt PAE nur in seinen Serverbetriebssystemen. Windows Server 2003 32bit kann also z.B. mehr als 4GB Speicher benutzen, Windows Vista 32bit hingegen nicht. Bei Linux ist die PAE-Unterstützung einer der vielen Konfigurationsparameter beim Kernelkompilieren (und ist aufgrund des oben erwähnten I/O-Fensters auch bei 4GB-Systemen zu empfehlen). Deshalb kann man leicht 32-bit-Linux-Systeme mit mehr als 4GB RAM zusammenstellen, jede einzelne Anwendung darauf kann aber nur 2GB Speicher belegen.
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[...] der eigentlich als eigener Artikel durchgegangen wäre. Naja, verlinke ich den halt hier: http://shxz.de/q # Microblog [...]
Dass es von dir so gemeint war, hatte ich auch so verstanden, meine Anmerkung war deshalb weniger für dich, als für andere Leser gedacht.
Wenn ich dich insgesamt richtig verstehe, wäre es schon sinnvoll nochmal zu überlegen, ob ich nicht doch ein 64-Bit-System nehme.
Mein Hauptproblem sind Anwendungen, die mit Grafiken und Bildern zu tun haben und zuweilen doch sehr gemütlich werden. Jedes dieser Programme kann bei 32-bit dann ja maximal 2GB belegen egal was der Rechner bietet.
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Gerade bei Bildbearbeitung profitierst Du stärker vom Speicher als vom Prozessor.
Ich fahre seit zwei Jahren 64bit und kann mich nicht beklagen. Die Distributionen liefern alle Programme, die sie “an Bord” haben in 64bit aus. Am Anfang gab es Probleme mit Flash, die sind aber Geschichte. Einzig für Java-Anwendungen nutze ich noch 32bit, das ist aber auch in einem 64bit-System problemlos möglich.
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Ja, irgendwie kenne auch ich dieses Problem. Mit meinem Notebook ist es inzwischen ganz genauso. Ohne Moos nichts los; überlege mir daher gerade, ob ich mir Ohropax kaufen sollte…
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Ja, so ist das genau richtig. Aber wirklich über die 2GB-Grenze zu kommen ist echt selten (was machst Du denn da für Grafiken?), das habe ich bisher nur mit großen Datenbanken und Servervirtualisierungssoftware geschafft. Bei Videoschnittsoftware reicht der Hauptspeicher hingegen fast nie aus, darum kauft man bei solchen Systemen möglichst schnelle Festplattensubsysteme.
Vielleicht solltest Du die Momente, in denen Dein Rechner “gemütlich” wird, mal mit vmstat beobachten und nach dem tatsächlichen Flaschenhals suchen (wieviel RAM hat denn Dein aktuelles Notebook inzwischen? Beim Kauf waren es wohl 1,5GB).
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Mir fällt gerade etwas ein.
Als Mitglied der Linux Foundation bekommt man bis zu 40% Rabatt bei Dell, HP und Lenovo. Die Mitgliedsschaft kostet 99 Dollar pro Jahr. Das könnte sich lohnen: http://www.linuxfoundation.org/about/join/individual/join
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Hi,
bin hier zufällig per google angekommen.
Du könntest mal bei mysn.eu vorbeigucken, die haben echt super lappis. Man kann fast alles frei konfigurieren, auch die Garantie lässt sich verlängern. Zudem handelt es sich um einen deutscher Händler und die lappis kommen ohne vorinstalliertes Windows.
- fab
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@Dirk Deimeke:
Vielen Dank für den Link! Das könnte sich in der Tat lohnen!
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Off Topic:
@miradlo:
WordPress unterteilt einen Feed für gewöhnlich in einen Atom und in einen RSS Feed.
RSS: http://www.miradlo.net/bloggt/feed
Atom: http://www.miradlo.net/bloggt/feed/atom
Für die Kommentare existieren dann ebenfalls noch einmal zwei Feeds:
RSS: http://www.miradlo.net/bloggt/comments/feed
Atom: http://www.miradlo.net/bloggt/comments/feed/atom
Aus welchem Grund werden in beiden deiner Artikel Feeds auch die Kommentare mit ausgegeben? Ich finde die Trennung durchaus sinnvoll und frage mich, was du damit bezweckst.
*Schöne Grüße!
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Klingt als sei die Unterstützung inzwischen deutlich besser, meine 64-bit-Erfahrungen liegen etwa vier Jahre zurück und da gab es einiges was so gar nicht klappen wollte.
Im Moment ist der Rechner nur erträglich, wenn nebenbei Radio oder so läuft, das nervt mich ziemlich, weil ich bei konzentriertem Arbeiten normalerweise alle Umgebungsgeräusche abstelle.
Ich weiß es nicht sicher, woran es liegt, an sich treibe ich auch bei Grafiken nichts was tatsächlich in den GB-Bereich gehen dürfte. Ebensowenig, sollte es bei mehreren Programmen nebeneinander immer mal wieder zu völligem Stillstand kommen…
Ich mache nichts mit Videos, also tatsächlich Bilder, Grafiken und alles was so rundum Webseitenerstellung läuft…
Die Kiste hat immer mal wieder so Aussetzer, bei denen sich nicht mal mehr top auf Konsole aufrufen lässt, sobald es dann da ist und was anzeigt, läuft auch der Rest wieder so in etwa. Ich habe an dem Fujitsu nichts geändert, es müssten nach wie vor laut Datenblatt und Sysinfo 2 GB sein.
Das klingt spannend, einerseits weil ich Mitglied der Linux Foundation so schon gut fände, zweitens dann ncoh mit Rabatt, danke für den Tipp!
Danke, ohne Windows klingt auch gut, denn das brauche ich ja sowieso nicht.
Es gibt einige Leser, die sich freuen, wenn sie die Kommentare zum jeweiligen Artikel gleich mit dabei haben und sie nicht einzeln als Feed abonnieren müssen.
Das ist der Grund warum ich die Einstellung so gemacht habe. Wenn es mehr Leser gibt die es stört, lässt sich das natürlich auch ändern.
Sodele, jetzt gehe ich noch ein bisschen zu meinem Projekt, was ich seit heute nachmittag habe und was tatsächlich seit mindestens letzter Woche fertig sein sollte…
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