Webgerechtes Schreiben : Wie schreibt man passend fürs Web?
4. Mai 2009 ute
Webgerechtes Schreiben, ist ja immer mal wieder ein Thema. Im englischsprachigen Artikel “Tradional writing skills don’t work on web” ist gut zusammengefasst, was man sich besser sparen sollte. In diesem Fall geht es vor allem um Unternehmensseiten, die gern mit “Wir sind dss beste, innovativste und kundenfreundlichste Unternehmen. Mit unserer Hilfe werden Ihre Kunden zufrieden sein und gerne wieder kommen…”
Werbe ich als Dienstleister in dieser Form auf meiner Website, dann habe ich zwar vielleicht geschrieben, was alle schreiben, nur fragt sich, was die Besucher davon haben.
Manche können recht gut auch webgerecht schreiben, anderen ist ein professioneller Webtexter zu empfehlen.
Tests um Texte zu verbessern
Alternativ gibt Jan den Tipp zu einem Tool, er selbst steht kurz vorm Pulitzer-Preis, sobald der noch eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung findet.
Mit LinguLab lässt sich Textqualität messen, insbesondere geht es um Online-Texte und SEO.
Nochmal zurück zum Ausgangsartikel, der mich auf die Idee zu diesem Beitrag brachte. Dort wird außerdem auf Folgendes gewiesen:
Die Sätze, die nichts inhaltliches beschreiben, was Leser wissen möchten, sind schlicht überflüssig. Die Leser wollen eine Information, in diesen “wir sind toll”-Sätzen steht jedoch keine relavante Information. Häufig kommen die Besucher schon bewusst auf eine Unternehmensseite, das bedeutet sie wollen ja schon etwas über Produkte dieses Unternehmens wissen. Sie müssen nicht erneut auf das Unternehmen hingewiesen werden. Die Leser sind in diesem Moment aktiv, sie suchen detaillierte Informationen, sie wollen keine lobenden Worte übers Unternehmen (Verein…) lesen.
Analogie der Kunde im Web als Aufzugfahrer
Als Beispiel führt der Autor dort einen Aufzug an. Der Kunde ist eingestiegen, die Türen sind geschlossen und der Kunde sagt zum Unternehmer: “Überzeuge mich vorm nächsten Anhalten von deinem Produkt (Dienstleistung oder was auch immer). Die Website sollte daher so entworfen werden, dass sie berücksichtigt, dass Kunden es eilig haben, sie sind sofort wieder weg, falls sie nicht sofort die Information bekommen, die sie suchten. Das ist das Web, das ist normal.
Auch wenn man stolz ist auf die eigenen Seiten, wenn sie nicht so sind, wie der Kunde es wünscht, ist der Zurück- oder Schließen-Knopf schnell gefunden. Deshalb entfernt alles was ihr für cool haltet, alles worauf ihr stolz seid, alles was euch lächeln lässt, denn meist sind das genau die Stellen, an denen der Kunde wieder geht.
Es gibt viel zuviel Texte, die wirken, als seien sie für den Deutschlehrer oder die nächste Prüfung. Der Webseitenbetreiber möchte imponieren, will alle netten Spielereien zeigen, die möglich sind. Alles soll Einleitung, Haupteil und Schluss haben. Meist willst du den Lesern sagen was du erzählen willst, wirst schreiben was es zu sagen gibt und dich nochmal wieder auf das beziehen, was du schon erzählt hattest.
Weniger ist oft mehr
Unterm Strich geht es grad bei Unternehmensseiten ums Kürzen, Weglassen nicht aufplustern. Da dieser Artikel fürs Web ist und ich tendenziell ja immer eher zu lange Artikel schreibe, höre ich jetzt hier mal auf. Bei Gelegenheit mal noch mehr zum unterschiedlichen Schreiben, je nachdem ob Webseite oder Blog.
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Der Beitrag wurde am Montag, den 4. Mai 2009 um 00:09 Uhr veröffentlicht und wurde unter web abgelegt.
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