Zoom im Browser ::: Textzoom ::: Seitenzoom ::: Bilder
19. Dezember 2008 ute
Dieses Mal mit deutlicher Verspätung, sonst gibt’s ja neue Artikel um kurz nach Mitternacht… Gestern reichte es einfach nicht mehr und heute vormittag gab’s hier kein Netz. Heute abend wollte ich eigentlich erst noch ein Bild hochladen, bevor ich diesen Artikel veröffentlichte, ich habe irgendwann aufgegeben… Dazu ein anderes Mal mehr, hier ist es bereits eine Stunde später (2:14 Uhr) und morgen früh wollen wir ans Tote Meer…
Inzwischen gibt es ja bereits einige Monate den Firefox mit Seitenzoomfunktion, nicht nur mit dem Textzoom. Der Internet Explorer 7 hat diese ursprünglich zuerst bei Opera angebotene Funktion ja ebenfalls, allerdings in einer Form, die völlig unsinnig gelöst wurde.
Wozu überhaupt Seitenzoom?
Nun, den Textzoom gibt es ja schon lange, selbst im Internet Explorer 6, lässt sich die Schrift zweimal vergrößern, falls die Angaben zur Schriftgröße in Pixeln angegeben wurden. Die anderen Browser vergrößern schon lange unabhängig davon in welcher Einheit die Schriftgröße angegeben wurde. Auch gibt es keine Beschränkung des Zooms, falls das Layout es zulässt kann unbegrenzt der Text vergrößert werden.
Ist Seitenzoom dann nicht überflüssig?
Das kommt drauf an. Je nach Layout vergrößert sich mittels Textzoom ja tatsächlich ausschließlich der Text, eine, z.B. auf – 800 Pixel Breite beschränkte – Seite kann somit nicht breiter als eben diese 800 Pixel werden. Das heißt, selbst wenn auf dem Bildschirm genug Platz wäre, um mittels Textzoom vielfach zu vergrößern, so klappt es häufig nicht, weil der vergrößerte Text keinen Platz mehr hat. Siehe auch die Unterschiede zu festem und flexiblem Layout.
Andererseits lassen sich flexible Layouts entwerfen, bei denen die Angaben für die Breite, in Abhängigkeit der genutzen Schriftgröße, gemacht werden. In diesem Fall lässt sich eine Seite bei höherer Auflösung auch entsprechend vergrößern. Wäre die Grundbreite bei etwa 800 Pixel, aber in ‘em’ angegeben, dann ließe sich bei einer Auflösung von 1600 die doppelte Breite nutzen, die Schrift könnte also extrem vergrößert werden und noch immer müsste nicht gescrollt werden.
Warum entwerfen also nicht alle solche flexiblen Layouts?
Es wäre doch perfekt grundsätzlich flexible Layouts anzubieten, damit alle Besucher genau das einstellen können, was für sie am besten passt. Warum tun das also nicht alle Webautoren? Der Hauptgrund ist, dass damit die pixelgenaue Kontrolle verloren geht. In einem festen Layout mit fixer Breite können Webautoren beispielsweise Hintergrundbilder nutzen, die auf den Pixel genau zueinander ausgerichtet werden.
Insbesondere Grafikdesigner, die sich auch mit Druckerzeugnissen befassen, wollen häufig auch bei Webseiten ein absolut exaktes ‘Bild’ erhalten. Entworfen wird daher meist ein Bild, so als wäre es für ein Plakat oder eine Broschüre. Das Problem ist jedoch, dass Webseiten keine Druckerzeugnisse sind. Im Druck weiß man ganz genau welche Größe das Endprodukt haben wird, der Entwurf wird genau dafür optimiert.
Das Web ist jedoch kein Druck und hier gibt es unzählige Variationen
Für den Designer ärgerlich, für die Besucher von der Idee her traumhaft, kann ich im Web, an meinem Rechner aussuchen, was für mich persönlich am besten ist. Die einen haben zwar einen großen Monitor, aber eine niedrige Auflösung, andere nutzen einen kleineren Bildschirm, z.B. am Laptop mit einer höheren Auflösung. Mancher kann auch sehr kleine Schriften noch gut lesen, andere wollen am eigenen Rechner nicht mit der Lupe arbeiten und stellen sich ihre Schriftgrößen deshalb mehrfach vergrößert ein.
Flexibilität von Webseiten
Grundsätzlich schätze ich die Flexibilität, die Webseiten bieten, die Möglichkeit eine Seite eben je nach Wünschen und Voraussetzungen des Lesers anzuzeigen.
Bilder skalierbar einbinden
Für diejenigen, die sich alles vergrößert anzeigen lassen, wären daher höher aufgelöste Bilder ein Vorteil. Leider hat das jedoch auch Nachteile:
- übertragene Datenmenge
- Ladezeit
Die übertragene Datenmenge wäre bei hochauflösenden Bildern, dann ja auch für diejenigen größer, die die Bilder in kleinerem Format betrachten. Da sich häufig gerade die, die eine schlechtere Verbindung haben, nicht aussuchen können, ob sie eine bessere und schnellere Verbindung möchten, mag ich schon das nicht.
Die Ladezeit ist das nächste Problem. Sie vergrößert sich logischerweise schon mit der größeren Datenmenge. Hinzu kommt noch, dass ich den Bildern, um sie skalierbar zu halten auch nicht die Größenangaben mitgeben kann, sonst skaliert da nichts.
So schön die Idee also einerseits ist, so schwierig finde ich die Entscheidung. Bei Websites mit sehr wichtigen Bildern, beispielsweise bei der Seite einer Malerin war der Kompromiss jetzt Galerien einzubauen, die Vorschaubilder aus den eingebundenen Bildern zeigen. Diese Bilder sind noch immer stark fürs Web optimiert. Es gibt jedoch eine zusätzliche Galerie, die Bilder in recht hoher Auflösung anbietet, aber erst wenn sich jemand auch dafür entscheidet. Diese Lösung gefällt mir ganz gut, denn so werden die mit sehr langsamer oder schlechter Verbindung nicht zu hochauflösenden Bildern gezwungen. Diejenigen, die jedoch interessiert sind und genau schauen wollen, die haben die Möglichkeit, das zu tun.
Skalierbare Hintergrundbilder
Je nach Größe eines Hintergrundbilds besteht für mich dasselbe Problem, wie bei im Quellcode eingebundenen Bildern. Klar, manches Hintergrundbild wäre auch in skalierbarer Version klein genug, um das Problem zu umgehen.
Im Moment bevorzuge ich Layouts mit sich wiederholenden Hintergrundbildern auch im Kopfbereich, z.B. henss.eu oder bio-hundundkatz.de, damit muss das Hintergrundbild nicht skalierbar sein, um trotzdem mit verschiedenen Auflösungen noch gut zurechtzukommen. Beides sind trotzdem natürlich rein dekorative Bilder, bei denen es nicht so wichtig ist, ob sie in optimaler Qualität sichtbar sind, mit zweifacher Zoomstufe im Firefox sah es bei meinen Tests auch noch ganz gut aus.
Was ich nicht mag, sind feste Layouts, optimiert, z.B. auf 800*600, bei denen ich dann mit meiner Auflösung einen zu zweidrittel leeren Bildschirm habe.
Unterm Strich
Die Möglichkeit Hintergrundbilder zu nutzen, statt Bilder in den Quelltext einzubinden finde ich gut. Denn, ich finde es klasse, dass sich inzwischen die rein dekorativen und nur fürs Layout nötigen Bilder, im Hintergrund einbinden lassen und eben nicht im Quellcode.
Das bietet ja mehrere Vorteile:
- die Ladezeit ist geringer, weil – zumindest die meisten – Browser ein Layoutbild dann auch mehrfach nutzen
- bei geschicktem Einsatz, lässt sich oft sogar ein und dasselbe Bild für mehrere Bereiche des Layouts nutzen, weil es passend verschoben wird
- aufs Laden von Hintergrundbildern kann bei langsamen Verbindungen verzichtet werden
Deshalb meine ich, auf Dauer muss es da noch bessere Wege geben, und wie auch Dieter in seinem Kommentar schon schrieb, die Möglichkeit auch Hintergrundbilder zu skalieren, sollte geschaffen werden. Denn sonst führt es irgendwann wieder zu Murks.
So wie Tabellen für Layouts genutzt wurden, weil es nichts anderes gab, werden sonst womöglich irgendwann wieder Bilder in den Quelltext eingebunden, um sie skalierbar anbieten zu können. Das halte ich jedoch, aus den genannten Gründen, für eine schlechte Lösung.
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 19. Dezember 2008 um 01:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter css, web abgelegt.
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Hallo!
Wow, du bist am Schwarzen Meer? Warst du im Urlaub oder lebst du immer dort?
Ich habe eine Frage bezüglich der Skalierbarkeit von Bildern.
Kannst du in etwa sagen, wie sich die Übertragungsrate, inkl. der Geschwindigkeit durchschnittlich verhält? Habe nämlich vor, ein paar GB Bilder bei mir einzubetten, aber mache mir Gedanken wegen der Ladezeiten bei anderen Usern.
Freu mich über eine Antwort!!
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Hi Karsten,
nein, ich war nur in der Woche als ich den Artikel schrieb in Palästina und unter anderem einen Tag am Toten Meer.
Durchschnittlich ist immer schwierig, denn mit welchen Voraussetzungen kommen die Besucher?
Hier in diesem Blog, in dem es viel um Technisches geht, nutzen die Besucher ganz andere Browser, Betriebssysteme und sicherlich auch Zugangsverbindungen, als beispielsweise in meinem anderen Blog, in dem ich über ganz andere Themen schreibe.
Einerseits geht es also darum zu schauen, wer sind die eigenen Besucher, um abschätzen zu können, was durchschnittlich ist.
GB haben meines Erachtens im Web noch immer nichts zu suchen. Es kommt ein bisschen drauf an, was man tut und wie.
Auf einer Kundenseite http://www.hanne-hick.de/malerei/galerie.php habe ich es so gelöst, dass die Seite, die Besucher normalerweise aufrufen, weiterhin stark verkleinerte Versionen von Bildern enthält. Also etwa 3-5 kB in der Vorschau. Wer interessiert ist und ein Bild genauer sehen möchte, kann eine vergrößerte Variante bekommen, Die großen Bilder haben dann zwischen 40 und 80 kB, das ist akzeptabel, weil nur die interessierten Besucher diese Bilder ansehen, die sind dann auch bereit einen Moment zu warten.
Jedoch auch die _großen_ Bilder sind weit entfernt von ihrer Originalgröße, die meist bei mehreren MB liegt.
Ich meine unterm Strich:
Je größer die eingebundenen Bilder, desto mehr muss ich beim Einbinden darauf achten, dass die Besucher sich aussuchen können, ob sie auch große Versionen sehen wollen.
Wenn schon auch große Bilder, dann möglichst nicht auch noch viele auf einer Seite, sondern sinnvoll verteilt auf mehreren Seiten.
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Sag mal, hast du eigentlich bisher Erfahrungen sammeln können mit flexiblen Layouts? Werden die bisher irgendwo angeboten? Ich habe es nämlich noch nicht entdecken können und bin schon ein wenig enttäuscht, da ich dachte, dass dies mal realisiert werden müsste.
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Unter anderem dieses Blog ist so realisiert.
Es gibt auch frei verfügbare WordPress-Themes in flexiblem Layout, wenn auch weniger, als mit fixem Layout. Da sollte Google weiterhelfen.
Ansonsten es wird realisiert, fällt aber natürlich nur dann auf, wenn man es testet. Solange man selbst nur mit einer Standardeinstellung Seiten besucht, sieht man natürlich keinen Unterschied.
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Ich erstelle selber öfter Webseitenlayouts und ich muss sagen ein 100% dynamisches Layout zu erstellen ist meist sehr schwierig, da wie bereits erwähnt Bilder einem oft einen Strich durch die Rechnung machen.
Wenn man nur mit Farbverläufen etc arbeitet kann man alles wunderschön mit css lösen. Die meisten Menschen wollen jedoch auffällige Design mit animierten Bilder etc. wodurch es unvermeidbar ist eine fixxe Größe zu bestimmen.
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Ob das die meisten wollen, lasse ich mal dahingestellt sein.
Meine Leser wollen jedoch einen Namen von Kommentierenden und keinen Link zu einer Seite, die mit Werbepopups nervt. Ich habe das mal angepasst.
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